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Altenburg Altenburger Katholiken haben einen neuen Pfarrer
Region Altenburg Altenburger Katholiken haben einen neuen Pfarrer
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17:05 05.03.2017
Pfarrer Konrad Köst ist am Sonntag in Altenburgs katholischer Kirche feierlich ins Amt eingeführt worden. Quelle: Mario Jahn
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Altenburg

Rund 1800 Katholiken im Raum Altenburg-Schmölln haben einen neuen Pfarrer. Konrad Köst wurde am Sonntag in Altenburg von Dekan Klaus Schreiter ins Amt eingeführt. Eine Feier, die am kommenden Sonntag in Schmölln Wiederholung finden soll. Für Köst ist es die erste Begegnung mit der Region. „Ich hatte zuvor noch keine Verbindung nach Altenburg. Aber die ersten Eindrücke sind sehr positiv“, versicherte er.

Mit dem Amtsantritt des 60-Jährigen endet für die Pfarrei eine mehr als einjährige Ausnahmesituation. Kösts Vorgänger Andreas Martin war im November 2015 erkrankt – seitdem liefen Vertretungsregelungen. Pfarradministrator Stefan Thiel und der Schmöllner Seniorpfarrer Karl Brünnler übernahmen Gottesdienste, gelegentlich kamen auch Gastpfarrer. „Die Gemeinde freut sich, dass die Stelle jetzt wieder besetzt ist“, sagte Gemeindereferentin Gabriele Scholler.

Dabei war Konrad Köst der Abschied aus Falkenstein im Vogtland nicht leicht gefallen. 18 Jahre hatte er dort – auf 600 Metern Höhe – eine Gemeinde in Obhut, „die mir ans Herz gewachsen ist“, wie er schildert. Die Trennung der gemeinsamen Wege verlief bei einigen Gemeindegliedern nicht ohne Tränen. „Aber der Schritt war richtig. Nach 18 Jahren kann man als Pfarrer keine großen Impulse mehr geben. Deshalb lasse ich mich nach einiger Zeit gern woanders hin versetzen.“ Konrad Köst, der seine Laufbahn als Diakon in Pirna startete, hat als Kaplan in Zwickau gewirkt, übernahm 1990 die Pfarrei Markkleeberg und war als Dekanatsjugendseelsorger zugleich für die überpfarrliche Jugendarbeit in Leipzig und Landkreis zuständig. Falkenstein wurde ab 1998 zu seiner längsten Station.

Nun also Altenburg-Schmölln. Die Umzugskisten sind im Altenburger Pfarrhaus angekommen – ausgepackt sind sie noch nicht. Konrad Köst verbrachte den Februar damit, eine Leidensgeschichte zum Ende zu führen. „Bei einem schweren Verkehrsunfall im Dezember 2014 ist mir der rechte Unterschenkel zertrümmert worden. Sechs Operationen musste ich mich unterziehen, um das Bein wieder herzustellen“, erklärte er. Soeben folgte die letzte, in wenigen Wochen soll das Laufen wieder funktionieren. Zur Amtsführung allerdings ging der Pfarrer noch an Gehhilfen.

In nächster Zeit, so sagt er, möchte er die Pfarrei erkunden – ihre Stärken, Traditionen, Eigenheiten. Auch die der Pfarrei Rositz-Meuselwitz-Lucka, die mit Altenburg-Schmölln in Verantwortungsgemeinschaft steht. Wie wichtig es ist, sich kennenzulernen und auf Augenhöhe zusammenzurücken, weiß Konrad Köst aus Erfahrung. Sein Einzugsgebiet wuchs zuletzt im Zuge von Zusammenlegungen bis Klingenthal und Auerbach. „Auch den kleinen Gemeinden im Verbund eine gewisse Eigenständigkeit zu bewahren, darauf kommt es an.“

Von Kay Würker

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