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Altenburg: Tiefbau für neues Gebäude geht bald los

Tierheim Altenburg: Tiefbau für neues Gebäude geht bald los

Im Tierheim Altenburg könnte schon in den nächsten Tagen der Neubau des Hauptgebäude beginnen. Wie die Chefin des zuständigen Tierschutzvereines Altenburg und Umgebung, Sibylle Börngen, informierte, stehen alle Gelder für die notwendigen Tiefbauarbeiten sowie den Einbau der Erdwärmeheizung mittlerweile bereit. Der Neubau wird gebraucht.

So soll der Tierheimneubau einmal aussehen.

Quelle: Mario Jahn

Altenburg. Geredet und geplant wurde für den Neubau des Altenburger Tierheimes genug. Jetzt sollen Tatsachen geschaffen werden. Geht es nach der Chefin des zuständigen Tierschutzvereines Altenburg und Umgebung, Sibylle Börngen, könnten noch in diesem Jahr die Bagger anrollen.

„Für die notwendigen Tiefbauarbeiten sowie den Einbau der Erdwärmeheizung stehen die Gelder mittlerweile zur Verfügung“, sagt sie. In Summe handelt es sich um 40 000 Euro, von denen 28 000 Euro durch das Land Thüringen sowie 8000 Euro durch den Deutschen Tierschutzbund zur Verfügung gestellt werden. „Spätestens im Januar sollen diese Arbeiten erfolgen“, erläutert Börngen.

Entstehen soll in mehreren Bauabschnitten ein lang gezogener Flachbau, in dem perspektivisch Verwaltungs-, Büro- und Sanitärräume, die Futterküche und zwölf Hundezwinger sowie drei Quarantäneplätze integriert werden. Hinzu kommen Technikbereich und Lagermöglichkeiten. „Unser Vorteil ist, dass wir diesen Flachbau nach und nach in mehreren Abschnitten errichten können, so wie die nötigen Fördermittel fließen“, sagt die Vereinschefin. Aber jeder bereits fertiggestellte Abschnitt könne schon in Betrieb genommen werden. „Das nimmt uns den Druck, alles in einem Ritt zu bauen und durchzufinanzieren.“ Nicht nur nach Börngens Willen soll im kommenden Jahr der erste Hochbauabschnitt realisiert werden.

Eigentlich wollten die Tierschützer zum Ende des Jahres mit diesem um die 350 000 Euro teuren Projekt schon weiter sein. „Es ist ein Bauverzug eingetreten“, räumt Börngen unumwunden ein. Hintergrund seien das umfangreiche Genehmigungsverfahren sowie sich in dieser Zeit ändernde gesetzliche Regelungen gewesen. „Aber jetzt ist der Flächennutzungsplan der Stadt entsprechend geändert, und in diesen Tagen werden die letzten Unterlagen eingereicht, so dass dem Projekt nichts mehr im Wege stehen dürfte“, gibt sich die Vorsitzende optimistisch. Nur die beantragten Fördermittel für die nächsten Bauabschnitte müssten jetzt zeitnah bewilligt werden.

Wie nötig das Tierheim diesen Neubau mittlerweile hat, zeigen nicht nur die aktuellen Zustände in den oft genutzten Containern, die mittlerweile auch um die gut 20 Jahre auf dem Buckel haben. Sie verschleißen mehr und mehr und fressen vor allem Unmengen an Strom. „Allein da entstehen uns derzeit Kosten von rund 10 000 Euro. Die Erdwärmeheizung wird wesentlich effizienter sein und uns Geld sparen helfen“, sagt die Vereinschefin. Zudem genügt so manche Unterkunft nicht mehr den aktuellen gesetzlichen Vorschriften.

Das untersetzt Börngen mit ausgewählten Belegungszahlen. Im Tierheim fanden ihren Worten zufolge im ablaufenden Jahr nicht nur 120 Hunde sowie 200 Katzen und 30 Kleintiere jeglicher Couleur ein Zuhause auf Zeit. Stetig steigend sei auch die Zahl der Tiere, die beispielsweise vom Veterinäramt eingewiesen werden, weil deren Halter aus den unterschiedlichsten Gründen keine artgerechte Haltung mehr absichern können. „Oftmals hängt dies mit dem demografischen Wandel zusammen. Manche Halter sind schlichtweg zu alt oder zu gebrechlich, um einem Hund oder einer Katze ein gutes Zuhause zu geben, und das Amt muss eingreifen“, weiß Börngen. Oftmals seien diese Tiere jedoch schon in einem hohen Alter oder sehr verwahrlosten Zustand, weshalb sich neue Besitzer nur sehr schwer finden. „Allein in diesem Jahr kamen neun Katzen und 20 Hunde aus solchen Gründen zu uns“, informiert die Vereinschefin, die in diesem Zusammenhang aber froh ist, dass die Bereitschaft aus der Bevölkerung zu Futterspenden ungebrochen hoch ist.

Von Jörg Wolf

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