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Altenburg Altenburger Exkursionen am „Langen Tag der Natur“
Region Altenburg Altenburger Exkursionen am „Langen Tag der Natur“
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07:00 07.06.2017
Ein Schwarzmilan-Weibchen am Horst mit Jungvögeln, die bereits fast flügge sind. Quelle: /
Mehna/Neuärgerniss

Der „Lange Tag der Natur“, der am kommenden Sonnabend bundesweit im Kalender steht, schlägt sich auch im Altenburger Land nieder. Ein besonderes Angebot, nicht nur für Greifvogelfreunde, ist die im Raum Mehna stattfindende Exkursion in ein Revier des Schwarzmilans. Treffpunkt ist um 8 Uhr auf dem Parkplatz am Windrad bei Mehna an der Geraer Landstraße. Festes Schuhwerk und eventuell ein Fernglas sollten zur Ausrüstung gehören, rät der Naturschutzbund (Nabu), der den Aktionstag organisiert. Die Exkursion dauert etwa zwei Stunden.

Mit einer Flügelspannweite von bis zur 1,50 Metern gehören Schwarzmilane mit zu den mächtigen heimischen Greifvögeln. Doch anders als sein etwas größerer Verwandter, der Rotmilan, führt der Schwarzmilan ein mehr zurückgezogenes Leben. Am ehesten ist er bei der Nahrungssuche an frisch gemähten Wiesen zu beobachten. Aus seinem Überwinterungsgebiet südlich der Sahara trifft er Anfang April in der Region ein und beginnt sofort mit dem Brutgeschäft. Zum Zeitpunkt der Exkursion könnten die Jungtiere gerade erste Flugversuche unternehmen. Exkursionsleiter ist Lutz Köhler vom Nabu, der seit 15 Jahren die Bestände von Rot- und Schwarzmilan im ehemaligen Landkreis Schmölln erfasst und in diesem Jahr bisher 21 besetzte Reviere beim Schwarzmilan ausfindig machen konnte.

Das Naturkundemuseum Mauritianum Altenburg startet bereits am Freitag in den „Langen Tag der Natur“. Angeboten wird eine Wanderung in den Pöllwitzer Wald mit dem Titel „Zum Feierabend in die Heide“. Sie startet um 17 Uhr in Neuärgerniß, einem Ortsteil von Langenwetzendorf im Landkreis Greiz. Exkursionsleiterin Elisabeth Endtmann informiert über die Besonderheiten der vom Menschen geschaffenen Landschaft und die Probleme ihrer Erhaltung. Die dortigen Tier- und Pflanzenarten benötigen viel Licht und Wärme. Durch die zunehmende Verbuschung sind ihre Lebensräume in Gefahr. Möglichkeiten und erste Ergebnisse der Schutzbemühungen werden vorgestellt. Seit Mai 2016 hatte das Mauritianum im Pöllwitzer Wald gearbeitet. Dabei sollten speziell die 33 Hektar Heidekraut-Bestände innerhalb des großen Schutzgebietes revitalisiert werden.

Von Kay Würker

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