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Altenburg Altenburg investiert 870 000 Euro in Sanierung des Ernestinum
Region Altenburg Altenburg investiert 870 000 Euro in Sanierung des Ernestinum
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19:30 30.08.2012
Historisches und Modernes: Unmittelbar hinter dem gerade entstehenden Areal am Markt soll nun auch das Ernestinum hergerichtet werden. Quelle: Mario Jahn

Geplant sind diverse Baumaßnahmen, die dem Ziel dienen, das bedeutende Kulturdenkmal unmittelbar neben der Brüderkirche zu erhalten. Wie das Rathaus gestern informierte, sieht der aktuelle Zeitplan vor, dass die aufwendigen Arbeiten am 10. September starten. Der Stadtrat hatte dem Vorhaben bereits in seiner April-Sitzung zugestimmt (OVZ berichtete).

Untersuchungen hatten ergeben, dass der bauliche Zustand des seit Jahren verwaisten Ernestinums sehr schlecht ist. Vor allem die Schäden im Dachbereich, an der Deckenkonstruktion über dem obersten Vollgeschoss und an den Außenwänden seien problematisch, heißt es in einer Pressemitteilung. Im ersten Bauabschnitt sollen deshalb die Dach- und Deckeninstandsetzung sowie die statisch-konstruktive Instandsetzung der Außenwände erfolgen.

So werden, wenn die Baustelle eingerichtet ist und das Gerüst steht, Zimmerer, Dachdecker und Maurer ans Werk gehen, um die erforderlichen Arbeiten am Süd- und Westflügel durchzuführen. Im Frühjahr 2013 sollen dem Zeitplan zufolge die Instandsetzungsleistungen am Ostflügel des Kulturdenkmals fortgesetzt werden. Des Weiteren sind im ersten Bauabschnitt, der voraussichtlich etwa ein Jahr dauern wird, Arbeiten im Bereich der Außenanlagen, Mauerwerkstrockenlegungsarbeiten sowie die Instandsetzung der Toranlage vorgesehen.

Die Kosten der Maßnahmen dieses ersten Bauabschnitts summieren sich voraussichtlich auf rund 870 000 Euro. Unter der Voraussetzung, dass die erforderlichen finanziellen Mittel bereitgestellt werden, soll sich 2014 der zweite Bauabschnitt anschließen, der im Wesentlichen die Erneuerung des Außenputzes sowie die der Außentüren und -fenster an den Straßenseiten und der Gebäudeseite, die an die Außenanlage der Music Hall angrenzt, zum Ziel hat.

"Das ist ein weiterer Meilenstein", sagte Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD). Ihm ist besonders wichtig, dass die nun beginnenden Maßnahmen zum Erhalt des Ernestinums im engen Zusammenhang mit den laufenden Arbeiten auf dem gegenüberliegenden Areal am Markt stehen, wo die Städtische Wohnungsgesellschaft einen Mehrgenerationen- und Geschäftskomplex mit 35 Wohnungen und drei Gewerbeeinheiten bauen lässt. Mit der Instandsetzung des markanten Ernestinums werde das gesamte Areal aufgewertet, sagte Wolf.

Das Kulturdenkmal Ernestinum gehört zum Denkmal-Ensemble Kernstadt Altenburg mit Vorstädten. Die Stadt hatte das Gebäude 2009 mit dem Ziel erworben, die städtebaulich wichtige Bebauung zu bewahren.

Das Ernestinum blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Die Grundsteinlegung für das ehemalige Schulgebäude erfolgte am 6. August 1727. Die Arbeiten wurden vom Ratsbaumeister Johann Georg Hellbrunn geleitet. Der in der Bevölkerung geläufige Name ist wohl darauf zurückzuführen, dass das Gebäude bis 1931 das "Herzog-Ernst-Realgymnasium" beherbergte. Von 1946 bis 1994 war das Ernestinum Sitz des Instituts für Lehrerbildung.

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