Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -5 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Altenburger Hobbyschauspieler lassen die Geschichte der Ernestiner aufleben

Mitspielerakademie begeistert Gotha Altenburger Hobbyschauspieler lassen die Geschichte der Ernestiner aufleben

Seit Februar haben sie regelmäßig geprobt. Jetzt wurde es ernst: Pfingstmontag haben sich 30 Hobbyschauspieler der Altenburger Mitspielerakademie auf die rund 140 Kilometer lange Reise gen Gotha gemacht, um dort auf Schloss Friedenstein die Premiere des Stücks über das Geschlecht der Ernestiner zu geben.

Der zehnjährige Emil, hier beim Auftritt im Ekhof-Theater in Schloss Friedenstein, ist der jüngste Mitspieler.

Quelle: Jörg Wolf

Gotha. Gleich eine doppelte Premiere hatten die Mitglieder der Altenburger Mitspielerakademie am Pfingstmontag zu absolvieren. Denn erstmals führten sie ihr neues Stück „Von August bis Zach – ein lebendiger Familienstammbaum des Fürstenhauses Sachsen, Gotha, Altenburg“ vor Publikum auf. Und das nicht an einem geschichtsträchtigen Platz in der Heimat, wie das Altenburger Schloss, sondern in der Ferne.

Die Mitspielerakademie ging erstmals mit einem Theaterstück auf Reisen: Auf Schloss Friedenstein im 140 Kilometer entfernten Gotha war die Premiere des Stückes über das Fürstengeschlecht der Ernestiner angesetzt, das auch in Altenburg sichtbare Spuren hinterlassen hat. Dass ausgerechnet Gotha die allererste Aufführung erleben sollte, war keineswegs ein Zufall: Dort und in Weimar findet derzeit die Thüringer Landesausstellung statt, die sich mit dem Leben und Verdiensten der Ernestiner befasst.

Besichtigung aller Spielorte

Großartige Aufregung war den 30 Mitspielern beim frühmorgendlichen Start per Bus nach Gotha allerdings nicht anzumerken. „Das kommt sicher später noch“, meinte Veit Große, einer der Akteure, die zumeist aus den ehemaligen Prinzenraub-Festspielen hervorgingen, weil bei ihnen dort die Lust auf die Schauspielerei und vor allem dieses einzigartige und gute Gefühl der Zusammengehörigkeit geweckt wurde.

Während der Bus Kilometer um Kilometer auf der A 4 fraß, war das Team um die Chefin des zuständigen städtischen Kulturmanagements, Susanne Stützner, schon in zwei schnelleren Kleintransportern vorausgefahren. An Bord: Technik, Requisiten, Kostüme, diverse Schminkutensilien und natürlich Teile der Verpflegung für Mitspieler und Helfer bis hin zum echten Altenburger Senf zu den servierten Wiener Würstchen und Kartoffelsalat nebst belegten Brötchen. Salat, Wurst und Brötchen wurden aber bei einem Gothaer Metzger bestellt und ganz frisch direkt auf das Schloss geliefert.

Dort hatten die Akteure nach knapp zweistündiger Fahrt und nochmaliger Besichtigung aller Spielorte auch ordentlich Hunger. Aber mancher kaute schon ein wenig in sich gekehrt an seinem Brötchen in diesem zur Garderobe umfunktionierten Versammlungsraum im Westflügel von Schloss Friedenstein.

400 Jahre Zeitreise

Viele Schlossbesucher wollten die von den Altenburgern manchmal mit einem Augenzwinkern vorgetragene Zeitreise durch 400 Jahre Ernestiner-Geschichte miterleben. Eigentlich hatte die Gothaer Schlossverwaltung geplant, diese spezielle Schlossführung mit Theaterbegleitung für 30 Besucher anzubieten. Aber am Ende wollten das Spektakel über 100 Neugierige erleben.

Besucher wie Akteure kamen da auf ihre Kosten: Denn die Szenen spielten an verschiedenen Orten in dem Schlosskomplex. Und der prächtige Festsaal und das 1687 eröffnete Ekhof-Theater, in dem weltweit einzigartig noch die Bühnenmaschinerie aus dem 17. Jahrhundert im Einsatz ist, sind besondere Orte.

Die Altenburger verliehen mit ihrem Spiel auch diesen Orten noch einen besonderen Glanz und wussten zu begeistern. „Wir hatten durchweg ein ganz, ganz positives Feedback. Und das ist euer Verdienst. Danke“, meinte Regisseurin Heike Hennig aus Leipzig strahlend, als sich die meisten nach dieser gelungenen Premiere das obligatorische Gläschen Sekt schmecken ließen.

Von Jörg Wolf

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Altenburg
  • Zeitung in Schulen

    Herzlich willkommen bei den Schulprojekten der Leipziger Volkszeitung und ihrer Regionalausgaben. mehr

  • Angestupst
    Mikrologo Angestust

    Die aktuelle Förderrunde der Aktion „Angestupst“ von LVZ und Sparkasse Leipzig ist beendet. So haben Sie abgestimmt! mehr

  • LVZ-Fahrradfest
    Logo LVZ-Fahrradfest

    LVZ-Fahrradfest 2016: Sehen Sie hier einen Rückblick mit vielen Fotos von allen Starts, Videos und mehr. mehr

  • 24 Stunden in der Region

    Firmen und Unternehmen in der Region Leipzig stellen sich vor. mehr

  • TAW - Technische Akademie Wuppertal
    TAW  - Technische Akademie Wuppertal

    Ein Werbespecial der LVZ für die Technische Akademie Wuppertal mit Infos zum breitgefächerten Angebot. mehr

  • Zoo Leipzig
    Zoo Leipzig

    Infos und Events aus dem Zoo Leipzig sowie zahlreiche Bilder aller Vierbeiner und der geflügelten Zoobewohner. mehr

  • Asisi - Welt der Panoramen
    Panometer Leipzig: Alle Infos zum "Great Barrier Reef" und den weiteren Panoramaprojekten von Yadegar Asisi

    Erfahren Sie im Special von LVZ.de alles zum Great Barrier Reef im Panometer Leipzig und den asisi-Panoramen in Dresden. mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die LVZ in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten LVZ das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr

  • Onlineabo

    "LVZ-Online Extra" heißt das Online-Premiumangebot der Leipziger Volkszeitung, das Sie überall auf der Welt und rund um die Uhr nutzen kö... mehr