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Altenburg Altenburger Drogendealer kommt mit Bewährung davon
Region Altenburg Altenburger Drogendealer kommt mit Bewährung davon
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19:39 23.01.2012
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Dass er dafür nicht in Haft muss, liegt vor allem an ihm selbst. Er ist nicht vorbestraft und stand auch das erste Mal vor Gericht. Entscheidend bei der Urteilsfindung war für den Angeklagten, dass er über den eigenen Tatvorwurf hinaus erhebliche Aufklärungsarbeit geleistet hatte und mit seinen Aussagen dazu beitrug, den Drahtziehern und Großhändlern den Prozess zu machen.

Jeweils von Altenburg oder Schmölln aus hatte er sich gemeinsam mit einer Bekannten ein Auto gemietet und war ins grenznahe Erzgebirgsdörfchen Cranzahl gefahren. Dazu hatte er zuvor von einem weiteren Bekannten aus Altenburg Bargeld, jeweils um die 20 000 Euro, zum Ankauf in Empfang genommen. In einer dortigen Autowerkstatt wechselten innerhalb von rund 20 Minuten Drogen und Geld ihre Besitzer.

Allerdings nicht immer. Dreimal kam er zu spät, sodass er nicht liefern konnte. Auch dies wirkte sich in der Verhandlung zu seinen Gunsten aus.

Die Drogen gab er dann bei seinen Geldgebern in Altenburg ab und erhielt dafür jeweils 500 Euro. Laut Staatsanwaltschaft müssen es insgesamt drei größere Crystal-Lieferungen mit jeweils 1,5 Kilogramm sowie rund zwei Kilogramm Marihuana gewesen sein.

Die Staatsanwaltschaft forderte für insgesamt sieben bewiesene Fälle eine vergleichsweise geringe Strafe von zwei Jahren auf Bewährung. Natürlich schloss sich die Verteidigung diesem Antrag an und auch das Gericht folgte ihm. Zudem wird der 32-Jährige der Bewährungsaufsicht unterstellt, muss 250 Stunden gemeinnützige Arbeit ableisten, die Kosten des Verfahrens tragen und sich regelmäßigen Drogentests unterziehen. Die Bewährungszeit beträgt drei Jahre.

Das Gericht begründete das auf den ersten Blick geringe Strafmaß mit der günstigen Sozialprognose. Der Angeklagte hat Frau und Kind. Außerdem betonte der Richter, dass eine derartige Mitarbeit, wie sie der Angeklagte geleistet hatte, ein erheblich gemildertes Strafmaß nach sich ziehen müsse. Ansonsten würde die ermittelnden Behörden zukünftig schlechte Karten bei ihrer Aufklärungsarbeit haben.

Lutz Pfefferkorn

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