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Altenburger Frühlingsnacht gerettet

Altenburger Frühlingsnacht gerettet

März heißt es wieder "Schauen, shoppen und genießen", lädt die Skatstadt zu ihrer traditionellen Frühlingsnacht. Klar doch, werden viele sagen, wie jedes Jahr um diese Zeit.

Am 27. Doch dem ist beileibe nicht so. Denn eigentlich war das allseits beliebte Einkaufsevent in der City schon tot. Ihr Organisator, die Altenburger Werbegemeinschaft, existiert bekanntlich schon seit geraumer Zeit nur noch auf dem Papier. Folglich hatte Michael Müller, das einzige noch im Amt befindliche Vorstandsmitglied der einst so starken Interessenvertretung, das Rathaus über das Aus informiert. 2015 werde es keine Frühlingsnacht mehr geben, teilte der Schatzmeister mit.

 

Ein Schreiben, das den städtischen Wirtschaftsförderer Tino Scharschmidt ziemlich aufschreckte und das er deshalb nicht mit dem Stempel "zur Kenntnis genommen" versehen zu den Akten legte. Mit Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) war sich Scharschmidt recht schnell einig, einen Rettungsversuch zu starten. Die Stadtverwaltung, die die Frühlingsnacht von Anbeginn mit ziemlich viel Know how unterstützte, bot an, in diesem Jahr auch die Organisation zu übernehmen. Vorausgesetzt natürlich, es gibt ausreichend Interesse in der Händlerschaft, die Tradition nicht sterben zu lassen. "Denn den Besuchern ist es egal, wer die Sache organisiert, Hauptsache, sie findet statt", ist Tino Scharschmidt überzeugt.

 

Also lud der Wirtschaftsförderer einige ehemals sehr aktive Werbegemeinschaftsmitglieder, die im vergangenen Jahr federführend an der Organisation der Frühlingsnacht beteiligt waren, Anfang Januar zu einem Gespräch ins Rathaus ein. Außerdem bat er ein paar "Schwergewichte" im innerstädtischen Einzelhandel, die nicht in der Interessenvertretung verankert waren, dazu. Die zehnköpfige Gruppe war sich relativ schnell einig, das Unterfangen zu wagen. Jeder erklärte sich bereit, eine bestimmte Anzahl von Geschäftsleuten zu befragen. Dabei ging es nicht nur um die Bereitschaft, am 27. März die Geschäfte bis gegen 22 Uhr zu öffnen, sondern auch darum, sich mit einem finanziellen Obolus zu beteiligen.

 

Bislang wurde die Frühlingsnacht über Sponsoring sowie durch die Mitgliedsbeiträge finanziert. Auf ersteres hoffen die Organisatoren unter anderem von der Energie- und Wasserversorgung sowie der Sparkasse auch in diesem Jahr, Letzteres steht nicht mehr zur Verfügung. "Wenn wir die Sache eine Nummer kleiner fahren und beispielsweise auf das Feuerwerk verzichten würden, funktioniert die Sache trotzdem", argumentiert Tino Scharschmidt. Haftpflicht, Security oder Toilettenwagen aber müssen bezahlt werden.

 

Vorgestern Abend nun kam die Truppe wieder zusammen - und alle hatten durchweg positive Botschaften im Gepäck. Rund 40 Händler wollen sich sowohl an der Frühlingsnacht als auch an ihrer Finanzierung beteiligen. Genug, um das Vorhaben zu starten. Damit ist die Entscheidung gefallen: Am 27. März heißt es ab 18 Uhr in der Altenburger Innenstadt nun doch wieder "Schauen, shoppen und genießen". © Kommentar

 

Wer sich an der Frühlingsnacht beteiligen möchte, wird gebeten, sich bei der Wirtschaftsförderung der Altenburger Stadtverwaltung (Tel 03447 594840) zu melden. Auch Helfer im Organisationsteam sind jederzeit willkommen.

Ellen Paul

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