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Altenburg Altenburg freut sich auf die S-Bahn
Region Altenburg Altenburg freut sich auf die S-Bahn
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21:13 08.12.2013

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Tags zuvor gibt es in Leipzig die Gelegenheit, die Inbetriebnahme zu feiern, die Stationen zu besichtigen und Probe zu fahren. Außerdem organisiert die Deutsche Bahn für geladene Gäste Sternfahrten, die von allen Endpunkten des neuen S-Bahn-Netzes zum Leipziger Hauptbahnhof führen. Und im Altenburger Bahnhof wird das neue Service-Zentrum eröffnet.

In diesem sogenannten S-Punkt erhalten die Reisenden künftig neben Fahrscheinen, Informationen zum Fahrplan und touristischen Themen auch Snacks und Getränke. Zusätzlich gibt es hier Beratung zu Anschlüssen an den öffentlichen Personennahverkehr wie die neuen "PlusBus"-Linien. Sie schließen unter anderem die Orte Meuselwitz, Lucka und Schmölln besser an die S-Bahn-Linie 5 von Altenburg nach Zwickau oder Leipzig/Halle an, informiert die Deutsche Bahn.

Der neue S-Punkt, der im bisherigen Ticket-Verkauf sein Domizil hat, wird am Sonnabend um 11.30 Uhr in der Bahnhofshalle offiziell eingeweiht. Dazu werden der Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn für den Freistaat Thüringen, Volker Hädrich, und Altenburgs Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) erwartet. Aber auch interessierte Skatstädter sind bei einem Glas Glühwein oder Punsch herzlich willkommen.

Während die anschließende Sternfahrt mit der aus Zwickau kommenden S-Bahn nach Leipzig nur für geladene Gäste ist, steht das Bürgerfest im Hauptbahnhof ab 14.30 Uhr allen offen. Hier bietet MDR-Jump bis 21 Uhr ein buntes Programm für die ganze Familie. Auch pendeln die S-Bahnen von 15 bis 21 Uhr im 15-Minuten-Takt kostenlos durch den City-Tunnel und warten auf interessierte Mitfahrer. Ein- und Ausstieg sowie Informationsmöglichkeiten sind in allen unterirdischen City-Tunnel-Stationen, also am Hauptbahnhof, Markt, Wilhelm-Leuschner-Platz und Bayerischer Bahnhof.

OB Michael Wolf sieht in der Einbindung Altenburgs in das neue mitteldeutsche S-Bahn-Netz eine große Chance. "Altenburg rückt wieder näher dorthin, wo es hingehört - als attraktiver, historischer Vorort Leipzigs", sagte der SPD-Politiker vor der Presse. Denn es sei sehr wohl von Vorteil, sich so eng wie möglich an das Oberzentrum Leipzig und den sächsischen Wirtschaftsraum anzubinden. Dies bedeute aber keinesfalls eine Abkehr von Thüringen und den Ruf nach Sachsen, wollte Wolf möglichen Fehlinterpretationen seiner Aussagen vorbeugen. "Ländergrenzen existieren nunmal, aber sie dürfen nicht Wirtschafts- und historisch gewachsene Räume auseinanderreißen. Und Leipzig-Chemnitz-Zwickau ist unser Wirtschaftsraum."

Wenn man halbstündlich mit modernen Zügen in die Leipziger City und stündlich zum Flugplatz Leipzig-Halle fahren könne, sei das von großem Vorteil. "Wer jetzt mit dem Argument kommt, dass die Altenburger dann nach Leipzig zum Einkaufen fahren, dem sei gesagt: Das machen sie doch jetzt schon." Insofern sei ein Umstieg vom Auto auf die Bahn sogar noch ein ökologischer Gesichtspunkt.

Aber es gebe, so Wolf, natürlich auch den Umkehrschluss. "Wir hoffen selbstverständlich darauf, dass mit diesem attraktiven Verkehrsmittel möglichst viele Leipziger zu uns kommen. Denn wir haben touristisch bekanntlich jede Menge zu bieten." Auch will der Oberbürgermeister die Skatstadt angesichts steigender Mieten in der Großstadt verstärkt als attraktiven Wohnstandort offerieren. "Wohnen in Altenburg - arbeiten in Leipzig" sei der Slogan, der jetzt mit einer Werbekampagne nach außen getragen werden soll. Das Geld dafür komme aus dem Regionalbudget.

In Vorbereitung auf die S-Bahn hat die Stadtverwaltung einen neuen Park-und-Ride-Platz genau neben dem Bahnhof geschaffen, der noch in dieser Woche eingeweiht werden soll. Auch wurde die Treppe zur Bahnbrücke instandgesetzt, die nach mehrmaliger Verzögerung nun seit dem Wochenende wieder passierbar ist. Der Fahrstuhl muss heute noch vom Tüv abgenommen werden.

iÜbermorgen erscheint zur Inbetriebnahme des City-Tunnels und des S-Bahn-Netzes in der OVZ eine 52-seitige Sonderbeilage.

Ellen Paul

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