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Altenburg zieht weniger Geld aus eigenen Firmen Ewa und Kommuna

Kommunalfinanzen Altenburg zieht weniger Geld aus eigenen Firmen Ewa und Kommuna

Die Stadt Altenburg muss mit weniger Einnahmen aus ihren Firmen leben. Zwar steigerte das Bestattungsinstitut Kommuna seinen Gewinn leicht, aber der Kauf der Bäder drückt das Ergebnis der Energie- und Wasserversorgung. Somit kommen statt 2,3 Millionen Euro wie im Vorjahr nun nur noch 1,23 Millionen Euro ins Stadtsäckel. Ein Trend, der sich fortsetzen wird.

Der Kauf des Südbads und der Schwimmhalle drückt auf das Ergebnis der Altenburger Energie- und Wasserversorgung – und schmälert städtische Einnahmen.

Quelle: Mario Jahn

Altenburg. Die Stadt Altenburg bekommt dieses Jahr deutlich weniger Geld von ihren Firmen. Spülten die in den Stadtwerken gebündelten Energie- und Wasserversorgung Altenburg (Ewa) und das Bestattungsunternehmen Kommuna im vergangenen Jahr unterm Strich noch insgesamt 2,3 Millionen Euro ins Stadtsäckel, sind es jetzt nur noch 1,23 Millionen Euro. Hauptgrund, warum sich der Betrag nahezu halbierte, ist der Kauf von Schwimmhalle und Freibad durch die Ewa. Dafür legen die Stadtwerke nun etwas mehr als eine Million Euro zurück, die den eigentlichen Gewinn von 2,28 Millionen schmälert.

Trotz halbierter Summe für den städtischen Haushalt bezeichnet Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) diese Gelder als „enorm wichtig“. „Das sind Einnahmen, mit denen wir Investitionen tätigen“, erklärte der Rathaus-Chef. „Sie sinken zwar jetzt durch den Kauf der Bäder, aber es rechnet sich langfristig, weil wir weniger Personal bezahlen müssen und die Unterhaltungskosten wegfallen.“ Das war auch Sinn und Zweck der Übung. An die Stadt zu überweisen ist der übrig gebliebene Gewinn übrigens bis zum 9. Dezember.

Die Bilanz zeigt, dass allein die Ewa mit 2,51 Millionen Euro nach Steuern im vergangenen Jahr knapp eine halbe Million Euro weniger erwirtschaftete als 2014. „Trotz einer im Vergleich zum Vorjahr erhöhten Energieverkaufsmenge, welche jedoch die geplanten Mengen aufgrund temperaturbedingter Abweichungen zum Normaljahr unterschritt, und einer einkaufspreisseitig deutlich verbesserten Marge sank das Betriebsergebnis deutlich“, heißt es im Jahresabschluss. „Wesentlicher Grund hierfür waren neu gebildete Drohverlustrückstellungen, welche für die ab 1. Januar 2016 übernommenen Bäderbetriebe zu bilden waren. Die vorgenannten Einflussfaktoren führten zu einer Unterschreitung der Planumsätze um 5 Prozent und des Planergebnisses um 23 Prozent.“

Das heißt, dass man trotz geringerer Einkaufspreise an den Energiebörsen und zum Teil gestiegener Absätze die zu erwartenden Verluste durch die Bäder nicht ausgleichen konnte. „Zum einen bereitet uns der zunehmende Wettbewerb Probleme“, erklärte Ewa-Chef Anton Geerlings dazu. „Zum anderen müssen wir die Verluste der Bäder, die bei etwa 600 000 Euro liegen, kompensieren.“ Das gehe nicht ohne Einschnitte beim Gewinn ab.

Ein Trend, der sich fortsetzen wird. Schließlich will und muss man auch weiterhin in Netze und Personal investieren. Über 8,6 Millionen Euro plant man dafür allein in diesem Jahr. Dennoch rechnet die Ewa allen Schwierigkeiten zum Trotz für 2016 mit einem in etwa konstant bleibenden Umsatz von knapp 42 Millionen Euro und um die 2,5 Millionen Euro Gewinn. Danach könnte dieser aber bis auf 1,6 Millionen Euro sinken.

Ähnlich sieht es beim Bestatter Kommuna aus. Die zweite Firma unter dem Stadtwerke-Dach weist für 2015 ein Plus von knapp 315 000 Euro nach Steuern aus, was fast 43 000 Euro mehr sind als im Jahr zuvor. „Das Unternehmen konnte wieder einen stabilen Gewinn erzielen, was hauptsächlich durch Kostendisziplin möglich wurde“, erklärte Geschäftsführerin Kerstin Illing. Zudem verweist sie darauf, dass man den Marktanteil von beurkundeten Sterbefällen auf nunmehr 55,4 Prozent steigern konnte. In Zukunft rechnet aber auch sie mit „einem leicht sinkenden Ergebnis“, was an „weiter steigenden Kosten“ liege.

Angesichts dessen wundert es wenig, dass die Stadtwerke ihrem Gesellschafter für dieses Jahr eine Ausschüttung von 2,4 Millionen Euro in Aussicht stellen. Bis 2020 wird diese laut Prognose jedoch auf eine Millionen Euro schrumpfen. Sieht also ganz so aus, als müsste die Stadt Altenburg künftig den Gürtel noch enger schnallen.

Von Thomas Haegeler

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