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Altenburg Altenburger Ausnahmetalent Lukas Wank geht ab August für Zweitligist Jena auf Korbjagd
Region Altenburg Altenburger Ausnahmetalent Lukas Wank geht ab August für Zweitligist Jena auf Korbjagd
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18:40 06.03.2014
Altenburg/Jena

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Keine Frage: Der 17-Jährige ist ein Ausnahmetalent. Glaubt man seinen Trainern, ist für den 1,98 Meter großen Flügelspieler sogar noch mehr möglich als die zweithöchste Spielklasse Deutschlands.

Lukas Wank muss sich in den vergangenen Jahren wie auf der Überholspur gefühlt haben. Angefangen hat alles erst vor knapp vier Jahren in einer schulischen Basketball-AG. Über seinen damaligen Sportlehrer kam er zum Altenburger Basketball Club. Dort fand er schnell in die bestehende Mannschaft. In der Saison 2011/2012 spielte er nach ein paar Monaten im Verein mit gerade einmal 14 Jahren erstmals in der Thüringer Landesliga U19. Und hier machte er den nächsten Schritt, übernahm Verantwortung, entwickelte sich spielerisch weiter und wurde am Ende mit knapp 13 Punkten pro Partie zweitbester Werfer der Skatstädter - und das in seiner ersten Saison.

Vor einem Monat ist Lukas Wank gerade einmal 17 Jahre alt geworden und ab August wird er in der 2. Basketball-Bundesliga spielen. Großen Anteil an dieser rasanten Entwicklung hatten seiner Meinung nach die beiden Altenburger Trainer Ronny Funke und Patrick Quaas. "Durch Patrick habe ich gelernt, was Disziplin, wie wichtig die ganze Mannschaft ist und dass man immer Spaß am Sport haben soll", erzählt der Korbjäger. "Ronny hat mich immer wieder beiseite genommen und individuell mit mir gearbeitet. Darüber hinaus hat er mir beigebracht, nicht nur im Sport, sondern auch in der Schule alles zu geben. Das war und ist mir sehr wichtig."

Beide Coaches erkannten schnell sein Potenzial, sahen, dass Lukas noch sehr weit kommen kann. Dies blieb auch dem Thüringer Basketball-Verband (TBV) nicht verborgen. Bei einem Schulturnier (Jugend trainiert für Olympia) in Greiz sah Landestrainer Torsten Rothämel den schlacksigen Flügelspieler zum ersten Mal und war sofort beeindruckt. Es folgte ein Angebot zum Probetraining in Jena. "Ich war total überrascht", sagt Lukas über diesen ersten Kontakt. Die Saison spielte Lukas in Altenburg zu Ende und entschied sich anschließend, nach Jena zu gehen. Damit verlor der Altenburger BC nicht zum ersten Mal ein großes Talent. Doch wie in der Vergangenheit legte der Verein dem Spieler keine Steine in den Weg, war im Gegenteil froh, solch einen Spieler gefördert zu haben.

Seit September 2012 spielt der Skatstädter bei Science City Jena. Begonnen hat er dort ebenfalls in der U19-Landesliga. Auch hier entwickelte er sich gleich zum Leistungsträger, erzielte über 20 Punkte pro Spiel. Zusätzlich wurde er ins Jugend-Basketball-Bundesliga-Team (U16) berufen. "Das Niveau war sehr hoch, ich war der Neuling, aber ich wusste, dass ich es schaffen kann", erinnert sich Lukas an die erste Jenaer Spielzeit.

In der laufenden Saison fährt Lukas zweigleisig. In der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga U19 (NBBL) ist er mit knapp 13 Zählern pro Partie zweitbester Scorer seines Teams. Zudem sammelt er bereits Erfahrungen im Männerbereich in der 2. Regionalliga. Auch hier bildet er eine tragende Säule der Mannschaft, die in der fünften Liga auf dem zweiten Tabellenplatz steht. Die Thüringer beherrschen diese Spielklasse mit Spitzenreiter BC Erfurt und dem Dritten BIG Gotha II.

Ab Sommer und damit der Saison 2014/2015 folgt der nächste große Schritt. Nach seiner guten Entwicklung in der ersten Saisonhälfte dieser Spielzeit haben die Trainer aus dem Leistungsbereich und letztlich Björn Harmsen, Coach der Zweiliga-Mannschaft, entschieden, Lukas für das erste Herrenteam zu nominieren. Einer dieser Trainer ist ebenso ein ehemaliger Altenburger. Oliver Golla trainiert das Regionalliga-Team und ist von der Entwicklung des Talents ebenso fasziniert. "Lukas ist echt der Hammer", sagt der Coach. "Er bringt so viel mit. Hinzu kommt dann noch sein Willen, immer besser zu werden. Es macht einen Riesen-Spaß, solche Spieler zu trainieren." Auch Landestrainer Rothämel findet nur positive Worte: "Er ist ein Naturtalent. Noch viel wichtiger aber ist, dass er von Tag zu Tag hart an sich arbeitet, um noch besser zu werden."

Für seine weitere Entwicklung herrschen in Jena mit den verschiedenen Mannschaften und der Sportschule gute Voraussetzungen. "Wenn sich Lukas kontinuierlich weiterentwickelt, kann aus ihm ein guter Pro-A-Spieler und vielleicht sogar ein Erstliga-Spieler werden", sagt Rothämel. Lukas selbst bleibt bodenständig, sieht sich in den kommenden Jahren in Jena. "Ich habe ja einen Vertrag unterschrieben, also gebe ich hier weiter alles. Was danach oder vielleicht dazwischen kommt, ist offen."

In naher Zukunft stehen die Playoffs der NBBL und das Thüringer Pokalfinale mit der Regionalliga-Mannschaft in seiner Heimat - der Altenburger Wenzelhalle - auf dem Programm. "Wir stehen ja gut da im Pokal, na klar will ich gern im Finale in Altenburg dabei sein", sagt der 17-Jährige und freut sich. Höchste Priorität hat aber die NBBL. Der Gegner in den Meisterschaftsspielen heißt Cybex Urspring aus Baden-Württemberg, immerhin Titelverteidiger. "Das ist echt ein harter Brocken, aber wir haben viel zu hart trainiert, um einfach so auszuscheiden. Ich bin erst einmal zufrieden, habe aber schon die nächsten Ziele." Man darf also gespannt sein, wie Lukas' Geschichte in den nächsten Jahren weitergeht.

René Reichwagen

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