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Altenburger Energieversorger expandiert und wirbt mit neuem Stromtarif

Altenburger Energieversorger expandiert und wirbt mit neuem Stromtarif

Die Energie- und Wasserversorgung Altenburg (Ewa) will ihren Aktionsradius vergrößern. Wie Geschäftsführer Anton Geerlings jetzt sagte, habe man dafür bereits einen neuen Tarif names Osterland Energie aufgelegt, mit dem ab nächster Woche im Umkreis von 50 Kilometern um Altenburg um Privatkunden geworden wird.

Altenburg. Von Thomas Haegeler

"Die Ewa kann es sich nicht mehr erlauben, nur in Altenburg zu bleiben", begründete Geerlings die angestrebte Expansion. "Der Gesetzgeber wünscht Wettbewerb, also werden wir verstärkt in der Region um Kunden werben." Andere Versorger täten das schließlich auch. "Wir brauchen die Region, müssen hier mehr machen und hoffen so, neue Kunden zu gewinnen." Gelingen soll das mit dem Tarif Osterland Energie, der das bisherige Angebot Ewa-Regio ersetzt.

"Mit dem Namen wollen wir unsere regionale Verankerung verdeutlichen", erklärte Geerlings weiter. "Wir kommen aus dem Osterland und produzieren 40 Prozent unseres Stroms hier vor Ort. Warum sollen wir diesen Bonus nicht nutzen?" Diese 40 von insgesamt 100 Millionen Kilowattstunden, die die Ewa im vergangenen Jahr vertrieb, kamen aus den beiden eigenen Blockheizkraftwerken und der Fotovoltaik-Anlage in der Poststraße. Nach der Modernisierung des einen Kraftwerks (OVZ berichtete) wird die eigene Produktion jedoch leicht abnehmen.

"Aber auch wenn sich das Osterland einst bis Torgau erstreckte, werden wir langsam anfangen und uns zunächst im Umkreis von 50 Kilometern bewegen", sagte der Geschäftsführer. "Schließlich sind wir ein kleiner Laden, können das nur Schritt für Schritt machen." Erst komme der Strom und wenn der laufe, folge voraussichtlich zum 1. April 2013 auch ein neuer Gastarif für die Region sowie ein Kombinationsprodukt.

Allerdings verneinte Geerlings, dass die Expansion vor dem Hintergrund wegbrechender Industrie-Kunden geschieht. Vielmehr dient sie der Erhaltung der wirtschaftlichen Grundlage, was immer schwieriger wird. Denn allein in 2011 erhöhte sich der Anteil fremder Energieanbieter im Ewa-Netz von 3000 auf 25 000 Megawattstunden, was mehr als das Achtfache ist (OVZ berichtete). "Mit dem neuen Tarif werden wir keine Industrie-Kunden erreichen, er ist nur für Privat-Haushalte gedacht", so der Ewa-Chef. Für Großabnehmer werde immer einzeln kalkuliert.

"Wir haben stets innerbetrieblich Abläufe optimiert, was immer das Personal betrifft", sagte Geerlings. "So konnten wir in den vergangenen Jahren den Anteil der Stromkosten für Vertrieb, Beschaffung und Verwaltung konstant halten." Von 160 Mitarbeitern anno 1994 seien heute noch 97 da. "Allerdings ist jetzt schon klar, dass in der nächsten Zeit weitere acht in Altersteilzeit gehen werden." Überhaupt habe man stets sozialverträglich abgebaut. "Irgendwann ist ein weiterer Abbau aber nicht mehr möglich." Die Stammbelegschaft werde sich bei 85 bis 90 Leuten einpegeln.

Auch deswegen geht die Ewa nun verstärkt ins Umland. "Das ist jetzt der erste große Schritt zur Expansion", kündigte Geerlings an. "Später werden wir uns auch Bereichen wie der Energieberatung und dem Contracting zuwenden. Aber alles Schritt für Schritt."

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