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Altenburger Bartholomäikirche ist wieder schick

Gemeinde blickt großem Jubiläum entgegen Altenburger Bartholomäikirche ist wieder schick

Seit 2012 haben sich in der Bartholomäikirche die Bauarbeiter förmlich die Klinke in die Hand gegeben. Jetzt liegt die rund zwei Millionen Euro teure Sanierung in den letzten Zügen. Zum Reformationsjubiläum am 31. Oktober soll das Gotteshaus in neuem Glanz ebenso übergeben werden wie das neue Spalatindenkmal.

Wird zum Reformationsjubiläum am 31. Oktober in neuem Glanz übergeben: die Bartholomäikirche in Altenburg.

Quelle: Mario Jahn

Altenburg. Nicht nur der geschäftsführende Pfarrer der evangelischen Kirchgemeinde Altenburg, Sandro Vogler, fiebert dem 31. Oktober 2017 entgegen. Denn dann wird auch in der Skatstadt das 500. Jubiläum der Reformation groß gefeiert. „Dann wird vor der komplett sanierten Bartholomäikirche das rund zwei Meter große Denkmal von Georg Spalatin eingeweiht, der in Altenburg als Superintendent wirkte und enger Freund Luthers und zugleich als Steuermann der Reformation gilt“, so der Pfarrer.

Die Finanzierung des Denkmals – in einer abgespeckten Variante immer noch rund 38 000 Euro – steht und der Bronzeguss erfolgt derzeit in Dresden. „Das ist nur dank vieler Spenden aus unserer Kirchgemeinde sowie von anderer Seite gelungen“, dankt Vogler. Er erwähnt in diesem Zusammenhang die Sparkassenstiftung sowie die Spende aus Spalt, dem Geburtsort Spalatins in der Nähe von Nürnberg.

Dass man am 31. Oktober das derzeit einzige Denkmal vor dem Gotteshaus aufstellt, das eine konkrete Person zeigt und würdigt, mache einen auch stolz, wie der Gottesmann bekennt. Aber beileibe soll dieser Spalatin dort nicht einsam und entrückt stehen, sondern die Menschen zum Nachdenken animieren. „Weshalb er allen Betrachtern auch nicht auf einem überhöhten Sockel, sondern sozusagen auf Augenhöhe daher kommt.“ Zudem werde er voranschreitend dargestellt, also Fußstapfen hinterlassend. In die man sozusagen treten kann. Denn die Gedanken der Reformation haben bis zum heutigen Tag uneingeschränkte Gültigkeit.

Doch Spalatin in Bronze wird nur ein Mosaikstein der Feierlichkeiten zum Reformationsjubiläum am letzten Tag im Oktober sein. Schon seit fünf Jahren laufen die Vorbereitungen für dieses gewichtige Jubiläum. In Altenburg wurden mehrere Ausstellungen rund um Luther und explizit Spalatin zusammengestellt. Und die hiesige Kirchgemeinde beging sozusagen den Countdown hin zu diesem 31. Oktober mit einer ganzen Reihe hochkarätig besetzter Veranstaltungen. Die Sonntagsreden beispielsweise, in denen sich Prominente wie Ministerpräsident Bodo Ramelow, die Grünen-Bundestagsfraktionschefin Katrin Göring-Eckardt oder Margot Käßmann ihre ganz eigenen Gedanken rund um das Thema Reformation und persönliche Erlebnisse damit machten. „Da war die Bartholomäikirche immer gut gefüllt“, so Vogler.

Am 31. Oktober steht das große Finale bevor. „Wir feiern am Reformationstag einen großen Festgottesdienst, auf den ich mich schon freue“, sagt Vogler. Dann können die Besucher auch die komplett fertig sanierte „Bart“ bestaunen. Das 1443 errichtete und mehrfach umgebaute Gotteshaus hat als älteste Stadtkirche Altenburgs in der seit 2012 laufenden Lutherdekade eine Generalsanierung erhalten.

Das ist auch für Dr. Karlheinz Kühn ein Festtag. Als Bauverantwortlicher in der hiesigen Kirchgemeinde hat er die dann realisierten sechs Bauabschnitte hautnah mitbegleitet. Wie auch der damalige geschäftsführende Pfarrer Reinhard Kwaschik und Ariane Schramm, die die gesamte Bürokratie wie Fördermittelanträge und ähnliches übernahm. Für alle drei wird der 31. Oktober schon aus diesem Grund „ein Festtag“, so Kühn. Seit 2013 wurden in das Projekt insgesamt rund zwei Millionen Euro verbaut. „Überwiegend Fördermittel, aber etliches haben auch wir als Kirchgemeinde realisiert. Und da gab es so manche Überraschung, dass man jetzt auch froh ist, dass gestemmt zu haben.“

Derzeit laufen noch die Arbeiten am sechsten Bauabschnitt, bei dem der Turmsockel und die Eingangsbereiche hergerichtet werden. „Und da knien sich alle nochmals richtig rein und fahren sogar Sonderschichten, damit alles pünktlich fertig ist“, so Kühn.

Von Jörg Wolf

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