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Region Altenburg Altenburg ist derzeit das Mekka der Skat-Elite
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19:10 19.07.2018
Teilnehmerrekord: Insgesamt 308 Starterinnen und Starter treten beim 4. Internationaler DSkV Skat-Cup 2018 im Altenburger Goldenen Pflug an. Quelle: Mario Jahn
Altenburg

Das Mekka aller Skatfreunde liegt an diesem Wochenende dort, wo das Spiel erfunden wurde – in Altenburg. Denn seit Donnerstag fliegen beim 4. Internationalen DSkV Skat-Cup die Karten. „Insgesamt 308 Skaterinnen und Skater aus ganz Deutschland sind dabei. Das ist ein neuer Teilnehmerrekord“, sagte Ute Modrow, Pressesprecherin des DSkV, vor dem großen Reizen und Stechen in der Stadthalle Goldener Pflug. Unter den Startern sind auch Welt- und Europameister mit den 32 Karten.

Feierlich mit Nationalhymne und Eid der Skatsportler verlief schon die Eröffnung des Cups, der 2012 aus der Skat-Olympiade hervor gegangen war, die auf Intervention des Nationalen Olympischen Komitees nicht mehr diesen Namen tragen durfte, da Begriffe wie „Olympia“ und „olympisch“ geschützt sind. Dem Turnier tat diese Umbenennung aber niemals Abbruch.

Kurzer Oberbürgermeister-Grußwort

„Ich bin zwar nur ein Hobby-Skatspieler und weiß nicht, ob Sie mit mir an einem Tisch Spaß hätten. Aber ich möchte Sie auch dazu aufrufen, am Abend oder in den Pausen diese wunderschöne Stadt als Wiege des Skatspiels näher kennenzulernen“, so der Altenburger Oberbürgermeister André Neumann (CDU).

Ähnlich kurz hielten sich auch die weiteren Redner zu dieser Eröffnung, standen die Skatspieler doch durchweg schon voller Anspannung in den Startlöchern, um die Karten endlich fliegen zu lassen.

Peter Tripmaker, Präsident des Deutschen Skatverbandes (DSkV), lässt beim Cup die Karten ruhen. „Wir stecken derzeit voll in den Vorbereitungen für unseren Skatkongress in Bonn und wollen als Vorstand die Zeit hier in Altenburg dafür gleich nutzen.“ Er appellierte aber zugleich an alle Starter, bei dem Turnier immer den olympischen Geist zu wahren. „Sicher soll auch um den Sieg oder eine gute Platzierung gekämpft werden. Aber vor allem sollte die Fairness stehen“, betonte Tripmaker. Das Skatspiel sei schon daher faszinierend, dass sich am Tisch eine Runde zusammen findet, bei der Herkunft und soziale Stellung überhaupt nicht zählt. „Beim Skat sind alle gleich.“

Mehrere Serien über mehrere Tage in mehreren Wertungen

Vor den Teilnehmern liegt ein echter Spielmarathon: Donnerstag drei, Freitag vier und Sonnabend nochmals zwei Serien werden in jeweils zwei Stunden gespielt. Neben der Einzelwertung gibt es parallel Wertungen im Tandem sowie im Mixed. Außerdem werden separat auch die beste Dame, der beste Senior und der besten Junior ermittelt. Zudem gehört ein Wettbewerb im Rommé fest zum Programm.

Knappe Übernachtungsmöglichkeiten in Altenburg

Noch bis Sonnabend ist Altenburg Gastgeber des 4. Internationalen DSkV-Skatcups. Fast 300 Starter aus ganz Deutschland lassen im Goldenen Pflug die Karten fliegen. Viele der Teilnehmer übernachten gleich in und um Altenburg. „Das ist für uns schon eine logistische Herausforderung“, sagt Lisa Piller, Chefin der Tourismusinformation Altenburger Land, die zahlreiche Übernachtungswünsche abgewickelt hat. „In Summe für 53 Personen mit zusammen 140 Übernachtungen“, rechnet Piller vor.

Nun ist es kein Geheimnis, dass in der Skatstadt Hotelbetten nicht sonderlich dicht gesät sind. Und dass sich diese Situation vor einigen Jahren noch drastisch verschärfte, als die größte Herberge, das Hotel „Altenburger Hof“, seine Pforten schloss. „Das war für alle Touristiker schon ein herber Schlag ins Kontor“, gesteht die Expertin ein.

Um alle Übernachtungswünsche der Skatfreunde zu erfüllen, war es ein gutes Stück Arbeit. „Und einleuchtend ist da auch, dass man den am meisten geäußerten Wunsch, am liebsten eine Bleibe gleich in der Nähe des Spielorts im Goldenen Pflug zu bekommen, nicht entsprechen konnte.“ Zudem würde kein Anbieter von Quartieren die Betten schon im Vorfeld über Monate blocken, um dann eventuell doch nach einer Absage ein leeres Zimmer zu riskieren.

Aktuell seien sämtliche zur Verfügung stehenden Hotelbetten sowie Ferienwohnungen restlos ausgebucht. „Wie eigentlich an fast jedem Wochenende, weil Altenburg bei Touristen immer beliebter wird“, erklärt Lisa Piller. Auch im Umland, beispielsweise in Rositz, Schmölln, Meuselwitz und sogar in Meerane habe man deshalb Übernachtungskapazitäten, die auch regelmäßig genutzt werden. Nicht nur von den Skatspielern an diesem Wochenende.

Anstehende Großereignisse treiben den Tourismusexperten schon jetzt den Schweiß auf die Stirn. Konkret ist das der Anfang Oktober erstmals bevorstehende Tag der Altenburger, in dessen Rahmen auch das traditionelle Bauernreiten, das Landestrachtenfest sowie das Landeserntedankfest stattfindet. „Wir haben dafür ein Paket mit Übernachtung geschnürt. Aber schon jetzt kann man sagen, dass fast alle Kapazitäten ausgereizt sind. In Altenburg selber auf jeden Fall schon komplett. Nur im Umland gibt es vereinzelt Ferienwohnungen oder andere Quartiere“, so Piller.

Nicht nur die Tourismusexpertin wünscht sich in der Zukunft ein so großes Hotel wie den „Altenburger Hof“ zurück. „Weil die Nachfrage nach Altenburg stetig steigt. Wir als Tourismusinformation sind ja auch dazu angehalten, für steigende Übernachtungszahlen zu sorgen. Das geht aber nur, wenn auch genügend Angebote, sprich Betten da sind.“

Von Jörg Wolf

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