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Altenburg Altenburger Kreistag beschließt neues Tourismus-Konzept
Region Altenburg Altenburger Kreistag beschließt neues Tourismus-Konzept
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18:13 25.11.2015
Der Kreistag des Altenburger Landes hat über ein neues Tourismus-Konzept abgestimmt. (Archivfoto) Quelle: Mario Jahn
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Altenburg

Die Tourismusförderung im Landkreis Altenburger Land soll ab 2016 auf neue Füße gestellt werden. Dafür legte der Kreistag mit einem mehrheitlich gefassten Beschluss vor einigen Tagen die Grundlage. Der Altenburger Stadtrat will am Donnerstag nachlegen. Anlass dafür ist zum einem der zum Jahresende auslaufende Vertrag zwischen der Skatstadt und der Altenburger Tourismus GmbH (ATG). Dort ist geregelt, dass die ATG im Auftrag des Fremdenverkehrsverbandes auch Aufgaben der kreislichen Tourismusmusförderung wahrnimmt. Das würde nun enden.

Zum anderen klagen die Touristiker seit Jahren, dass sich an der Finanzierung längst nicht alle und zusätzlich auch immer weniger Gemeinden beteiligen, obwohl sie von der Förderung partizipieren. Gleichzeitig steht der Nutzen für jene, die zahlen, nicht zu ihrem Aufwand. Altenburg brachte bisher den größten Anteil an der Finanzierung auf, obwohl der Nutzen aus Umsätzen und Übernachtungszahlen weit über die Stadtgrenzen hinausgeht.

Eine Lösung für diese Diskrepanzen und die mitunter als Trittbrettfahrerei kritisierten Unstimmigkeiten wurde nie gefunden. Mit der Neuregelung der Förderung soll dazu ein neuer Anlauf genommen werden. Zunächst wird der Landkreis ab 2016 seinen jährlichen finanziellen Zuschuss an den Fremdenverkehrsverband von bislang 25.700 um 67.210 Euro erhöhen. Neben dem Mitgliedsbeitrag zahlt der Landkreis dann über 117.000 Euro. 2017 steigt dieser Betrag sogar auf 134.510 Euro. Im Gegenzug sinkt der Zuschuss von Altenburg von bislang 127.330 im kommenden Jahr auf 68.000 Euro. Mit den freiwerdenden Mitteln könnte Altenburg die Betreibung seiner Tourmusmusinformation (ATI) neu regeln, was man in der Kreisstadt ohnehin vorhat.

Neben der Finanzierung ist auch die Aufgabenverteilung neu und klarer geregelt. Das Landratsamt investiert je nach vorhandenen Mitteln in die touristische Infrastruktur, sucht Fördermittel und präsentiert den Kreis auf Messen. An den Fremdenverkehrsverband übertragen werden Marketing, Qualitätssicherung, die Beratung der Gemeinden und die Einbettung der touristischen Angebote in ein Gesamtkonzept. Als sehr wichtig werden die Verbesserung der Zusammenarbeit und die gemeinsame Entwicklung eines regionaltypischen Tourismus’ unter Einbeziehung regionaler Produkte erachtet. Ziel ist die touristischen Ausprägung der Region als Marke mit Alleinstellungsmerkmal. Weiterhin geht es um die Stärkung des Tourismusbewusstseins der Bevölkerung und die Verbesserung der touristischen Attraktivität und Wahrnehmung des Altenburger Landes.

Durch all dies versprechen sich die Fachleute auch eine Imageverbesserung für die Region, die Schaffung und Sicherung von Jobs und sogar einen Anreiz für Investoren, sich hier niederzulassen.

Finanzierungsmodell und Aufgaben sollen noch vertraglich geregelt werden. Der Fremdenverkehrsverband wird danach einen Finanzausschuss bilden, der ausschließlich mit Vertretern der öffentlichen Hand besetzt wird und über die Verwendung von Beträgen über 10.000 Euro befindet. Der Vertrag enthält ein Sonderkündigungsrecht des Kreises für den Fall, dass Altenburg seine finanzielle Beteiligung beendet.

Eine Diskussion der neuen Tourismusförderung fand im Kreistag nicht statt. Die Vorlage wurde mit 26 Ja-Stimmen beschlossen, drei Kreisräte stimmten mit nein, drei enthielten sich.

Von Jens Rosenkranz

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