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Altenburg Altenburger Johannisgraben wird wieder aufgerissen – und gesperrt
Region Altenburg Altenburger Johannisgraben wird wieder aufgerissen – und gesperrt
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07:47 29.11.2018
Auf der linken Seite des gesamten Johannisgrabens in Altenburg gibt es den gefürchteten Waschbretteffekt. Der gravierende Baumangel soll nun ein Jahr später als geplant beseitigt werden. Quelle: Mario Jahn
Altenburg

Eigentlich sollte der Johannisgraben längst fertig sein. Ende 2017 war das Ende der Sanierung der Straße am Rande der Altenburger Innenstadt ursprünglich geplant. Doch daraus wurde nichts. Erst fehlten Steine aus China, weil Steinbrüche geschlossen wurden. Dann trat kurz nach der vorläufigen Freigabe der gefürchtete Waschbretteffekt auf. Seither sorgen Wellen in der Fahrbahn dafür, dass Autofahrer kräftig durchgeschüttelt werden. Ein Mangel, der eigentlich im Frühling dieses Jahres beseitigt werden sollte. Wie der für Bauangelegenheiten zuständige Bürgermeister Frank Rosenfeld auf Nachfrage sagte, soll dies nun erst im März/April 2019 geschehen.

Waschbretteffekt auf gesamter Länge

Grund für den neuerlichen Verzug: Die Schäden sind größer als zunächst angenommen. So erstreckt sich der Waschbretteffekt, der meist durch Pfusch entsteht, nicht nur – wie von der beauftragten Baufirma schon eingeräumt – auf die linke Seite des Teilstücks zwischen Gerhard-Altenbourg-Straße und Johannisstraße, sondern auf die ganze Länge des Johannisgrabens. Wie Rosenfeld weiter informierte, müssen zudem in zwei Abschnitten die Gehweghöhen und das Pflasterbild korrigiert werden.

Mängel sollen bis Sommer abgestellt sein

Als die Stadt die Firma damit konfrontierte, drohte sich die Sache nach OVZ-Informationen zum Rechtsstreit auszuwachsen. Ein jahrelanges Verfahren vor Gerichten wurde aber im letzten Moment verhindert. „Es gibt keinen Rechtsstreit“, so der Bürgermeister. Vielmehr habe man sich inzwischen verständigt, dass die Firma bis zum 30. April 2019 nachbessert. Los gehen solle es, sobald es die Witterung zulässt und wieder Asphalt lieferbar ist. „Es ist also damit zu rechnen, dass die Mängel bis nächsten Sommer beseitigt sind.“ Das sei auch der Kernpunkt des gestrigen Abnahmetermins gewesen.

Hoffnung für weiteres Teilstück

In der Folge wird der erst sanierte Johannisgraben zwischen Altenbourg- und Johannisstraße halbseitig wieder aufgefräst. Anders lässt sich der Waschbretteffekt dort laut einem Gutachten nicht beseitigen, weil der Fehler zu tief liegt. Auf dem Stück zwischen Schmöllnscher Vorstadt und Altenbourg-Straße hingegen besteht noch Hoffnung, dass es reicht, die Oberfläche zu erhitzen und glatt zu bügeln. Vor allem deshalb, weil die Wellen dort deutlich schwächer ausgeprägt sind.

Stadt entstehen keine Zusatzkosten

„Es wird noch geprüft und dann müssen wir sehen, ob es dort auch notwendig ist abzufräsen“, sagte Rosenfeld. Er bestätigte zudem, dass es während der neuerlichen Arbeiten zu einer Sperrung der Straße kommen wird. Allerdings nicht voll, sondern nur halbseitig. Wie lange, hängt allerdings am Umfang der Arbeiten, der noch nicht feststeht. In jedem Fall handle es sich um einen Fall der Gewährleistung, so der Bürgermeister weiter. „Der Stadt entstehen keine Zusatzkosten.“

Sanierung kostete über eine Million Euro

Für die Sanierung des Johannisgrabens investierte die Stadt etwas mehr als eine Million Euro. Davon wurde zunächst das Eckhaus Schmöllnsche Straße 17 abgerissen und beräumt. Im Anschluss gab es von Mai des Vorjahres bis Frühjahr dieses Jahres einen neuen Straßenbelag, neue Gehwege mitsamt Natursteinbefestigungen. Außerdem wurden in dieser Zeit die Anordnung der Lampen optimiert und 37 Parkplätze geschaffen.

Bus soll zum Weibermarkt fahren

Durch die Umgestaltung ist der Johannisgraben zwischen Altenbourg-Straße und Schmöllnscher Straße zudem beidseitig befahrbar. Dies geschah mit dem Ziel, die Innenstadt besser erreichbar zu machen und vor dem Hintergrund von Plänen, irgendwann einen Bus zum Weibermarkt fahren zu lassen.

Verzug von Beginn an

Allerdings begann schon der Abriss des Eckhauses, einst für 2016 angesetzt, erst Anfang 2017. Begründet wurde das mit einem verspätetet eingetroffenen Fördergeldbescheid. Dieser verzögerte sich seinerzeit durch zusätzlichen Klärungsbedarf im Zuge des Abrisses. Somit begann bereits da die Kette zeitlicher Verzögerungen, die über mehrere Monate Verzug inzwischen bis auf ein gutes Jahr angewachsen sind.

Von Thomas Haegeler

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