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Altenburger Bier wird im kommenden Jahr teurer

Preiserhöhung Altenburger Bier wird im kommenden Jahr teurer

„Wir konnten vier Jahren lang den Bierpreis konstant halten, doch vor dem Hintergrund der allgemeinen Entwicklung ging das nicht mehr“, erklärt Bastian Leikeim,Geschäftsführer der Altenburger Brauerei. Deshalb werden ab 1. Januar die Biere aus seinem Haus teurer werden. Er rechnet mit drei bis fünf Cent pro Flasche. Wieviel genau, sei aber Sache des Handels.

Geschäftsführer und Miteigentümer Bastian Leikeim ist sicher: Wegen maximal fünf Cent mehr pro Flasche Altenburger Bier wird kein Stammkunde verschreckt.

Quelle: Mario Jahn

Altenburg. Das Altenburger Bier wird zum Jahresbeginn teurer. Das bestätigt Bastian Leikeim auf OVZ-Anfrage. Der Geschäftsführer der Altenburger Brauerei rechnet mit drei bis fünf Cent pro Flasche, die letztlich der Kunde mehr zahlen muss. Wieviel genau, sei aber Sache des Handels und dessen eigener Preiskalkulation. Äquivalentes gilt für die Altenburger Fassbiere, die in den Gaststätten und Kneipen der Region ausgeschenkt werden. Als Grund für die Preisanpassung verweist Leikeim auf die allgemeine Kostensteigerung beziehungsweise auf die Inflation.

„Wir konnten vier Jahren lang den Bierpreis konstant halten, doch vor dem Hintergrund der allgemeinen Entwicklung ging das nicht mehr“, erklärt der Brauereiboss die Preiserhöhung zum 1. Januar. In der Branche hätten die Altenburger mit zu den ersten Unternehmen gehört, die auf eine Teuerung ihrer Produkte gedrungen haben. Einen Schritt, den auch die großen Marktführer-Konzerne wie die Bitburger Braugruppe, Krombacher und die Radeberger Gruppe 2018 mitgehen werden.

„Aber wir brauen unsere Biere mit regionalen Rohstoffen. Wir verwenden beispielsweise Malz aus Erfurt oder Hopfen aus Monstab. Damit kosten schon unsere Zutaten mehr“, so der Firmenchef mit Verweis auf das höhere Preisniveau in Deutschland. Dies sei jedoch eine bewusste Entscheidung, betont Leikeim. Auf diese Weise könnten regionale Strukturen erhalten und die Qualitätsstandards gesichert werden. „Das ist letztlich ähnlich, wie wenn der Kunde zum Metzer seines Vertrauens geht. Auch dort sind die Preise etwas höher als im Supermarkt, dafür gibt es garantierte Qualität aus der Region.“

Apropos Supermarkt: Zwar gebe es auch in seiner Branche den Versuch des Preisdiktates von Seiten der Handelskonzerne, doch Bierbrauer könnten sich dem besser erwehren als etwa Milchbauern. „Unser Vorteil ist, wir bringen keine schnell verderblichen Güter auf den Markt. Anders als etwa Milch kann Bier gelagert werden“, sagt Leikeim. Weshalb die Brauerei nicht gezwungen ist, bei Niedrigpreisen zu verkaufen. Auf dem Altenburger Betriebsgelände wurden erst in diesem Jahr neue Tanks zum Bier-Zwischenlagern installiert.

Pro Jahr stellen die derzeit 58 Mitarbeiter im Durchschnitt 145 000 Hektoliter Bier her. Das meiste wird in die markanten Flaschen mit dem Bügel-Verschluss abgefüllt, mit dem Rest werden Gaststätten, Kneipen und Veranstaltungen fassweise beliefert. Auch der Fassbierpreis wird äquivalent ab Januar steigen, kündigt Leikeim an. Wie viele Gastro-Betriebe mit Fassbier aus Altenburg beliefert werden, kann er nicht sagen. „Das liegt ganz einfach daran, dass wir selbst keine Verträge mit Gaststätten schließen, sondern unsere lokalen Händler. Die haben vor Ort die dafür nötige Kompetenz“, erläutert Leikeim.

Zu Absatzzahlen und Bilanz für 2017 will Leikeim sich noch nicht äußern. „Unser Absatz ändert sich wochenweise und ist von vielen Faktoren wie beispielsweise dem Wetter abhängig“, sagt Leikeim und hofft auf einen langen sonnigen Herbst. Die Altenburger Firma, die heute den Leikeim-Geschwistern gehört, stehe als mittelständige Brauerei zwar unverändert gut da und der Geschäftsführer erwartet eine vernünftige Bilanz 2017, „doch ein paar Liter Bier mehr wollen wir schon noch verkaufen.“

Von Jörg Reuter

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