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Altenburger Baustelle wirft Fragen auf

Johannisvorstadt Altenburger Baustelle wirft Fragen auf

In Hans-Jürgen Lenks Brust schlagen zwei Herzen. Zumindest, wenn der 73-Jährige vor sein Haus tritt und die Baustellen sieht. Prinzipiell freut sich der Gründer der Altenburger Dienstleistung und Service GmbH (Aldus), dass der Flickenteppich im Johannisgraben wieder zur Straße wird. Doch es gibt auch Dinge, die ihn stören.

Gerade einmal zwei Leute arbeiten auf der Baustelle in der Johannisvorstadt in Altenburg, so dass der dortige Parkplatz erst Ende Oktober fertig wird.

Quelle: Thomas Haegeler

Altenburg. In Hans-Jürgen Lenks Brust schlagen zwei Herzen. Zumindest, wenn der 73-Jährige vor sein Haus tritt und die Baustellen sieht. Prinzipiell freut sich der Gründer der Altenburger Dienstleistung und Service GmbH (Aldus), dass der Flickenteppich im Johannisgraben wieder zur Straße wird. Und auch den Bau des Parkplatzes an der gegenüberliegenden Ecke Johannisvorstadt/Zeitzer Straße begrüßt er angesichts der Stellplatznot rings um Goldenen Pflug und Tanzschule Schaller. Was Lenk aber stört, ist die Planung und Koordination der Projekte, die die Parkplatzsituation weiter verschärft.

„Als beschlossen wurde, dass der Parkplatz gebaut wird, war bekannt, dass schon 30 Stellplätze durch die Baustelle im Johannisgraben weggefallen sind. Und nun fehlen weitere zehn“, stellt der Unternehmer kopfschüttelnd fest. Dabei habe er Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) auf einer Einwohnerversammlung gefragt, ob durch den Bau weitere Stellplätze verloren gehen. Das sei nicht vorgesehen, habe der Rathauschef geantwortet. „Nun ist aber die Zeitzer Straße bis Ende Oktober komplett gesperrt.“ Daher interessiere ihn, warum es nun anders gekommen sei.

Zudem fragt Lenk sich, warum die Straße voll gesperrt werden musste. „Halbseitig hätte gereicht. Oder eben nur von früh bis abends“, sagt der Altenburger. „Damit wäre den Anwohnern schon geholfen. Aber der OB redet mit niemandem und sucht keine Alternativen.“ Auch die Länge des Parkplatzbaus von drei Monaten findet er übertrieben. „Dort arbeiten nur zwei Leute, da muss die Stadt doch Vorgaben machen, dass es schneller geht.“ Als Unternehmer müsse er sich doch auch Gedanken machen. Zu guter Letzt wolle er auch noch wissen, warum der obere Teil des Johannisgrabens im Juni voll gesperrt wurde, obwohl die Steine dafür erst im August kommen.

„Die halbseitige Sperrung und der Entfall der Parkplätze in der Zeitzer Straße waren bereits in der Planung des Bauvorhabens Parkplatz Johannisvorstadt vorgesehen“, erklärte Rathaussprecher Christian Bettels dazu. Die Fläche werde zur Baustelleneinrichtung und zur Materiallagerung gebraucht. „Mit Baubeginn hat sich gezeigt, dass eine größere Fläche benötigt wird, was zur Vollsperrung geführt hat.“ Insofern sei es nicht vorgesehen gewesen. Zudem verwies Bettels darauf, dass eine kürzere Bauzeit immer zu höheren Kosten führe. „Darum muss immer ein sinnvoller Kompromiss zwischen beiden Größen gefunden werden.“

In Sachen Johannisgraben liegt man allerdings exakt im Plan. „Im angesprochenen Bereich haben bereits notwendige Arbeiten wie Kabelverlegungen, Untergrundaufbau und Umsetzung der Beleuchtung stattgefunden, so dass zeitnah mit dem Aufbau von den Gehwegen und der Straße begonnen werden kann“, begründet Bettels die Sperrung seit Juni. „Es finden auch baubegleitend archäologische Untersuchungen statt, deren Zeitbedarf nie genau vorhergesagt werden kann.“

Von Thomas Haegeler

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