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Altenburg Altenburg tanzt mit Schallers und singendem Orchester ins neue Jahr
Region Altenburg Altenburg tanzt mit Schallers und singendem Orchester ins neue Jahr
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15:26 03.01.2017
Die Formationstänzer der Tanzsportclubs „Schwarz-Gold“ beim Radetzky-Marsch, der alljährlich das Programm eröffnet. Quelle: Mario Jahn
Altenburg

Wer beschwingt und guter Laune ins neue Jahr starten will, der ist beim traditionellen Neujahrskonzert im Altenburger Landestheater genau richtig. Und weil sich das längst herumgesprochen hat, ist die Veranstaltung am Abend des 1. Januar regelmäßig lange vorher ausverkauft. So erwartete am Sonntag das von der ersten Minute an begeistert mitgehende Publikum erneut ein Strauß aus beschwingten Melodien verschiedener Epochen und Regionen.

Das Programm stand diesmal unter dem Motto „Donnerwetter noch mal!“. Und damit es nicht nur ein Fest fürs Ohr, sondern auch fürs Auge wurde, waren die Tänzerinnen und Tänzer der Tanzschule Schaller beziehungsweise des Tanzsportclubs „Schwarz-Gold“ Altenburg wieder mit von der Partie.

Nicht nur mit Donner und Sturm, sondern mit allen Wetter-Variationen, die die Musik zu bieten hat, begrüßten Kapellmeister Thomas Wicklein und das Philharmonische Orchester Altenburg-Gera das neue Jahr. Wicklein, wieder in Personalunion als Programmgestalter, Moderator und musikalischer Leiter fungierend, hatte erneut etliche Stunden seiner Freizeit investiert, um mit einer launigen und verbindenden Moderation möglichst viel Wissenswertes über die einzelnen Stücke und Komponisten sowie im konkreten Fall übers Wetter zu vermitteln.

Man glaubt gar nicht, wie viele musikalische Stücke es zu diesem Thema gibt. Sei es die „Windsbraut“ von Josef Strauß, das „Donnerwetter“ von Mozart, „Donner und Blitz“ sowie die Sturmpolka von Johann Strauß, der Regentropfen-Walzer von Carl Michael Zierer oder die Polka „Luftig und duftig“ von Eduard Strauß. Und dort, wo zu den insgesamt 13 Tänzen so gar kein Wetterstück zu finden war – wie beispielsweise für den Tanz der kleinen Schwäne aus Tschaikowskis weltberühmten Ballett „Schwanensee“ – wusste sich Wicklein ganz geschickt aus der Affäre zu ziehen: Er informierte das Publikum über das aktuelle Wetter in St. Petersburg.

Für den Spiritus Rector des Konzerts ist der Neujahrstag zugleich der stressigste Tag im Jahr. Denn die Veranstaltung findet am Nachmittag in Gera statt, mit einem zu zwei Dritteln anderem Programm. „Dort ist unser Partner der Tanzkreis Brillant, und der zeigt ganz andere Tänze“, begründet Wicklein. Danach heißt es: auf nach Altenburg, schnell unter die Dusche, wieder in den Frack und die Zettel für die Moderation neu sortieren. „Silvesterfeiern gibt es bei mir schon seit 20 Jahren nicht mehr, denn da sitze ich abschließend über meinen Texten“, verrät der 57-Jährige.

Das erste Neujahrskonzert am Altenburg-Geraer Theater gab es im Jahr 1998. Eigentlich wäre das jüngste also das 20. und somit Anlass, das Jubiläum besonders zu feiern. Doch in einem Jahr war es mal ausgefallen und einmal gab es „nur“ ein Operettenkonzert. Sehr zum Verdruss des Publikums, das deshalb auf die Barrikaden ging, als das Neujahrskonzert im Spielplan 2012/2013 völlig überraschend sang- und klanglos verschwunden war.

Helene Schaller (7) bei ihrem ersten großen Auftritt auf der Theaterbühne. Quelle: Mario Jahn

Große Aufregung und große Vorbereitung bedeutet dieses Konzert alljährlich auch für Schallers. Rund 50 Tänzer der Tanzschule sowie des Sportclubs plus Einzelpaare standen diesmal auf der Bühne. „Vor allem für die Kleineren ist das Konzert das Highlight des Jahres, denn sie treten im Theater auf“, weiß Birgit Schaller, die gemeinsam mit ihrer Tochter Henriette für mehrere Choreografien verantwortlich zeichnete. Besonders aufgeregt war in diesem Jahr allerdings Helene Schaller, die Tochter von Henriette. Für die Siebenjährige, die die inzwischen sechste Schaller-Generation verkörpert, war es der erste große Auftritt ihrer „Karriere“.

Ob mit Walzer, Polka, Tango oder dem legendären Cancan – die Tänzer wussten zu überzeugen. Franziska Mahn und Lutz Arnold sowie Charlotte Bauer und Julius Schade heimsten für ihre Soli viel Beifall ein. Lutz Arnold als Hahn im Korb beim Cancan ist übrigens seit dem ersten Neujahrskonzert in dieser Rolle zu erleben. Hut ab. Gleiches gilt für das gut aufgelegte Philharmonische Orchester, das bei der Sturmpolka erstmals sogar singend zu erleben war.

Neu in der Geschichte dieser beliebten Veranstaltung war außerdem der Auftritt von Theater-Geschäftsführer Volker Arnold, der beste Wünsche zum neuen Jahr übermittelte. Eine schöne Geste. Wenn dann auch noch ein paar Blümchen auf der kahlen Bühne gestanden hätten, wäre die Sache perfekt gewesen.

Von Ellen Paul

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