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Altenburg Altenburger Edeka-Marktleiter reagiert mit Zaun auf Fremdparker
Region Altenburg Altenburger Edeka-Marktleiter reagiert mit Zaun auf Fremdparker
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00:21 18.11.2017
Ein Zaun versperrt seit kurzem den Fußweg zwischen Edeka-Markt und Poliklinik. Marktleiter Jörg Soba will so die Fremdparker-Problematik eindämmen. Quelle: Mario Jahn
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Altenburg

Passanten, die zum Wochenbeginn den kurzen Fußweg zwischen dem Edeka-Markt in der Dr.-Wilhelm-Küntz-Straße und der nahen Poliklinik nutzen wollten, dürften sich wohl verwundert die Augen gerieben haben. Denn die Verbindung ist versperrt, ein Bauzaun verhindert das Durchkommen.

Aufgestellt hat das provisorische Bauwerk Jörg Soba. „Seit Sonnabend steht der Zaun, ich habe ihn selbst aufgebaut“, teilt der Edeka-Marktleiter auf Anfrage mit. Das gleiche gelte für ein am Zaun befestigtes Schild, dass Fußgänger auf den Grund der Sperrung aufmerksam macht: Wegen Fremdparken sei der Zugang zur Poliklinik gesperrt, heißt es da, man bitte darum, die Parkplätze der Einrichtung zu nutzen.

„Unser Parkplatz wird seit geraumer Zeit stark von Fremdparkern frequentiert“, erläutert Soba. Knapp die Hälfte der zu Stoßzeiten auf den insgesamt 78 Plätzen abgestellten Fahrzeuge, so schätzt er, gehörten nicht etwa Kunden, sondern Patienten und Besuchern der Poliklinik. „Bis zu zwei Stunden am Stück ist unser Parkplatz so blockiert, teils wird auch in der Lkw-Anlieferzone geparkt.“ Einige Unfälle seien die Folge gewesen.

Alle Versuche, dem Problem Herr zu werden, hätten nicht gefruchtet. Auch von Knöllchen, die eine eigens engagierte Firma bei unerlaubter Nutzung verteilt, ließen sich die Falschparker nicht abschrecken, Gespräche mit den Klinik-Verantwortlichen hätten ebenfalls nichts bewirkt. Inzwischen würden immer mehr Kunden auch zur Konkurrenz ausweichen, „weil einfach zu wenig Platz ist.“ Mindestens zwei Monate wolle er den Zaun nun testweise stehen lassen.

Ein Vorgehen, dass auf der Gegenseite auf Unverständnis sorgt. „Wir sind alle entsetzt über diese Reaktion“, lässt Poliklinik-Miteigentümer Jens Daniel wissen. Das Verhältnis mit Soba sei immer gut gewesen. Umso mehr wundere er sich nun, dass mit dem Zaun Tatsachen geschaffen wurden – und mit dem Schild der Eindruck erweckt werde, dass die Klinik selbst für die Absperrung verantwortlich sei.

Er habe zwar Verständnis für Sobas Problem, bekräftigt Jens Daniel. „Aber wir können die Patienten auch nicht dazu zwingen, an einer anderen Stelle zu parken.“ Ihn ärgert, dass nicht über andere Lösungen nachgedacht worden sei. „Man hätte über einen finanziellen Ausgleich reden können, auch die Parkzeit vor dem Markt könnte auf eine Stunde reduziert werden, um eine größere Fluktuation der Kunden zu erreichen“, zählt er auf.

Das eigentliche Problem aber sei ohnehin, dass bei bis zu 1000 Besuchern pro Tag im Umfeld der Klinik zu wenige Parkplätze vorhanden seien. Neben Parkflächen für Krankentransporte und Zulieferer sowie reservierten Stellplätzen für Mitarbeiter gebe es lediglich kostenpflichtige Parkmöglichkeiten, etwa in der Johann-Sebastian-Bach-Straße. Daniel sieht hier auch die Stadt in der Pflicht. „Wir führen hierzu bereits Gespräche mit der Verwaltung, haben seit zwei Jahren den Plan, zusätzliche Plätze in der Bachstraße zu schaffen.“

Trotz der verfahrenen Situation, den Gesprächsfaden abreißen lassen möchte Daniel nicht. Er wolle Soba entgegen kommen. „Wir werden unsere Patienten entsprechend aufklären und informieren“, kündigt er an. Letztlich profitierten ohnehin beide Seiten von einer entsprechenden Parkplatznutzung: „Schließlich gehen unsere Patienten auch einkaufen – diese Synergie sollte man nutzen.“

Von Bastian Fischer

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