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Altenburger Handball-Schiedsrichter pfeift künftig Bundesliga

Altenburger Handball-Schiedsrichter pfeift künftig Bundesliga

Schnelle Spiele, attraktive Mannschaften und 60 Minuten Tempohandball erster Güte: Dafür bürgt die neue Handball-Bundesliga der männlichen Jugend.

Altenburg. "Sie sind jung, frisch, schnell und haben gute Chancen, irgendwann in der Bundesliga der Männer zu pfeifen", sagt Schiedsrichter-Urgestein Lutz Pfefferkorn über seinen Sohn und dessen Schiri-Partner. Mit ausschlaggebend war außerdem die Thüringer Schiedsrichter-Rangliste, die das Unparteiischen-Duo nach der Hinrunde anführte.

Für Tommy Pfefferkorn ist die Berufung eine große Ehre. "Das sind die Besten Deutschlands. In der Liga spielen Vereine mit, die ich nur aus dem Fernsehen kenne", sagt der Altenburger. "Deshalb finde ich es bombastisch, die Spiele zu pfeifen." Seiner Meinung nach wird in der Jugend-Bundesliga der schnellste Handball gespielt. "Schneller noch als bei den Männern. Das sind 17- und 18-Jährige. Die laufen wie die Hasen. Wer das pfeifen kann, dem dürften andere Spiele nicht mehr schwerfallen", vermutet er.

Seit dieser Saison gibt es die neue Jugend-Bundesliga. Alle Vereine der höchsten Spielklasse sowie zusätzlich noch diejenigen Klubs, deren Nachwuchsteams sich dafür qualifiziert haben, schicken ihre 17- bis 18-jährigen Heißsporne ins Rennen um die Deutsche Handballmeisterschaft der männlichen Jugend. In der Liga kommen junge Spieler zum Einsatz, die schon bei den Männern mit Kurzeinsätzen Bundesligaluft geschnuppert haben oder bereits zum Aufgebot gehören und nun in der Jugend-Bundesliga durchgehend Spiel- und Wettkampfpraxis erlangen sollen. Für die Leitung dieser Spiele wurde aus jedem Bundesland jeweils ein Schiedsrichtergespann berufen.

Eingesetzt werden König und Pfefferkorn in der Bundesliga Staffel Ost, der zweifellos reizvollsten. Denn dort laufen die Nachwuchs-Teams des THW Kiel, des HSV Hamburg, vom VfL Bad Schwartau, der Füchse Berlin, des SC Magdeburg oder der SG Flensburg-Handewitt auf. Ihre Bundesliga-Taufe erleben die beiden beim Spiel Sportakademie Leipzig/Delitzsch gegen MTV Braunschweig am 3. Februar. Danach stehen sie im Niedersachsenderby MTV Braunschweig gegen Eintracht Hildesheim auf dem Parkett.

Bisher war die höchste Liga, die Tommy Pfefferkorn geleitet hat, die MHV-Liga. Nächstes Ziel ist die 3. Liga. "Da kommen mit Spielen in Hessen, Bayern und Brandenburg zwar weitere Strecken auf mich zu, aber dafür sind die Partien auch noch interessanter", meint der 21-Jährige.

Als Kind hat Tommy Pfefferkorn selbst Handball gespielt, warf nach einer Rückenverletzung in der B-Jugend aber das Handtuch und trat stattdessen in die Fußstapfen seines Vaters. "Ich habe damals schon gern zugeguckt, wenn er die 1. Bundesliga der Frauen gepfiffen hat", erinnert er sich. Und noch heute gibt Lutz Pfefferkorn seinem Sprössling nach jedem Spiel wertvolle Tipps. "Die nehme ich mir zu Herzen", sagt der Junior. Denn als Unparteiischer auf dem Platz zu stehen, sei nicht immer einfach. "Zum Glück sind wir zu zweit. So hat man immer noch die Möglichkeit, den Partner zu fragen und sich ein Feedback zu holen."

Sicher habe er schon Fehler gemacht, räumt das Schiri-Talent ein. "Auf dem Platz sollte man aber zu seiner Entscheidung stehen und keine Schwäche zeigen", meint er. Sein Motto lautet: "Ein Schiedsrichter soll das Spiel leiten, nicht beeinflussen. Deshalb ist ein guter Schiedsrichter, wer möglichst wenig auffällt." Daher versucht er neutral zu sein und zu pfeifen, wie es im Regelwerk steht, ohne kleinlich zu sein.

Steffen Moritz/Frauke Sievers

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