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Altenburg Altenburger Familienbeirat wertet Wunschliste aus
Region Altenburg Altenburger Familienbeirat wertet Wunschliste aus
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07:25 27.02.2018
Mehr Spielgeräte in der Stadt: Dieser Wunsch kam bei der Befragung des Familienbeirates zur Sprache. Quelle: Mario Jahn (Archivbild)
Altenburg

Familienfreundlichkeit ist immer steigerbar. In diesem Sinne fragte der Altenburger Familienbeirat im Dezember Passanten auf dem Markt, was sie sich in der Stadt noch wünschen würden. Die Ergebnisse sind nun ausgewertet.

Etwa die Hälfte der Antworten bezog sich konkret auf die Innenstadt, bilanzierte Beiratsvorsitzende Claudia Leibold. Mehr Begrünung, mehr Sauberkeit, Spielmöglichkeiten für die Jüngsten und einheitliche Öffnungszeiten bis 19 Uhr seien unter anderem auf die Wunschliste gekommen. „Aber zum Beispiel auch die Idee, regelmäßig einen Markttag für Kinder auszurichten“, fügte sie hinzu.

Darüber hinaus kam der Wunsch nach mehr Jugendeinrichtungen und allgemein mehr Toleranz zur Sprache, „wobei die Toleranz vor allem von den Befragten bis 18 Jahre benannt wurde“, stellte Leibold fest. Fünfmal wurden legale Graffiti-Wände als Anliegen aufgeführt, viermal Barrierefreiheit.

Ergebnisse nicht repräsentativ

„Die Ergebnisse zeigen uns ein Stimmungsbild und ob die städtischen Investitionen in die richtige Richtung gehen. Repräsentativ sind sie nicht“, schränkte die Beiratsvorsitzende angesichts von rund 60 Teilnehmern ein. Eine direkte Wunscherfüllung ist nicht geplant, dem Stadtrat werde die Liste jedoch vorgelegt.

Landratsamt fragt auch

Deutlich breiter aufgestellt ist hingegen die aktuelle Familienbefragung des Landratsamtes. „Was brauchen Sie und Ihre Familienmitglieder, um im Altenburger Land gut leben zu können“, fragt der Landkreis aktuell per Online-Erhebung und hofft auf starke Resonanz. „Wir werden voraussichtlich Ende März erste Ergebnisse zusammentragen und veröffentlichen“, kündigte Sozialplanerin Sabine Lucks gegenüber dem Familienbeirat an. Die wesentlichen Anliegen und Erkenntnisse sollen in einen Plan einfließen, über den der Kreistag in der zweiten Jahreshälfte beschließe.

Konkret an die Umsetzung geht es derzeit nur für eine Idee, die aus einem Workshop im Juni vorigen Jahres stammt: die Einrichtung eines Grillplatzes nahe Wohnmobilstellplatz und Südbad (die OVZ berichtete). Eigentlich war der schon für 2017 geplant – die zur Verfügung stehenden 10 000 Euro wurden nun ins Folgejahr übertragen. Der Familienbeirat wollte sich noch die Zeit nehmen, auch Jugendliche in die Ideenfindung zur Gestaltung einzubeziehen. „Das Lerchenberggymnasium wurde angefragt und vier Schüler der Klasse 10c nahmen sich der Sache an“, schilderte Schulleiterin Simone Preißler.

Grillplatz: Schüler setzen auf Sport und Infos

Ergebnis: eine detaillierte Präsentation. Es sollte neben den Grills auch Info- und Sportangebote geben, damit sich ein vollwertiger Treffpunkt für Familien und Freunde entwickeln kann, machten die Schülerinnen Pauline Schwertner und Sophia Erfurt deutlich. Und zeigten bildreich, worum es ihnen geht: Tischtennisplatte, Volleyballfeld, überdachte Bänke, Spielgeräte, dazu Schautafeln mit Aushängen von Schulen und Stadtverwaltung. „Es könnten vor Ort auch Schulweihnachtsmärkte oder Flohmärkte stattfinden, um den Platz zusätzlich zu nutzen“, sagte Pauline. „Und die Schulen sollten abwechselnd Verantwortung für den Platz übernehmen, damit er nicht sich selbst überlassen bleibt.“

Claudia Leibold lobte den Vorschlag wechselnder Zuständigkeiten als gute Idee, dämpfte aber Erwartungen, dass mit 10 000 Euro Budget deutlich mehr gebaut werden kann als Grill- und Sitzgelegenheiten. Ines Quart, Leiterin des städtischen Sozialreferats, will die Schülerpräsentation und die Beiratsdebatte zur Grundlage nehmen, um jetzt Fachplaner mit einem Entwurf zu beauftragen. „Der Platz entsteht definitiv dieses Jahr“, versicherte Claudia Leibold. Ebenso die Begegnungs- und Spielstätte im Schlosspark, für die der Beirat weitere 10 000 Euro zur Verfügung hat. Doch da stehe die Ideenfindung noch am Anfang.

Von Kay Würker

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