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Altenburg Altenburg macht Archäologie-Fläche zum Parkplatz
Region Altenburg Altenburg macht Archäologie-Fläche zum Parkplatz
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18:32 26.06.2017
Bauarbeiten in der Teichstraße: Die Zelte sind weg, nun wird das Gelände am Rande der Altenburger Innenstadt für den Parkplatzbau hergerichtet. Quelle: Ronny Seifarth
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Altenburg

Wer kannte sie nicht, die Zelte, die die Teichstraße 16 noch bis vor kurzem verschandelten? Sie stammten noch aus der Zeit der archäologischen Grabungen, und zum Tag des offenen Denkmals informierten sich jedes Jahr viele Besucher über die Fortschritte und neuesten Erkenntnisse. „Es war einst die größte Archäologie-Baustelle in Deutschland“, erinnert sich Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) an die Grabungen, die von 2003 bis 2012 dauerten und den einen oder anderen Fund zutage förderten – wie etwa 300 Jahre alte Fenster (die OVZ berichtete).

Nun wird die Fläche zur weiteren Nutzung des Grundstücks freigegeben – und vorbereitet. Dafür wird die einstige Grabungsstätte im Auftrag der Stadtverwaltung zunächst beräumt: Die Zelte sind bereits verschwunden. Die freie Sicht ist Voraussetzung dafür, dass anschließend Vermessungsarbeiten durchgeführt werden können. Danach wird das Gelände für den Bau eines innenstadtnahen Parkplatzes hergerichtet, in dem diverse Keller- und Hohlräume sowie Brunnen verfüllt werden. Zum Schutz der noch im Erdboden befindlichen Gründungsreste der ehemaligen Klosteranlage der Magdalenerinnen in Altenburg werden diese vorsichtig mit einem Geotextil abgedeckt und eine separate Sandschicht aufgebracht, bevor die eigentliche Verfüllung erfolgt. „Das heißt aber auch, dass wir einen Zeitraum haben werden, in dem es nicht so schön aussieht“, sagt OB Wolf.

Die aufwendigen Arbeiten zur Herrichtung des Grundstücks werden laut Stadtverwaltung voraussichtlich bis zum Oktober dieses Jahres dauern. Die dafür veranschlagten Gesamtkosten betragen aktuell rund 160 000 Euro. Dass die Stadt die Baumaßnahme trotz angespannter Haushaltslage finanzieren kann, ist erneut der Städtebauförderung zu verdanken. Aus dem Stadtumbauprogramm Aufwertung tragen der Bund und der Freistaat Thüringen jeweils ein Drittel der Kosten. Vom gemeindlichen Mitleistungsanteil der Stadt in Höhe von ebenfalls rund 33 Prozent übernimmt der Freistaat Thüringen weitere rund 18 Prozent. Durch diese Anerkennung als strukturwirksame Maßnahme beträgt der städtische Anteil letztlich 15 Prozent. „Das“, erklärt Wolf nicht ohne Stolz. „ist keine Selbstverständlichkeit.“

Von Thomas Haegeler

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