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Altenburger Dealer flog wegen Streits zufällig auf: Fast drei Jahre Haft

Amtsgericht Altenburger Dealer flog wegen Streits zufällig auf: Fast drei Jahre Haft

Aller guten Dinge sind drei. So auch bei Martin K. Der 26-jährige Altenburger kassierte vergangene Woche wegen unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge vorm Amtsgericht eine Haftstrafe von zwei Jahren und neun Monaten. Diese erlaubt es dem Drogen-Dealer und -konsumenten jedoch, seine dritte Therapie anzutreten.

Ein 26-Jähriger wurde vom Altenburger Amtsgericht zu fast drei Jahren Haft verurteilt. (Symbolfoto)

Quelle: Mario Jahn

Altenburg. „Bei der Bemessung des Strafmaßes haben wir berücksichtigt, dass er willig ist, eine weitere Therapie zu machen und dafür bereits eine Bewilligung vom Rentenversicherungsträger hat“, begründete Richter Sandy Reichenbach das Urteil. Auch wenn die ersten beiden Therapien nicht gefruchtet haben, habe man dem Angeklagten diese Chance nicht verbauen wollen. Das sahen Staatsanwaltschaft und Verteidigung genauso und plädierten ebenfalls für ein Strafmaß, das dies erlaube. Dennoch heulte K.s Freundin im Gerichtssaal Rotz und Wasser.

Vielleicht tat sie das auch, weil sie nicht ganz unbeteiligt daran war, dass das „Geschäft“ ihres Freundes im September 2015 aufgeflogen war. Schließlich hatte eine Nachbarin des Pärchens die Polizei gerufen, weil es zwischen beiden lautstarken Streit gab. Beim Einsatz entdeckten die Beamten in der Wohnung dann Marihuana-Häufchen. Daraufhin landete der 26-Jährige in Untersuchungshaft, weswegen er auch in Handschellen vorgeführt wurde.

In der Folge stellte sich heraus, dass K. von Juli bis zu seiner Verhaftung im September vorigen Jahres alle zwei Wochen jeweils 250 Gramm Marihuana entgegengenommen und versucht hatte, es gewinnbringend unter die Leute zu bringen. Davon war auch das Gericht überzeugt. Motivation: eigene Schulden wegen seines Drogenkonsums. Allerdings florierte der Handel nicht wirklich, so dass der Angeklagte bei jeder neuen Lieferung noch etwas zu seinem Auftraggeber zurückbrachte.

„Deswegen waren die fünf Vorfälle rein rechtlich nur als eine Handlung zu werten“, erklärte Reichenbach weiter. Dennoch habe es sich unterm Strich um über ein Kilo Marihuana gehandelt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Von Thomas Haegeler

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