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Altenburg bewirbt sich offiziell um Kreissitz

Gebietsreform Altenburg bewirbt sich offiziell um Kreissitz

Die Stadt Altenburg hat sich nun auch offiziell um den Kreissitz in einem zukünftigen neuen Ostthüringer Landkreis im Zuge der Gebietsreform beworben. Ein entsprechendes Schreiben an Innenminister Holger Poppenhäger (SPD) wurde bereits am vergangenen Freitag abgesendet.

Die Stadt Altenburg bewirbt sich offiziell um den Kreissitz.

Quelle: Mario Jahn

Altenburg. Die Stadt Altenburg hat sich nun auch offiziell um den Kreissitz in einem zukünftigen neuen Ostthüringer Landkreis im Zuge der Gebietsreform beworben. Ein entsprechendes Schreiben an Innenminister Holger Poppenhäger (SPD) wurde bereits am vergangenen Freitag abgesendet und trägt die Unterschriften von Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) und den Stadtratsfraktionschefs von CDU, SPD, Linke, Pro Altenburg und Grüne/Stadtforum.

Am Dienstag hat Landrätin Michaele Sojka (Linke) mit einem weiteren Schreiben an den Innenminister diesen Antrag unterstützt. Es sei die kostengünstigste Lösung, was im „künftig ärmsten Landkreis Thüringens doppelt wiegt“, erklärte sie. Nur hier werde die historische Bausubstanz durch die Nutzung als Verwaltungsobjekt in vorbildlicher Weise gesichert. Allerdings wurden beide Schreiben von den in Erfurt bereits getroffenen Entscheidungen eingeholt. Der Innenminister verkündete am Mittwoch, dass er der Landesregierung Altenburg als Kreisstadt vorschlagen werde. Außerdem soll das Altenburger land mit Greiz fusionieren.

Daher plädiert Sojka in ihrem Schreiben erneut dafür, dass das Altenburger Land nicht mit Greiz fusioniert, sondern mit dem Saale-Holzland-Kreis. Greiz solle sich dagegen mit dem Saale-Orla-Kreis zusammentun. Dies würde den Interessen aller drei Regionen Rechnung tragen. Außerdem würden diese Fusionen an historische Wurzeln anknüpfen. Große Teile des Saale-Holzland-Kreises und des Altenburger Landes seien Erbe des Fürstentums Sachsen-Altenburg. Ähnliches gelte für Greiz und Saale-Orla, was von den örtlichen Entscheidungsträgern frühzeitig erkannt und unter anderem in die touristische Marke „Vogtland“ übernommen wurde, erklärte Sojka.

Bei einer Fusion des Altenburger Landes mit dem Saale-Holzland gibt es nur ein Problem: Die beiden Partner grenzen nirgendwo aneinander. Dies will die Landrätin mit einer Landbrücke lösen, wozu allerdings Gebiete südlich, östlich und westlich von Gera benötigt werden. Diese Landbrücke bezeichnete Sojka als die einzige Schwierigkeit. Dazu müsste der Landkreis Greiz geteilt werden.

Für eine Fusion mit dem Saale-Holzland würde allerdings ein Gutachten sprechen, wonach das Altenburger Land und Greiz hinsichtlich der Entwicklungspotenziale auf dem vorletzten Platz im Freistaat landen. Nun plant die Landesregierung ausgerechnet den Zusammenschluss der beiden wirtschaftsschwächsten Regionen. Um dem neuen Kreis nicht das Prädikat „Armenhaus Thüringens“ anzuheften, fordert Sojka Strukturentwicklungshilfen, die im Neugliederungsgesetz verankert sein müssten. Sie erinnerte hierbei auch an die Worte von Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke), der sich in seinem Plädoyer für die Gebietsreform für die Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse ausgesprochen und einer Zusammenführung von nur starken, aber eben auch nur schwachen Landkreisen eine klare Absage erteilt hatte.

Für Strukturentwicklungshilfen sprach sich am Mittwoch auch Altenburgs Oberbürgermeister vor der Presse aus. Als eine weitere mögliche Alternative, um die Nachteile der Region auszugleichen, schlug Wolf vor, Teile des Saale-Holzlandes dem neuen Ostthüringer Kreis zuzuschlagen.

Von Jens Rosenkranz

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