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Altenburg Altenburger Grundschüler arbeiten am Selbstbewusstsein
Region Altenburg Altenburger Grundschüler arbeiten am Selbstbewusstsein
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16:26 06.03.2018
Kira Cromm, Sozialpädagogin und Fachkraft für Suchtprävention der Horizonte GmbH Altenburg, zeigt den Kindern, was der kleine Fisch erlebt. Quelle: Mario Jahn
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Altenburg

Selbstbewusstsein und soziale Kompetenz – das sind zwei Bausteine, die jeder Mensch sein Eigen nennen sollte. Damit schon die Kleinsten ihren Weg dorthin finden, hat der Landkreis Altenburger Land jetzt ein Projekt an den Start gebracht, welches genau das erreichen soll.

„Ich – Du – Wir. Gemeinsam sind wir stark!“, heißt das Projekt und startete nun an der Wilhelm-Busch-Grundschule in Altenburg-Nord. „Der Aufbau des Projektes ist an das Kinderbuch ,Swimmy’ angelegt“, erklärt Kira Cromm, Initiatorin des Projektes und Sozialpädagogin und Fachkraft für Suchtprävention bei der Horizonte GmbH Altenburg. Darin geht es um einen kleinen Fisch, der auf seiner Reise durch das Meer neue Freunde findet. „Wir wollen Lebenskompetenzen vermitteln“, betont sie.

Das Projekt ist in drei Stufen angelegt: „Zuerst geht es um das Ich, dann um mein Gegenüber und dann um die Gemeinschaft“, so Cromm weiter. Dabei geht es darum, dass die Kinder zuerst sich selbst wahrnehmen sollen und erkennen, was sie gut können oder was an ihnen das Besondere ist. In der zweiten und dritten Phase – dem Du und dem Wir – geht es dann vor allem um Empathie, Kommunikation und ein soziales Miteinander.

An der Grundschule in Altenburg-Nord geht es gleich in die Praxis. Die Aufgabe: ein Bild malen und darin zeigen, welche Abenteuer der kleine Fisch wohl erlebt. Diese werden dann den Mitschülern vorgestellt. Stolz präsentieren die Mädchen und Jungen im Stuhlkreis sitzend ihre Zeichnungen. „Daran sieht man auch, dass es ihnen Spaß macht. Sonst würden sie nicht so viele verschiedene Ideen einbringen“, sagt Lehrerin Heike Mrosek.

Außerdem entsteht ein Komplimente-Netz. „Dazu werfen sich die Kinder ein Wollknäuel zu“, beschreibt die Pädagogin. „Jedes Kind sagt dem Nachfolgenden, was es an ihm besonders mag.“ Am Ende hält jedes Kind ein Stück der langen Schnur fest. Das helfe auch dem Gemeinschaftsgefühl. Eine weitere Aufgabe für das Wir-Gefühl ist, dass die Kinder ein Floß bauen sollen. Dieses wird aus Zeitungspapier auf dem Boden dargestellt. Hierbei sollen die Kinder merken, was sie schaffen, wenn sie alle zusammenarbeiten oder auch, dass jemand ins Wasser fällt, wenn man nicht auf alle Acht gibt.

An der Wilhelm-Busch-Grundschule wird die erste und die zweite Klasse in Stammgruppen gemeinsam unterrichtet. „Nur in Deutsch und Mathe gibt es jeweils vier Stunden in der Woche, in denen die Klassen in den Jahrgangsstufen unterrichtet werden“, sagt Lehrerin Mrosek. Insgesamt werden etwa 135 Kinder aus sechs Stammgruppen an dem Projekt teilnehmen. „Alle 14 Tage findet das Projekt hier an der Schule statt“, so Cromm. „Das gemeinsame Lernen aller Schüler, egal welcher Herkunft sie sind, ist ein wichtiges Ziel in unserem Schulalltag. Deshalb hat dieses Projekt an unserer Schule einen hohen Stellenwert“, betont auch Mrosek.

Das Projekt wird im Schuljahr 2017/18 auch noch in der Grundschule in der Platanenstraße, in der Freien Grundschule Christian Felix Weiße sowie in den Grundschulen Altkirchen und Rositz stattfinden. „Ich – Du – Wir. Gemeinsam sind wir stark!“ bildet den ersten Baustein der primärpräventiven Reihe „Selbstbewusst erwachsen werden“ für Grundschulen. In den folgenden Jahrgangsstufen – zweite bis vierte Klasse – können Projekte in Anspruch genommen werden, bei denen es um Gefühle, Medien und Alkohol- und Drogenprävention geht.

Von Tatjana Kulpa

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