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Altenburg Altenburg verbessert Hochwasserschutz am Großen Teich
Region Altenburg Altenburg verbessert Hochwasserschutz am Großen Teich
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19:40 04.12.2016
Jörg Pölitz bei Montagearbeiten an einem der drei neuen Schieber an der Wehrschwelle des Großen Teiches in Altenburg. Quelle: Ronny Seifarth
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Altenburg

Wenig Aufwand, viel Wirkung: Dieser Tage haben Spezialisten im Auftrag der Stadt Altenburg die Wehrschwelle des Großen Teichs durchbohrt. Dank der drei neuen Löcher mit Durchmessern von 20 und 30 Zentimetern kann das Wasser nun schneller Richtung Kleiner Teich fließen und abgelassen werden. Ein wichtiges Puzzleteil, um den Hochwasserschutz der Skatstadt zu erhöhen und den Teich besser zu reinigen.

„Durch Schieber kann der Wasserspiegel künftig binnen zwölf Stunden um 30 Zentimeter heruntergefahren werden“, erklärt der zuständige Rathaus-Mitarbeiter Jürgen Stemmler. „Bei zehn Hektar Fläche macht das 30 000 Kubikmeter mehr Stauraum.“ So könne man das Gewässer etwa bei Wetterwarnungen vor Starkregen zeitnah durch Ablassen der entsprechenden Wassermenge zielgerichtet entlasten. „Das erhöht die Hochwassergefahr im Zentrum oder in Rasephas nicht.“ Zugleich könne man die abgelassene Menge dann wieder im Großen Teich speichern und so ein Überschwemmen durch die Blaue Flut verhindern.

Um die Karpfen im Großen Teich muss sich dabei aber niemand sorgen. „Die schwimmen ohnehin gegen den Strom und werden deshalb nicht herausgespült“, sagt Fachmann Stemmler. „Und selbst wenn sie man durchkommen, landen sie erst einmal im Kleinen Teich.“ Insgesamt könne man einen Meter des normalen Wasserspiegels von 1,70 Metern ablassen, ohne die Fische zu gefährden.

Das ist bereits geschehen, weshalb der Große Teich derzeit seinem Namen alles andere als gerecht wird. Doch der derzeit extrem niedrige Wasserstand hat noch einen anderen Sinn. Denn dieser ermöglicht es auch, das Gewässer über den Winter trocken stehen zu lassen. Früher reichte der Abfluss nicht, um den Großen Teich einmal richtig zu entwässern. Das muss aber sein, weil er sonst zu stark verschlammt.

Ursprünglich waren die Bohrungen aber schon eher geplant. „Voriges Jahr haben wir es nicht geschafft, weil wir den Großen Teich nicht mehr schnell genug leer bekommen haben“, begründet Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) diesen Umstand. „Das geht nun relativ einfach und schneller und wir haben einen zusätzlichen Wasserpuffer, um die Blaue Flut entlasten zu können.“ Die Löcher samt Schieber seien „eine pragmatische Lösung mit geringstem Kostenaufwand und eine hocheffektive Sache“. Zudem sei es manuell machbar, weshalb man nicht von Strom abhängig sei.

Die Kosten für die Arbeiten an der Wehrschwelle des Auslaufbauwerks summieren sich laut Stadt voraussichtlich auf rund 20 000 Euro. Das ist in etwa ein Zehntel einer technisierte elektronischen Lösung, die eine Firma ursprünglich angeboten hatte.

Von Thomas Haegeler

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