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Altenburg Altenburger FDP-Stadtrat: „Unter Sojka keine positive Entwicklung erkennbar“
Region Altenburg Altenburger FDP-Stadtrat: „Unter Sojka keine positive Entwicklung erkennbar“
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18:00 29.07.2016
Beispielhaft für die wirtschaftliche Schwäche des Kreises ist das Gewerbegebiet am Flugplatz Nobitz, das seit Jahren so gut wie leer ist. Quelle: Mario Jahn
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Altenburg

Detlef Zschiegner ist in großer Sorge. Anlass dafür ist für den langjährigen Altenburger FDP-Stadtrat das Abschneiden des Altenburger Landes beim „Prognos Zukunftsatlas 2016“. Dieses Ranking für Deutschlands Regionen bewertet die Zukunftschancen und -risiken aller 402 Kreise und kreisfreien Städte der Bundesrepublik, das seit 2004 alle drei Jahre erscheint. Das Altenburger Land landet dort auf Platz 391.

„Bei diesem schlechten Abschneiden verwundert es nicht, dass es auch bei der Betrachtung der Einzelkriterien keinen Grund zur Freude gibt“, schrieb Zschiegner vor einigen Tagen in einem offenen Brief an Landrätin Michaele Sojka (Linke). Bei der Demografie belege das Altenburger Land Platz 395, bei Wirtschaft und Arbeitsmarkt Platz 381. Bei Wettbewerb und Innovation liegt es auf Platz 391, bei Wohlstand und soziale Lage auf Platz 343. Stärke Platz 390, Dynamik Platz 384 – und beim Digitalisierungskompass erreicht das Altenburger Land gerade einmal einen Stern von möglichen 5 Sternen Plus“, heißt es im Schreiben.

Spätestens das schlechten Abschneiden müsse jedem Verantwortlichen auf Kreisebene die Augen öffnen, dass ein „weiter so“ weder möglich noch ratsam ist, erklärt Zschiegner und fragt die Landrätin, welche Schlussfolgerungen sie aus den Ergebnissen des „Prognos Zukunftsatlas 2016“ für den Landkreis und ihre Arbeit zieht, welche Maßnahmen und Initiativen sie ergreife, „um das Altenburger Land endlich deutlich voran zu bringen, nachdem in den ersten vier Jahren Ihrer Amtszeit leider keine positiven Entwicklungen erkennbar sind? Oder ist Ihnen die Entwicklung des Landkreises mittlerweile ganz egal, da es das Altenburger Land in seiner jetzigen Form – mit Ihnen als Landrätin an der Spitze – nach dem Willen der rot-rot-grünen Landesregierung ja sowieso nicht mehr lange geben wird?“, fragt der Stadtrat.

In einem Antwortschreiben wies Sojka die Behauptung Zschiegners, dass in ihrer Amtszeit keine positiven Entwicklungen erkennbar seien, als Polemik zurück, auch weil der FDP-Politiker dies nicht mit Fakten unterlegt habe. „Es gibt durchaus Fakten, die eine positive Entwicklung erkennbar werden lassen“, schrieb sie. Dass ihr die Entwicklung schnuppe sei, auch weil es den Landkreis bald nicht mehr gebe, bezeichnete Sojka als nicht ganz gelungenen Scherz. Auf objektive Fragen würde sie gern antworten. Allerdings habe niemand ein Patentrezent in Zeiten knappster Kommunalkassen, erklärte die Landrätin. „Leider kommt erschwerend kommunales Parteiengeplänkel hinzu.“ Besser wäre gegenseitiger respektvoller Umgang und faires Ringen um Lösungen.

Den Zukunftsatlas finden Sie hier

Von Jens Rosenkranz

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