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Altenburg ist stolz: 36 Teilnehmer sind Rekord in der 25-jährigen Geschichte

Thüringische Orgelakademie Altenburg ist stolz: 36 Teilnehmer sind Rekord in der 25-jährigen Geschichte

Zum 26. Mal lädt das Residenzschloss Altenburg Ende August zur Thüringischen Orgelakademie ein. Der Einladung sind in diesem Jahr 36 Organisten und Studenten aus dem In- und Ausland gefolgt – ein Teilnehmerrekord. Grund dafür ist sowohl das Renommee der Akademie als auch die Tatsache, dass die Altenburger Trost-Orgel endlich wieder zur Verfügung steht.

Felix Friedrich, Gründungsintendant der Thüringischen Orgelakademie, vor der weltweit bekannten Trost-Orgel in der Altenburger Schlosskirche.

Quelle: Jens Paul Taubert

Altenburg. Bereits zum 26. Mal lädt das Residenzschloss Altenburg Ende August zur Thüringischen Orgelakademie ein. Der Einladung sind in diesem Jahr 36 Organisten und Studenten gefolgt und haben sich für die Interpretationskurse angemeldet – ein Teilnehmerrekord. „Es hätten sogar noch mehr sein können, aber drei Organistinnen aus Moskau, die sich nach Ablauf der Bewerbungen noch gemeldet haben, mussten wir aus Kapazitätsgründen leider absagen“, so Akademie-Intendant, Schlossorganist Felix Friedrich.

„Die hohe Teilnehmerzahl ist das Ergebnis der inzwischen auch international im hohen Maße renommierten Veranstaltung“, so Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD), der darin ein Aushängeschild für die Skatstadt sieht. Markenzeichen der Orgelakademie ist, dass sie namhafte Spielorte der reichhaltigen und hochkarätigen thüringischen Orgellandschaft zusammenführt. „Das hohe musikalische Niveau“, so Friedrich, „verbindet sich bei uns mit dem Bemühen einer persönlichen Betreuung aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Auch hierfür werden wir geschätzt.“ Die Mund-zu-Mund-Propaganda führe zu immer mehr Interessenten aus dem In- und Ausland.

Schloss- und Kulturdirektor Christian Horn sieht die besondere Bedeutung der Akademie für den Kulturstandort Altenburg: „Dies ist ein Beispiel, wie zugleich anspruchsvoll und populär kulturelle Traditionen in die Zukunft geführt werden. Die Orgelakademie ist eine starke Marke für uns, mit der sich das Schloss als Ort des Dialogs und Kulturtourismus weiter entwickeln und verstärkt präsentieren wird.“ Schließlich seien die Konzerte in der Schlosskirche, und das nicht nur an der Orgel, sehr begehrt. Das habe zuletzt die Besucherschlange beim Gastspiel des Dresdner Knabenchors gezeigt.

Neben den namhaften Gastprofessoren – zusammen mit Felix Friedrich unterrichten in diesem Jahr Ludger Lohmann aus Stuttgart und Guy Bovet aus dem schweizerischen Neuchatel – entwickelt vor allem die weltbekannte Altenburger Trost-Orgel Anziehungskraft bei Teilnehmern und Konzertbesuchern. „Es bestand sehr wohl die Gefahr, dass einige ihre Teilnahme wieder abgesagt hätten, wenn die Trost-Orgel erneut nicht zur Verfügung gestanden hätte“, bekennt Felix Friedrich, der vor 25 Jahren die Akademie aus der Taufe hob. Nach Abschluss der Dachdeckerarbeiten erklingt die Orgel nun aber neu gestimmt und neu intoniert.

Im Mittelpunkt des Programms der 26. Thüringischen Orgelakademie, die von Freistaat und Stadt untergefördert wird, stehen die historische Aufführungspraxis und in diesem Jahr das Orgelschaffen von Max Reger. Sein Todestag jährte sich im Mai zum 100. Mal. Aber auch den Kompositionen der französischen und italienischen Orgelschule sowie den Werken von Johann Sebastian Bach und Johann Ludwig Krebs wird sich die Akademie widmen. „Zu den einzelnen Seminaren haben sich Organisten, Orgelfreunde und Studenten aus Spanien, Portugal, Russland, Polen, Großbritannien, Belgien, Dänemark, Österreich, Japan, Südkorea und Deutschland angemeldet“, so Friedrich. Portugal ist zum ersten Mal dabei. Der jüngste Teilnehmer ist ein 16-jähriger Pole, die ältesten sind schon Pensionäre. Sogar zwei Ärzte, die „nur“ in ihrer Freizeit Orgel spielen, sind dabei.

Neben den Kursen an der Trost-Orgel sowie in der Brüderkirche sind einige attraktive Exkursionen zu interessanten historischen Orgeln verschiedener Baumeister in Obergräfenhain, Callenberg, Schmölln, und in Mühlberg geplant. „Wir sind damit nach langer Pause wieder einmal in Sachsen“, sagt der Intendant und erinnert daran, dass es einmal eine sächsisch-thüringische Akademie war. Die Sachsen waren aber alsbald ausgestiegen.

In Mühlberg haben am 30. August, 19.30 Uhr, die drei Dozenten in einem öffentlichen Konzert ihren gemeinsamen Auftritt. Wie in jedem Jahr werden zudem in einem Abschlusskonzert, dem „Konzert der Besten“, ausgewählte Teilnehmer ihr musikalisches Können an der Trost-Orgel demonstrieren. Es findet am Freitag, dem 2. September, 19.30 Uhr, in der Schlosskirche statt.

Karten zu zehn Euro (ermäßigt acht Euro) sind im Vorverkauf an der Museumskasse im Residenzschloss und bei der Altenburger Tourismus-Information (Tel. 03447 512800) erhältlich. Unter der Tel. 03447 512710 werden montags bis freitags auch Kartenreservierungen für die Abendkasse entgegen genommen.

Von Ellen Paul

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