Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Altenburg Altenburger Firma liefert vegane Joghurtvarianten und Streichcremes
Region Altenburg Altenburger Firma liefert vegane Joghurtvarianten und Streichcremes
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
05:04 11.07.2018
Geschäftsführer Claus Katzenberger zeigt das aktuelle Licorne-Sortiment. Quelle: Mario Jahn
Altenburg

Was machen Veganer, wenn sie Lust auf Joghurt oder Frischkäse haben? Ganz einfach, aber eben schade: Sie müssen verzichten, denn solche Produkte bestehen aus Milch, die Veganer bekanntlich meiden, so wie alle anderen tierischen Produkte ebenso. Doch die Zeit des Verzichts ist gottlob vorbei – und das dank eines Start-up-Unternehmens aus Altenburg. Nach einer monatelange Testphase hat die Licorne-Manufaktur mit Sitz unweit der Geraer Straße nun ihre Produktion aufgenommen.

Nüsse und Mandeln als Basis

Als Grundlage anstelle der Kuhmilch dienen Mandeln und Cashew-Nüsse, die fein zerkleinert und mit Wasser versetzt werden. Aus dieser Basis werden unter Zugabe von Milchsäurekulturen bislang zwei Joghurts und vier Frischcremes hergestellt – und zwar in Bioqualität. Im Geschmack kommen die neuen Altenburger sehr leicht, sehr frisch und nussig daher.

Neben der Produktion ist mittlerweile auch der Vertrieb geglückt – und zwar deutschlandweit, wo es die veganen Cremes aus Altenburg schon in fast 700 Fachgeschäften und Supermärkten zu kaufen gibt. Zu den Abnehmern gehören beispielsweise derzeit Deutschlands größter Bio-Großhändler „dennree“ mit rund 1500 Abnehmern sowie Naturkost Elkershausen, der 100 Bio-Supermärkte in deutschen Städten beliefert.

Abnehmer auch in Österreich

Seit Kurzem wird von der Skatstadt aus sogar Österreich beliefert – und zwar über die Kette Biogast des Alpenlandes. Ebenso sind die Cashew- und Mandel-Milch-Produkte bei zwei Online-Händlern erhältlich. Die Zutaten werden aus Südspanien und dem südlichen Afrika eingeführt.

2016 wurde das Unternehmen aus der Taufe gehoben. Dafür sorgte insbesondere Claus Katzenberger, der viele Jahre Geschäftsführer der Käserei Altenburger Land im Lumpziger Ortsteil Hartha war und sein neues Unternehmen mit einer Münchener Rechtsanwältin betreibt. Als Firmenlogo entschieden sich die Beiden für das Einhorn, das in französischer Übersetzung der Altenburger Firma auch seinen Namen gegeben hat: „Licorne“ – das Fabelwesen, das für Reinheit und Unschuld steht.

Firmensitz bewusst in der Skatstadt gewählt

Der Firmensitz befindet sich ebenso in der Skatstadt. Auch das wurde ganz bewusst so entschieden. Katzenberger ärgert es maßlos, wenn viele Betreibe im Altenburger Land produzieren, den Stammsitz aber ganz woanders – meist in den alten Bundesländern – haben, wo dann auch die Steuern bezahlt werden. Eine Herzensangelegenheit war es für Katzenberger auch, dass es die bislang seltenen veganen Bio-Produkte auch in Altenburg zu kaufen gibt – im Moment allerdings nur im Bio-Laden am Markt.

Wert zu legen auf gesunde und qualitativ hochwertige Produkte, zählt ebenso zur Firmenphilosophie. „Immer mehr und immer billiger zu produzieren, und das nur mit Einsatz von Chemie, kann nicht die Zukunft sein“, betont der Geschäftsführer. Im Moment werde man mit so einer Einstellung noch belächelt, weiß er, ist sich aber sicher, dass sich die Ernährungsgewohnheiten ändern werden.

Chef packt selbst mit an

Zu Katzenbergers Team an der Geraer Straße gehören mittlerweile Lebensmitteltechnologin Anne Lienert und Chemikerin Sarah Schubert. Der Chef packt selbstverständlich mit an. Im Moment verlassen mehrer tausend Becher pro Woche den Betrieb. Eine Steigerung hängt natürlich auch von der Nachfrage ab. Die Verhandlungen und die Suche nach neuen Partner laufen. „Wir sind am Durchstarten“, sagt der Chef, der aber auch ins Kalkül zieht, dass der Bio-Markt hart umkämpft ist.

Erhöht sich der Absatz, werden weitere Mitarbeiter bei Licorne einen Job finden. Auch die Produkt-Palette soll erweitert werden. Geplant sind ein Käse und Butterersatz-Produkte.

www.lalicorne.de

Von Jens Rosenkranz

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Zeugen wollen in Regis-Breitingen das Känguru aus dem thüringen Meuselwitz gesehen habe. Das Tier verschwand vor einer Woche, nachdem Unbekannte den Zaun zu seiner Koppel zerschnitten haben sollen.

10.07.2018

Geschlagen und getreten: Am Montag ist es in Altenburg zu einem gewalttätigen Streit zwischen zwei Männern gekommen. Der mutmaßliche Täter konnte ermittelt werden.

10.07.2018
Altenburg Feldbrände halten Feuerwehren in Atem - Dürre Äcker brennen wie Zunder

Angesichts des Regens dürften auch die Feuerwehrleute des Landkreises aufgeatmet haben. Denn die anhaltende Trockenheit zuvor bescherte ihnen jede Menge Arbeit: Immer wieder mussten die Wehren zu Feldbränden ausrücken.

10.07.2018