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Altenburger Aktionstag zeigt Alternativen zu Drogen

Kinder stark machen Altenburger Aktionstag zeigt Alternativen zu Drogen

Die Premiere des Familien-, Spiel- und Sportfestes in Altenburg ist ein Erfolg geworden. Der von Kreissportbund, SV Medizin und Altenburger Stadtverwaltung am Sonnabend im Problem-Stadtteil Nord veranstaltete Aktionstag zog rund 1000 Besucher an und zeigte unter anderem mit einem Parcours der „Kinder-stark-machen“-Tour Alternativen zu Drogen auf.

Im Rahmen des Sport- und Spieletages und der Kinder-stark-machen-Tour spielen in Altenburg Kinder gegen Erwachsene.

Quelle: Mario Jahn

Altenburg. In ein kunterbuntes Erlebnisland der besonderen Art hatte sich am Sonnabend das Freigelände hinter der Walter-Pesek-Halle in Altenburg-Nord verwandelt. Hierher luden der Kreissportbund (KSB), der SV Medizin sowie die Altenburger Stadtverwaltung zu einem Spiel- und Sporttag für die ganze Familie ein. „Bewusst haben wir den Stadtteil Altenburg-Nord für die Premiere des Familien-, Spiel- und Sportfestes ausgewählt“, erklärte KSB-Sportjugendkoordinatorin Anja-Maria Leibold. Denn Nord sei nun mal der Stadtteil mit den größten sozialen Problemen. „Wir wollen mit der Aktion die Vielfalt der Möglichkeiten zeigen, die der Sport für eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung vor Ort bietet.“

Besonders stolz war die Cheforganisatorin auf die Tatsache, dass für dieses Fest auch das Drogenpräventionsteam von „Kinder stark machen“, einer Aktion der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, mit seinem Erlebnisland gewonnen werden konnte. „Wir hatten die schon im vergangenen Jahr eingeladen“, so Leibold. „Aber da hat es nicht geklappt, da dieses Projekt sehr nachgefragt ist, und vorwiegend in größeren Städten Station macht. Dass es jetzt geklappt hat, macht uns stolz und glücklich.“ Die speziellen Spielangebote kamen sehr gut an: Schon kurz nach der offiziellen Eröffnung herrschte ordentlich Gewusel auf dem Areal. Das wurde nur kurz durch einen Gewitterguss unterbrochen, um gleich danach wieder ungemindert einzusetzen.

Die Offerten waren reizvoll und forderten die ganze Familie. Beispielsweise gab es da einen Vertrauensparcours, in dem auch Benjamin und Marcel probierten. Dass die beiden 13-jährigen besten Freunde sich tatsächlich gegenseitig vertrauen können, bewies ihre Runde durch die Hindernisstrecke, die der ein Tablett mit Bechern balancierende Marcel ohne große Fehler und Wackler meisterte. Das gelang freilich nur dank der Kommandos seines Freundes. Denn Marcel trug eine blickdichte Brille.

„Neben der Tour waren auch verschiedene Sportvereine, die sich hier in Nord engagieren, sofort mit im Boot“, sagte die KSB-Jugendverantwortliche weiter. So gaben neben dem SV Medizin auch die Judoka und Kicker von Einheit sowie die Basketballer vom Altenburger BC Kostproben ihres Könnens. „Sportliche Betätigung ist ja ein probates Mittel, damit Kinder und Jugendliche den vermeintlichen Verlockungen von Drogen widerstehen und immun werden“, so Leibold.

Vor allem am Nachmittag herrschte dann auf dem weitläufigen Areal ein reger Andrang, als etwa die Promotion-Tour der Thüringenrundfahrt der Frauen Station an der Halle machte und später eine Disko den Tag abrundete. Bemerkenswert war ebenfalls, dass etliche Flüchtlingsfamilien, die zahlreich in Nord untergebracht sind, bei dem Fest vorbeischauten und einträchtig neben „Ur-Nördlern“ ein paar spannende wie unterhaltsame Stunden erlebten. „Solche Aktionen dienen eben auch der Integration“, meinte Leibold. „Auf jeden Fall wollen wir solche Aktionstage regelmäßig durchführen. Ob immer in Nord und in welchem Rahmen die stattfinden, müssen wir aber noch sehen.“

Das sieht der Geschäftsführer des KSB, Ulf Schnerrer, genauso: „Wir werden das wieder machen. Dazu hat uns auch das Team von Kinder stark machen ermuntert, wenngleich nicht klar ist, ob es auch im kommenden Jahr mit einer Bewerbung klappt.“ Alles in allem seien um die 1000 Neugierige da gewesen. „Für eine Premiere ist das ganz ordentlich, wenngleich wir uns ein paar mehr gewünscht hätten. Aber da hat uns wohl auch das launische Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht.“

Von Jörg Wolf

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