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Altenburg Altenburg spendiert Grundschule Karolinum Frischzellenkur für 3,3 Millionen Euro
Region Altenburg Altenburg spendiert Grundschule Karolinum Frischzellenkur für 3,3 Millionen Euro
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16:37 06.04.2018
Das Gebäude der Altenburger Grundschule Karolinum am Hospitalplatz wird ab Montag für über drei Millionen Euro komplett saniert. Quelle: Mario Jahn
Altenburg

Seit Jahren spricht man in Altenburg darüber, nun geht es wirklich los: Die Grundschule Karolinum wird saniert. Pünktlich zum Ferienbeginn am Montag verwandelt sich der Gebäudekomplex am Hospitalplatz in eine Großbaustelle. Bis August 2018 soll das traditionsreiche Haus, das 1909 als Mädchenschule eröffnet worden war, für rund 3,3 Millionen Euro rundum erneuert und umgebaut werden – zum Großteil bei laufendem Schulbetrieb.

„Ich freue mich besonders für das Karolinum“, sagte Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) bei der gestrigen Presserunde vor Ort. „Schließlich habe ich als kleiner Junge hier Appelle erlebt und acht Jahre meines Schullebens verbracht.“ Zudem habe das Karolinum eine große Geschichte, sei aufgrund der Schülerzahlen nachhaltig gesichert – und es sei immer wieder investiert worden. So wurden in den vergangenen Jahren die Aula, das Dach und der Schulhof erneuert.

Doch auch die millionenschweren Maßnahmen konnten und können nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Haus, das im Zweiten Weltkrieg als Lazarett diente und in der DDR Polytechnische Oberschule war, in die Jahre gekommen ist. Da fällt der Putz von der Fassade. Der Turnhalle fehlt es an Umkleiden und der Zustand der Sanitäranlagen ist indiskutabel. Ganz zu schweigen vom fehlenden Brandschutz und einem barrierefreien Zugang für Behinderte.

All das soll sich nun binnen 14 Monaten ändern und das Karolinum zur ersten behindertenfreundlichen Schule in Trägerschaft der Stadt Altenburg werden. Damit das gelingt, hat das Land die Grundschule als einzige aus dem Altenburger Land neben dem Helmholtz-Gymnasium in sein Schulinvestitionsprogramm aufgenommen und unterstützt die umfassende Frischzellenkur mit fast zwei Millionen Euro. Den Rest trägt die Stadt, die bei der Planung laut OB Wolf neue Wege beschritten hat, um Kosten zu sparen. Demnach sind die Hälfte der sechs Bauabschnitte von der Verwaltung selbst projektiert worden. „Dafür haben wir extra eine Mitarbeiterin eingestellt“, so Wolf.

Dafür, dass der ehrgeizige Zeitplan eingehalten wird, hat der Rathauschef eine ganz eigene Begründung: Dieser deckt sich mit den Ruhestandsplänen von Dieter Gimpel, Sachgebietsleiter Hochbau. „Damit hat er ein großes Eigeninteresse“, scherzte Wolf. Sonst müsse er eben länger arbeiten.

Sowohl Wolf als auch Gimpel betonten die großen Herausforderungen bei der Sanierung. „Die Bauabschnitte finden parallel zum Schulbetrieb statt“, so der Sachgebietsleiter. „Auch wenn wir die störendsten Innenarbeiten in die Ferien gelegt haben.“ Nach seinen Ausführungen geht es zunächst mit der Fassade der Sporthalle los, wobei die denkmalgeschützten Reliefs erhalten werden sollen. Das soll bis Oktober abgeschlossen sein. Parallel dazu beginnen die Vorbereitung und der Bau des Aufzugs, der in der Mitte des Gebäudes aus Glas angebaut wird, sowie die Arbeiten an der Fassade auf der Schulhofseite. „Die parkseitigen Fassaden sind dann ab März 2018 dran“, so Gimpel.

Im Anschluss werde der Innenausbau (Brandschutz, Behinderten-WC) samt Heizung, Elektrik, Putz- und Malerarbeiten des Hauptgebäudes sowie der Turnhalle (Prallschutz, Sportboden) abgeschlossen. Abgerundet wird das Ganze durch die Gestaltung der Freianlagen. Dabei soll der bei Starkregen überflutete Schulhof einen besseren Abfluss bekommen und auch der Eingangsbereich umgestaltet werden. Dort, wo heute noch Garagen stehen, sind der neue Schulgarten und Sitzbänke für das grüne Klassenzimmer geplant.

Von Thomas Haegeler

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