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Altenburg Altenburg kämpft mit Müllproblem
Region Altenburg Altenburg kämpft mit Müllproblem
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00:33 29.06.2015
Illegale Müllablagerungen, wie diese an der Solaranlage in der Knauschen Straße, sieht man in Altenburg immer öfter.
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"Tendenz steigend." Ob Leute ihren Abfall aus Kostenüberlegungen oder schlicht aus Bequemlichkeit einfach irgendwo abladen, sei aber schwer zu sagen. "Dabei ist die Sperrmüllentsorgung prinzipiell kostenlos." Damit meint Bettels die Möglichkeit, dass jeder Bewohner des Kreises mindestens einmal im Jahr über den Abfallentsorgungsbetrieb Altenburger Land sein Sperrgut kostenfrei abholen lassen kann.

Hintergrund dieser Ausführungen ist eine konkrete Bürgeranfrage zu illegal entsorgtem Abfall an der Solaranlage in der Knauschen Straße in Altenburg. Diesen Vorfall hatte ein Anwohner der Stadtverwaltung bereits Ende April angezeigt und hatte am 25. Mai erneut nachgefragt. "Nur passiert ist nichts", sagte der Skatstädter, der nicht namentlich genannt werden möchte. Der Sperrmüll sei in der Zwischenzeit abgeholt worden. "Aber der Müll an der Solaranlage lag immer noch da. Da frage ich mich, ob die fachkundigen Mitarbeiter der Entsorgungsfirma das übersehen oder vergessen haben?"

Zudem monierte der Anwohner, dass es keine Reaktion der Behörde gegeben habe. "Über so viel Zurückhaltung würden sich Falschparker in Altenburgs Innenstadt bestimmt freuen", mutmaßte er. Inzwischen sei der Abfall bereits in der Umgebung angekommen. "Als Erstes flogen bei starkem Wind Styropor-Verpackungsteile auf die Straße, wurden von Autos zerfahren und haben sich auf dem Feld neben der Straße verteilt. Jetzt warten ein Kühlschrank, Reifen und andere Dinge auf Sturm, damit sie auch weggeweht werden."

Die Stadtverwaltung bestätigte, von dem Problem durch einen Bürgerhinweis erfahren zu haben. "Recherchen ergaben, dass sich der Müll auf privatem Grund und Boden befindet", so Bettels. Daraufhin habe die Stadt mit dem Eigentümer Kontakt aufgenommen und darum gebeten, den Müll zu beseitigen, da er dafür zuständig sei. "Sollte der Eigentümer der Aufforderung nicht nachgekommen sein oder ihr in den nächsten Tagen nicht nachkommen, geben wir den Fall zuständigkeitshalber an den Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises ab." Dieser sei autorisiert, gegebenenfalls Zwangsmaßnahmen einzuleiten. "Doch so weit muss es ja nicht kommen." Dass dem Bürger seitens der Stadt niemand geantwortet habe, erklärte Bettels unter anderem mit Verweis auf das eingangs erwähnte zunehmende Müllproblem. "Prinzipiell sind wir aber sehr dankbar für solche Hinweise."

Thomas Haegeler

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