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Altenburg Altenburger Bündnis bespricht Strategie gegen Straftaten
Region Altenburg Altenburger Bündnis bespricht Strategie gegen Straftaten
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04:17 19.03.2019
Auf Einladung von Oberbürgermeister André Neumann (Mitte) kam der kriminalpräventive Rat im Altenburger Rathaus zusammen. Quelle: Ronny Seifarth
Altenburg

Vorbeugen, verfolgen, verurteilen: Mit diesen drei Säulen will der kriminalpräventive Rat in Altenburg künftig Straftaten bekämpfen. Darauf verständigten sich laut Oberbürgermeister André Neumann (CDU) Vertreter von Polizei, Justiz, des Landratsamts, der Klinik für Psychiatrie und von Schulen bei ihrem Treffen Anfang des Monats im Rathaus. Der OB, der das Gremium nach monatelanger Funkstille wegen jüngst gehäuftem Auftreten von Vandalismus, Schmierereien und Einbrüchen wiederbelebt hatte, zeigte sich zufrieden, warnte aber zugleich vor überzogenen Erwartungen. Der Rat will sich – je nach Bedarf – nun mindestens zweimal jährlich treffen und den Teilnehmerkreis erweitern.

Prävention wird mindestens wie bisher fortgesetzt

Die Teilnehmer hätten das nicht öffentliche Treffen im Nachgang als nützlich bewertet, erklärte Neumann. „Es ist von allen als richtig empfunden worden, sich wieder zusammenzusetzen.“ Dabei sei es zuvorderst um eine engere Vernetzung und eine bessere Kommunikation gegangen. „Wir haben beschlossen, dass wir die Maßnahmen zur Drogenprävention an Schulen im gleichen Rahmen fortführen wie bisher oder noch ausbauen“, so der Rathaus-Chef. Als Beispiele nannte er Aufklärung über Wirkungen von Drogen, Gespräche mit Suchtkranken im Unterricht, aber auch interaktive Drogenprojekte wie den Anti-Drogen-Zug „Revolution Train“ oder Therapien. Zudem wurde angeregt, dass sich Lehrer austauschen und wirksame Präventionsprojekte weiterempfehlen.

Verfolgungsdruck soll weiter hoch bleiben

Abgesehen von der Prävention sei aber auch bestätigt worden, dass die Ermittlungsbehörden und die Justiz den Verfolgungsdruck hoch halten, so Neumann. Die Kette aus mehr Kontrollen der Polizei an Kriminalitätsschwerpunkten, raschen Anklagen durch die Staatsanwaltschaft und eine – gegebenenfalls – zügige Verurteilung durch die Gerichte bestehe weiterhin. Nach OB-Angaben kontrolliert die Polizei bereits öfter an bekannten Aufenthaltsorten von Jugendlichen und potenziellen Straftätern, wie dem Bahnhof, im Schlosspark und in der Innenstadt. „Das machen die Beamten ohnehin bei Häufungen“, sagte Neumann. „Aber das allein sorgt maximal für eine Verschiebung des Orts.“

Gremium will Lage nicht dramatisieren

Abgesehen davon seien sich die Fachleute im Rat aber auch einig, das ein Thematisieren der Probleme richtig sei, man die Lage aber nicht dramatisieren sollte, so Neumann weiter. Altenburg sei eine vergleichsweise sichere Stadt, die Zahl der Straffälligen klein. Dennoch will die Stadt Altenburg bei Aufenthaltsorten und Treffpunkten künftig auf einen robusten Charakter und Anlagen achten, die nicht so leicht zerstört werden können. Speziell für das Graffiti-Problem erwägt man zudem, legale Flächen für das Besprühen zu schaffen. „Wir prüfen derzeit, ob das bei der leerstehenden Garagenanlage in der Zwickauer Straße machbar ist“, sagte Neumann.

Die Notwendigkeit für eine Wiederbelebung des Rats sah Neumann, nachdem es zum Beispiel am Teehaus, an der Blauen Flut oder in der Innenstadt immer wieder zu Sachbeschädigungen gekommen war. Zudem ermittelt die Polizei in einer Einbruchserie mit über 20 Fällen.

Von Thomas Haegeler

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