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Altenburg Schulleiter der Berufsschule WiSo Altenburg geht in den Ruhestand
Region Altenburg Schulleiter der Berufsschule WiSo Altenburg geht in den Ruhestand
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05:09 01.02.2019
Von Berufsschulleiter zu Berufsschulleiter: Herbert Fechner (rechts) wird von Ralf Herzer von der Johann-Friedrich-Pierer-Schule mit einem Präsent verabschiedet. Quelle: Mario Jahn
Altenburg

Es ist ein herzlicher Abschied, der Oberstudienrat Herbert Fechner, dem Schulleiter der staatlichen Berufsschule für Wirtschaft und Soziales in Altenburg, an diesem Donnerstagnachmittag geboten wird. Aktuelle und ehemalige Kollegen singen und überreichen Rosen mit Sprüchen von einigen der 850 Schülerinnen und Schüler: „Dr. Fechner ist locker und lässig“, steht da zum Beispiel, der Betroffene quittiert das mit einem coolem Lächeln. Für seine „Behutsamkeit und Ruhe“ bedankt sich Sabine Härtel vom Schulamt Ostthüringen bei ihrem Kollegen – er habe „Veränderungen nie implementiert, sondern stets mit feinem Gespür angestoßen“.

Neue Computersysteme und neuer Zusammenhalt

Seit 2015 hat Herbert Fechner die Geschicke der Berufsschule in der Platanenstraße geleitet, seit 2006 war der promovierte Pädagoge stellvertretender und seit 2012 Interimsschulleiter gewesen. In diese Zeit waren so einige Veränderungen gefallen: „Herr Fechner stieß die Erarbeitung der Stunden- und Vertretungspläne auf dem Computer an“, erinnert sich eine Kollegin lächelnd. „Das System verwenden wir heute noch, auch wenn wir das neue schon erwarten.“

Doch auch Veränderungen in einem viel größeren Ausmaß musste Fechner in seiner Amtszeit abfedern: „Seit 2004 wurden fünf verschiedene Schulen hier in diesen beiden Blöcken zusammengelegt. Fünf Kollegien zusammenzuführen, war eine große Herausforderung. Ich glaube, ich habe ein Stück dazu beigetragen, dass wir nun alle gemeinsam an einem Strang ziehen“, sagt der 65-Jährige heute. „Du hast das große Schulschiff mitsamt der Mannschaft mit Verantwortung gesteuert“, bestätigt ihm seine Stellvertreterin Christine Nehrig in ihrer Rede.

Der Kapitän geht nun mit gemischten Gefühlen: „Es ist schon emotional, nach so langer Zeit als Lehrer und auch als Schulleiter zu gehen und Menschen zu verabschieden, mit denen ich jahrelang zusammengearbeitet habe“, beschreibt Herbert Fechner die Abschiedsstimmung.

„Behaltet das Miteinander“

Eine andere Gruppe aber nimmt ihn nun freudig in ihren Reihen auf: Auch ehemalige Kolleginnen im Ruhestand sind am Donnerstag zahlreich zur Verabschiedung gekommen. „Wir gehören jetzt zusammen“, ruft Fechner ihnen dann doch freudig zu und Pläne für die nächste Woche hat er auch schon: „Ich werde in Ruhe meine Geschenke auspacken.“

Seine Amtsgeschäfte wird derweil Stellvertreterin Christine Nehrig übernehmen. Wer die Nachfolge von Herbert Fechner endgültig übernehmen wird, muss noch entschieden werden. „In jedem Fall wünsche ich demjenigen Mut, Kraft und Geschick, um mit all den Problemen umzugehen, die auf einen warten“, sagt der scheidende Schulleiter – und gibt seiner Mannschaft noch einen Rat mit auf den Weg, für dessen Umsetzung er den Boden bereits bereitet hat: „Pflegt die Rituale und behaltet euch euer Miteinander.“

Von Anna Flora Schade

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