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Altenburger Intensivstation erhält neue Inkubatoren für Neugeborene

Hightech-Brutkästen Altenburger Intensivstation erhält neue Inkubatoren für Neugeborene

Die Neugeborenen-Intensiv-Station im Klinikum Altenburger Land verfügt seit wenigen Tagen über zwei neue, moderne Inkubatoren. In diesen sogenannten Brutkästen können Babys die zu früh geboren werden, intensiv betreut werden, teilt Klinik-Sprecherin Ilka Schiwek mit.

Kinderkrankenschwester Jaqueline Kortleben versorgt liebevoll die kleine Maila im neuen Inkubator.

Quelle: Ilka Schiwek

Altenburg.  Die Neugeborenen-Intensiv-Station im Klinikum Altenburger Land verfügt seit wenigen Tagen über zwei neue, moderne Inkubatoren. In diesen sogenannten Brutkästen können Babys die zu früh geboren werden, intensiv betreut werden, teilt Klinik-Sprecherin Ilka Schiwek mit.

Manchmal „wollen“ Babys zeitiger ins Leben, obwohl ihre Voraussetzungen dafür noch nicht optimal sind, so Schiwek. Wenn sie zu klein seien, nicht genügend Gewicht hätten oder ihnen das eigenständige Atmen noch schwer falle, müssten sie für eine bestimmte Zeit ganz besonders behütet und in einem Inkubator versorgt werden. Die neuen Brutkästen der Neugeborenen-Intensiv-Station, die zur Klinik für Kinder- und Jugendmedizin gehört und in die Mutter-Kind-Station integriert ist, sind laut Schwiek nicht nur höhenverstellbar, sondern verfügen auch über eine eingebettete Säuglingswaage. „So ist es möglich, die Babys beim Wiegen im Bettchen zu lassen. Sie werden nur kurz angehoben, damit sich die Waage ausrichtet, und dann gewogen.“ Für die noch sehr empfindlichen Kinder bedeute das weniger Stress, weil nicht bei jedem Vorgang alle Kabelanschlüsse und notwendigen Überwachungsverbindungen getrennt werden müssten.

Sechs Eingrifflöcher an den Seiten des Inkubators ermöglichen zudem ein gleichzeitiges Arbeiten von vier Personen am Bett, erläutert die Klinik-Sprecherin. „Das kann notwendig werden, wenn ein Arzt eine Untersuchung oder Behandlung vornimmt und das Kind gebettet oder gehalten werden muss.“

Ein am Kopfende befestigter Bügel diene der Befestigung der Kabel und Schläuche, die für die Intensivpflege eines Neugeborenen erforderlich sind. So entstehe mehr Bewegungsfreiheit, Platz und vor allem Sicherheit, weil alles geordneter platziert werden kann. Vor allem aber gewähre diese Befestigung mehr Sicherheit und eine leichtere Handhabung bei einer künstlichen Beatmung, erläutert Schiwek weiter. „Alles, was benötigt wird, ist ja ziemlich klein und fein. Das Personal muss sehr genau und achtsam hantieren, darf nichts übersehen oder versehentlich beschädigen.“ Auch den hohen hygienischen Standards, auf die in dem hochsensiblen Bereich der Frühgeborenenversorgung besonderer Wert gelegt wird, würden die neuen Modelle durch besondere Zusatzausstattung in der Befeuchtungsregulierung noch besser gerecht. Die genaue Einstellung von Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Inkubator werde vom Personal vorgenommen und automatisch geregelt.

Mit den zwei neuen Intensivpflegebetten hat die Neonatologie nun drei dieser hochwertigen Inkubatoren. Die Doppelwandigkeit der Glasscheiben schützt laut Schiwek die kleinen Patienten gegen äußere störende Einflüsse wie Temperaturabweichungen im Raum oder Geräusche. Die Lebensparameter des Neugeborenen würden über Monitore dargestellt. Die computergesteuerte Vernetzung erlaube außerdem die Kontrolle vom Schwesternstützpunkt aus.

Schiwek: „Das Klinikum hat sich für die Investition entschieden, um den besonderen Erfordernissen auf einer Neugeborenenintensivstation noch besser gerecht zu werden. Dabei standen Sicherheit und Präzision an erster Stelle.“ Ärzte und Schwestern der Station seien begeistert von den neuen, höhenverstellbaren Inkubatoren.

Aber nicht allein die komfortablen Neuanschaffungen sorgen laut Schiwek auf der Station für Freude. Bis zum 4. November haben ihren Angaben zufolge in diesem Jahr 406 Babys im Klinikum Altenburger Land das Licht der Welt erblickt. Das 400. diesjährige Kind wurde am 30. Oktober um 8:38 Uhr geboren. Der kleine Juri Max wog bei seiner Geburt 3640 Gramm und hatte eine Körpergröße von 52 Zentimeter. Die glücklichen Eltern sind erst vor kurzem aus beruflichen Gründen mit ihrer 18 Monate alten Tochter nach Altenburg gezogen. Juri Max brauchte nicht in den Inkubator, er war stabil und kräftig genug und durfte gleich ins Zimmer seiner Mutter.

Wer sich für das Spektrum der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin oder die Angebote der Mutter-Kind-Station interessiert, kann sich auf der Homepage des Klinikums www.klinikum-altenburgerland.de informieren.

Von Frank Prenzel

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