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Altenburger Bauernmarkt zieht bei strahlendem Sonnenschein Jung und Alt in die Stadt

Altenburger Bauernmarkt zieht bei strahlendem Sonnenschein Jung und Alt in die Stadt

Das Gewimmel auf Altenburgs Hauptmarkt war beachtlich, als Samstag Punkt neun Uhr die Jagdhornbläser den offiziellen musikalischen Startschuss gaben.

Altenburg.

 

 

 

 

 

 

 

"Traditionelles mit zahlreichen Angeboten von Erzeugern der Region, ein unterhaltsames Rahmenprogramm und immer mal wieder etwas Neues machen diesen Markt so erfolgreich", meinte Lutz Meyner, als Referatsleiter Ordnung und Sicherheit im Rathaus mitverantwortlich für die Ausrichtung.

Um die 50 Anbieter trafen fast jeden Geschmack. Auch dieser Herbstmarkt hatte wieder einen hohen Schau- und Unterhaltungswert. Vor allem für die Kleinen: Am Altenburger Weibermarkt war der sechsjährige Alex beispielsweise in den riesigen Führerstand eines Traktors geklettert. Schwere Landtechnik der Gegenwart und der Vergangenheit gehörte zu den immer dicht umlagerten Attraktionen.

Zurück von der großen "Ausfahrt" zog es den Knirps gleich in die gegenüberliegende Moritzstraße: "Färde" hatte der Junge dort von seinem hohen Standort bemerkt. Und tatsächlich: Islandpferde waren eine neue Attraktion des diesjährigen Marktes, die von vielen gleich inspiziert werden mussten. Doch in der Abteilung "tierisch" gab es noch mehr zu staunen. Immer dicht umlagert waren die Alpakas aus Altmöbitz. "Ganz weich", staunte Alex, nachdem er vorsichtig das Fell des vom Trubel scheinbar unbeeindruckten Tieres berührt hatte. "Stimmt", konnte Julia Fischer nur bestätigen. Mit Heiko Fischer züchtet die junge Frau die hierzulande noch recht exotisch wirkenden Tiere. "Eben wegen dieser weichen und vor allem gesunden Wolle, die auch für Allergiker sehr gut verträglich ist", meinte die junge Frau, die übrigens gleich das Handwerk präsentierte: An einem Spinnrad verarbeitete sie die Wolle zu Garn.

Auf dem Markt war ein Durchkommen schon beizeiten schwer möglich. "Bald wird es hier richtig eng", ahnte Lutz Meyner. Tatsächlich: Die Leute strömten in die Stadt, um zu sehen, zu probieren und natürlich um zu kaufen. Und je näher die Mittagszeit rückte, desto mehr Trubel herrschte. Auch zahlreiche Auswärtige, das zeigten die Autokennzeichen in der völlig zugeparkten City, nutzten die Gelegenheit zum Marktbesuch. "Das ist jedes Jahr ein Muss für uns. Im Frühjahr wie im Herbst. Weil hier eben alles noch schön komprimiert ist und auch unterhalten wird", sagte Gerd Müller aus Leipzig, ehe er ordentlich mit Tüten bepackt weiterzog. Der Rentner hatte gut damit zu tun, seine Enkelin Vanessa zu zähmen. Erst hatte die Kleine ausgelassen mit anderen Kindern in der großen Strohpyramide getobt. Dann, als sie noch leicht außer Atem in die Moritzstraße einbog, stockte dem Mädchen fast der Atem: "Lebende Tiere zum Anfassen!"

Gleich nebenan dengelten die Futterschroter weithin hörbar in ihren herrlichen Malchertrachten ihre Sensenblätter. Sie mussten sich über mangelnden Zuspruch nicht beklagen. Im Gegenteil. "Manche kommen sogar extra mit ihren Sensenblättern bei uns vorbei, um sie hier dengeln zu lassen", erzählte Karl Heymann. Seit der Premiere der Bauernmärkte gehören die Futterschroter dazu. "Immerhin lassen wir ja landwirtschaftliche Traditionen weiterleben", meinte Heymann.

Mittags zogen dann die verschiedensten Düfte verführerisch über den Markt - es war sozusagen angerichtet. Altenburgs gute Stube hatte sich in einen riesigen Freisitz verwandelt. "Das hielt bis zum Schluss gegen 17 Uhr. Das schöne Wetter tat sein Übriges dazu. Wir hatten richtig Probleme, die Leute zum Gehen zu bewegen", so Meyner.

Einziger Wermutstropfen: Gegen Marktende hatten vermutlich Kinder auf der Pyramide aus Strohballen mit Scheren oder Messern etliche Verschnürungen der Ballen zerschnitten. "Auf einmal hatten wir einen Riesenberg an losem Stroh auf dem Markt. Das wegzuräumen war viel Arbeit. Zum Glück waren Landwirte mit schwerer Technik da", meinte Meyner. Unbekannt sind zwar die vermutlich jungen Täter. "Aber hier muss man auch an die Eltern appellieren, besser auf die Kinder aufzupassen und sie im Auge zu behalten, damit bei späteren Märkten so etwas nicht nochmal passiert", so Meyner.

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