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Altenburg Altenburg: Um den Bismarckturm herrscht nur trügerische Stille
Region Altenburg Altenburg: Um den Bismarckturm herrscht nur trügerische Stille
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10:20 17.06.2016
Vereinschef Daniel Vogel weist auf das Kinderfest am Bismarckturm hin. Quelle: Mario Jahn
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Altenburg

Als sich der Förderverein zum Erhalt des Bismarckturms Anfang 2012 gründete, vollzog sich die Entwicklung in einem fast atemberaubendem Tempo: Die Zahl der engagierten Vereinsmitglieder wuchs rapide an, die ersten Arbeitseinsätze standen bald auf der Tagesordnung, und mit diversen Spendenaktionen sowie dem auf dem Areal mitten im Stadtwald kreierten Kinderfest trafen die Macher auch den Nerv der großen und kleinen Besucher.

Seit gut einem Jahr aber ist es um den Verein stiller geworden. Und scheinbar hat sich auch an dem über hundertjährigen denkmalgeschützten 33 Meter hohen Bauwerk am Rande der Skatstadt nichts getan. „Zumindest äußerlich ist es um uns etwas ruhiger geworden”, bestätigt der Chef des derzeit 40 Mitglieder zählenden Fördervereins, Alexander Vogel. Aber der Schein trüge. „Wir waren in den zurückliegenden Monaten durchaus sehr aktiv, haben aber die Sache nicht an die große Glocke gehängt”, ergänzt Vereinsvize Sven Eckelt.

Beim Brandschutz hat sich viel getan

Eine Reihe von baulichen Vorhaben seinen mittlerweile realisiert worden. „Der Hang am Turm ist neu aufgeschüttet und bepflanzt, die alte Elektroanlage wurde komplett durch eine neue ersetzt. Jetzt verfügen wir auch über einen Kraftstromanschluss und sind zudem in Sachen Brandschutz baulich auf dem Niveau, wie es der Gesetzgeber fordert. Beispielsweise entstanden die Aufstellflächen für die Feuerwehr”, erläutert der Vereinsvorsitzende. Weiterhin sei im Säulengang die Kasettendecke erneuert worden, ergänzt Vogels Stellvertreter.

Viele Arbeiten wurden vereinsintern im Rahmen der monatlichen Arbeitseinsätze erledigt. Oftmals konnten da Experten der unterschiedlichsten Gewerke, die dem Verein angehören, für die Arbeiten herangezogen werden. „Das sparte uns immense Kosten, aber wir sind noch lange nicht am Ende der Fahnenstange”, schränkt Vogel ein. Denn um den Brandschutzauflagen gerecht zu werden, muss noch eine zeitweise feuersichere Zwischendecke an der Aussichtsplattform eingebaut werden. „Erst wenn sämtliche Auflagen erfüllt sind, kann der Turm für Besucher freigegeben werden”, unterstreichen die Vereinschefs. Dies sei die nächste zu stemmende Herausforderung, ehe man sich auch an eine äußerliche Verschönerung des Bismarckturms machen wolle.

Mehr Geld nötig als anfangs gedacht

„Auf jeden Fall reichen die zum Beginn unseres Engagements avisierten Kosten von circa 22 000 Euro für die wichtigsten Arbeiten bei weitem nicht aus“, betont Alexander Vogel. „Und auch eine konkrete Zeitschiene werden wir für die Fertigstellung nicht festlegen. Vielmehr wollen wir das Projekt jetzt ganz ohne Zeitdruck zum Ende bringen.” Immerhin würden sich alle Arbeiten durchweg aus Fördergeldern finanzieren – Spenden und Einnahmen diverser Aktionen.

Und an denen hält der Förderverein weiter fest. Beispielsweise das große Kinderfest auf dem Areal am Turm inmitten des Altenburger Stadtwaldes. „Das erlebt am 25. Juni schon seine vierte Auflage und ist mittlerweile ein richtiger Selbstläufer geworden, an dem viele andere Vereine sehr gerne mitwirken. Und wir haben Einnahmen, die in die weitere Sanierung fließen können”, freut sich Vogel. Eng arbeitet der Verein dann mit der Gartenanlage Waldessaum zusammen, die parallel ihr 95-jähriges Bestehen feiert. Eröffnung ist an jenem Sonnabend um 11 Uhr. Bis 17 Uhr sind die verschiedensten Vereine präsent oder unterhalten mit eigenem Programm auf der Bühne. Unter anderem sind die Feuerwehr mit einem Löschfahrzeug vom Flugplatz Altenburg-Nobitz und der Rettungsdienst mit eigenen Offerten vertreten.

„Auch mit dem Förderverein Quartier Rote Spitzen haben wir mittlerweile eine enge Zusammenarbeit besiegelt. Unter dem Motto Türme helfen Türmen unterstützen wir uns gegenseitig, weil es gemeinsam einfach besser funktioniert”, betont der Vereinschef.

Von Jörg Wolf

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