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Altenburg Altenburger Kitas erhöhen Preise
Region Altenburg Altenburger Kitas erhöhen Preise
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20:22 25.07.2012

Von Monique Pucher und Ellen Paul

50 Euro müssen Eltern beispielsweise in den Kindergärten der Arbeiterwohlfahrt (Awo) im Monat mehr für die Betreuung ihrer Kinder aufbringen. "Seit Februar zahle ich 100 Euro mehr für meine beiden Kinder", erzählt eine junge Mutti aus Altenburg und fügt hinzu: "Dieses Geld muss man erst einmal übrig haben." So wie die Awo haben auch die anderen freien Träger der insgesamt 13 Einrichtungen in Altenburg die Gebühren erhöht oder planen es ab September. Die Spanne reicht von 15 bis 50 Euro pro Monat. Und das ist dem Vernehmen nach noch lange nicht das Ende der Fahnenstange.

"Zum jetzigen Zeitpunkt prüfen wir eine erneute Erhöhung. Ob, wann und in welcher Höhe wissen wir allerdings noch nicht", sagt beispielsweise Uwe Werner, Regionalvorstand der Johanniter, in dessen Einrichtung die Gebühren bereits um 15 Euro angehoben wurden.

Die Ursachen für die neuen Gebühren sind vielfältig. Zum einen zählen gestiegene Strom- und Heizungskosten dazu, zum anderen die höheren Löhne für die Erzieher sowie die Einstellung neuer Erzieher. "Indirekt haben die Erhöhungen schon mit dem neuen Kita-Gesetz zu tun", argumentiert Dirk Gersdorf, Pressesprecher der Arbeiterwohlfahrt in Thüringen. Um das Recht auf einen Kita-Platz umzusetzen, brauche man entsprechend Personal. Da aber auch in den alten Bundesländern derzeit verstärkt neue Kita-Plätze errichtet werden, sind ausgebildete Erzieher sehr gefragt. "Es wird regelrecht um unsere Erzieherinnen geworben. Und dass sie dort wesentlich mehr verdienen, ist nicht von der Hand zu weisen. Deshalb müssen auch wir Fachkräfte besser bezahlen", so Gersdorf.

Auf der anderen Seite stehen nun die Eltern, die zusehen müssen, wie sie den Betreuungsplatz für ihr Kind finanzieren. "Im Gesetz steht, dass die Elternbeiträge sozial verträglich sein sollen. Für mich sind sie das nicht", protestiert Jaqueline Opitz, Elternbeiratsmitglied in der Kita am Spielplatz. Gemeinsam mit anderen hat sie Zettel in den Einrichtungen verteilt, um Unterschriften gegen die Gebührenerhöhungen zu sammeln.

Ob und wie diese weiter angehoben werden, hängt maßgeblich von den Verhandlungen zwischen der Stadt Altenburg und den freien Trägern ab. Laut Robby Tänzer, Dezernent für Jugend, Soziales und Sport im Rathaus, sollen sie zeitnah stattfinden. "Derzeit erhalten die Träger pro Platz und Monat 380 Euro. Bei Einrichtungen, in denen mehr als zehn Prozent der Kinder unter zwei Jahren sind, 400 Euro. Damit liegt die Stadt deutlich über dem Thüringer Schnitt von 347 Euro." Bei insgesamt 1140 Plätzen zahlt die Stadt also knapp fünf Millionen Euro pro Jahr, wobei aber 2,2 Millionen vom Freistaat kommen.

"Wir müssen uns also die Frage stellen, ob wir die Zuschüsse erhöhen und uns dafür andere Dinge nicht mehr leisten können", erklärte Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) in der Vorwoche auf eine entsprechende Anfrage im Stadtrat. "Reden müssen wir aber auf jeden Fall darüber, wenn wir den Anspruch haben, eine kinderfreundliche Stadt zu sein."

Schon in der nächsten Woche soll es deshalb einen Runden Tisch mit Elternvertretern, den freien Trägern, dem OB, der Landrätin und einem Vertreter des Freistaats Thüringen geben. "Die Zeit drängt", so Kai-Uwe Hartung, Vorsitzender eines provisorisch gegründeten Elternbeirats, der nicht nur eine Einrichtung, sondern alle Eltern vertritt. "Denn inzwischen werden die ersten Kinder schon abgemeldet."

-Kommentar

160 (110) 151,70 (101,70) 1.2.2012

135 (120) 117 (102) 1.1.2012 (weitere geplant)

Brummkreisel noch offen (115) noch offen (98) 1.9.2012

Holzhaus noch offen (120) noch offen (105) 1.9.2012

160 (125) 140 (110) 1.9.2012

160 (133) 150 (118) 1.9.2012

noch offen (130) noch offen (100) 1.9.2012

keine Krippenplätze 120 (95) 1.7.2012

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