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Altenburg Altenburger Erfinder sahnt Preise bei Pariser Messe ab
Region Altenburg Altenburger Erfinder sahnt Preise bei Pariser Messe ab
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14:20 17.03.2018
Für Toni Böttger (links) und Falko Böttger-Hiller, die Gründer von inca-fiber, sind die Preise von Paris der nächste Schritt in der Entwicklung ihres innovativen Start-up-Unternehmens. Quelle: Tom Schulze
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Altenburg

Er hat auf einen Schub gehofft – und ihn bekommen. Dass die von ihm mitgegründete Chemnitzer Firma inca-fiber aber bei der weltgrößten Messe für Verbundwerkstoffe in Paris derart abräumen würde, hätte Falko Böttger-Hiller nicht zu träumen gewagt. So haben der Altenburger Erfinder und sein Geschäftspartner Toni Böttger bei der JEC World in der Vorwoche neben dem Publikumspreis, bei dem sie 62 Prozent der 2221 Stimmen bekamen, auch einen der begehrten Start-up-Preise abgeräumt.

Riesige Konkurrenz aus der ganzen Welt

„Mega“, sagt Böttger-Hiller dazu. Dass er sich noch Tage später manchmal kneifen muss, um sicher zu gehen, nicht zu träumen, versteht man freilich erst, wenn man weiß, was hinter diesen Auszeichnungen steht. „Aus 85 schriftlichen Einreichungen aus aller Welt wurden zehn Finalisten gewählt und zur Messe eingeladen, darunter auch Eliteuniversitäten aus den USA und Japan“, erzählt der promovierte Chemiker, der mit seinem Geschäftspartner und anderen Forschern ein Verfahren entwickelt hat, um Carbon mit metallischen Eigenschaften zu versehen.

Am Preis hängt ein Messe-Stand für fast 20.000 Euro

Nachdem sich jeder Finalist in einer fünfminütigen Präsentation vorgestellt hatte, gab die Jury die drei Sieger bekannt. Neben inca-fiber sind das N12 Technologies, eine Ausgründung der legendären US-Elite-Uni Massachusetts Institute of Technology, und das irische Unternehmen Sound Bounce, das Verbindungen zu Ryanair hat. „Das sind absolute Profis“, erzählt Böttger-Hiller. Die Auszeichnung bringt inca-fiber im nächsten Jahr einen voll ausgestatteten 15-Quadratmeter-Stand auf der Messe inklusive Marketing-Paket. Wert: fast 20 000 Euro.

Start-up kommt in Kontakt mit großen Namen

Daneben gab es für das Gründerduo aber auch eine Reihe namhafter Kontakte. Schließlich eröffnete Dirk Ahlborn die Preisverleihung. Der Deutsch-Amerikaner setzt mit seiner Firma Hyperloop Transportation Technologies wiederum für Elon Musk (PayPal, Tesla) die Vision eines Hochgeschwindigkeitszugs (über 1000 km/h) um. Mit ihm kam Böttger-Hiller genauso ins Gespräch, wie mit Führungskräften von Daimler und Airbus, die zu den Mitausschreibern des Preises gehören und großes Interesse an der Innovation der beiden Entwickler zeigten. Ein Volltreffer für inca-fiber. Denn Automobil- und Flugzeughersteller zählen zur Hauptzielgruppe für die verzinkten Kohlenstofffasern des Start-Ups.

Von Thomas Haegeler

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