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Altenburg: Sachenpacken für den Kongo

Altenburg: Sachenpacken für den Kongo

Bei Hauskellers ist derzeit Packen angesagt. Denn das Altenburger Ehepaar fliegt mit seinen drei Adoptivkindern in deren Heimat - nach Kinshasa. Am Dienstag ist Start, drei Wochen wollen sie in Afrika bleiben.

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Für die Kongoreise werden die Hilfsgüter eingepackt.

Quelle: Mario Jahn

Doch das ist beileibe keine Ferienreise. Denn Christine und Jürgen Hauskeller sind die Initiatoren und Leiter des Vereins "Hilfe für Menschen im Kongo", der während der zehn Jahre seines Bestehens schon zahlreiche Hilfsprojekte ins Leben gerufen hat.

 

Jetzt kommt ein weiteres hinzu. Am 18. August wird in Maluku, etwa 80 Kilometer von der kongolesischen Hauptstadt entfernt, ein neues Kinderhaus eingeweiht. Hier sollen 20 Waisen ein neues Zuhause finden. Es ist bereits das zweite Waisenhaus. Außerdem hat der Verein vor einem Jahr eine aus Spendenmitteln finanzierte Grundschule eröffnet. Derzeit lernen 50 Schüler dort, ab neuem Schuljahr werden es 200 sein.

 

"Wir bezahlen nicht nur für jedes Kind ein Schulfrühstück, sondern sorgen auch für die notwendigen Utensilien", erzählt Jürgen Hauskeller. Und da man die gemeinhin vor Ort nicht kaufen kann, werden sie aus Altenburg mitgebracht: 150 Schulrucksäcke, 50 Zuckertüten, 200 Federmappen. "Wir haben uns extra für eine Airline entschieden, die es gestattet, pro Person zwei Koffer mitzunehmen", lacht der 78-Jährige verschmitzt. Da Hauskellers noch von drei Praktikantinnen aus Limbach-Oberfrohna beziehungsweise Leipzig begleitet werden und eine Woche später eine dreiköpfige Familie aus Schmölln nachkommt, kommt einiges an Gepäck und damit Staufläche zusammen. Zumal Hauskellers die Order ausgegeben haben, pro Familie möglichst mit einem Koffer auszukommen und die anderen mit den Hilfsgütern zu bestücken.

 

All das wäre ohne den Verein, vor allem aber der Spendenbereitschaft von Unternehmen oder Privatpersonen unmöglich. Das neue Waisenhaus beispielsweise hat eine Familie aus Reutlingen komplett finanziert.

 

"Wir versuchen auf diese Weise, die Lebensverhältnisse der Menschen so zu verbessern, dass sie gar nicht erst auf die Idee kommen zu flüchten. Das ist Entwicklungshilfe, wie sie sein sollte", sagt Hauskeller.

 

Gleich nach der Rückkehr aus Afrika wartet auf das Ehepaar zu Hause die nächste große Aufgabe. Denn der Verein wird im September zehn Jahre alt. "Wenn ein Projekt in diesen schwierigen Zeiten und diesem Chaos, das im Kongo herrscht, besteht, dann sollte das schon ein Grund zum Feiern sein", sagt Jürgen Hauskeller. Allerdings versteht er darunter nicht unbedingt Party-Machen. Unter dem Motto "Die weltweite Ungerechtigkeit erkennen und etwas dagegen tun" soll es vom 4. bis 12. September im Altenburger Land eine Projektwoche für Menschlichkeit und Verantwortung geben. Sie soll ein Beitrag zum besseren Verständnis von Menschen sein, die in Deutschland Asyl und einen neuen Lebensanfang suchen.

 

Der Verein "Hilfe für Menschen im Kongo" ist bei der Suche nach Kooperationspartnern für das Projekt auf den Kreisjugendring Altenburger Land gestoßen. Ein Teil des Programms, das inzwischen komplett steht, wird aus dem Landesaktionsplan für Thüringen finanziert. "Denn der Erlös soll nicht für Unkosten draufgehen, sondern gespendet werden", sagt Hauskeller. Geplant sind unter anderem Workshops für afrikanische Tänze und Lieder, Spendenläufe, Konzerte, Symposien und Filmvorführungen.

Ellen Paul

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