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Altenburg Altenburger Kuchen ist bei Grüner Woche in aller Munde
Region Altenburg Altenburger Kuchen ist bei Grüner Woche in aller Munde
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00:18 25.01.2016
Die Altenburger Landfrauen haben auf der Grünen Woche gut zu tun, um Kuchen aus dem Altenburger Land unter die Leute zu bringen. Quelle: Tom Kleinfeld
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Altenburg/Berlin

„Klar ist das ein ganz schöner Stress. Aber irgendwann bekommt man vielleicht aus der Ferne ein Feedback auf diese Präsentation“, sagt Romy Strobel. Die Konditormeisterin aus Altenburg ist die Chefin der gleichnamigen Traditionsbäckerei in der Skatstadt, und mit vier weiteren backenden Familienbetrieben – Gerth aus Kostitz, Pfeiffer und Martin aus Gößnitz sowie Reisemann aus Schmölln – ist sie mit ihrem Geschäft derzeit auf der weltgrößten Verbrauchermesse, der Grünen Woche in Berlin, präsent. Ergänzt wird die Schau privater Familienbetriebe durch die Gravieranstalt von Claus Gleitsmann aus Altenburg, der für die Messe, die am Sonntag endet, extra eine Sondermünze angefertigt hat.

„Es ist das erste Mal, dass wir kleinen Familienbetriebe uns in Berlin darstellen können“, erzählt Romy Strobel. Geglückt sei dies dank des diesjährigen Themenschwerpunktes der Grünen Woche, der auf dem Freistaat Thüringen liegt. „Deshalb präsentiert sich dort ja auch das Altenburger Land ganz besonders.“ Mit dabei seien natürlich Brauerei, Senffabrik und Käserei, aber diese Unternehmen seien ja seit einigen Jahren dort zu Gast. „Wir als kleine Unternehmen hätten so einen Auftritt jedoch nie allein gewagt oder stemmen können“, sagt die stellvertretende Innungsobermeisterin. Es sei eine Initiative des Landratsamtes und speziell von Wirtschaftsförderer Wolfram Schlegel gewesen, der an die kleinen Unternehmen herantrat und eine gemeinsame Präsentation mit echten Landkreis-Spezialitäten vorschlug.

Nun können Unternehmer wie Romy Strobel und ihre Kollegen nicht alle Tage in Berlin bleiben und fürs Altenburger Land die Werbetrommel rühren. Ein Tagesbesuch in die Bundeshauptstadt mitsamt ausgedehntem Abstecher zum eigenen Stand musste reichen. Was Romy Strobel dort erfahren hat, stimmt sie froh und vor allem erwartungsfreudig auf das vielleicht irgendwann einsetzende Feedback aus weiter Ferne. „Wir haben in Berlin unter anderem die Landfrauen in ihren Trachten dabei, die unseren Kuchen verkaufen. Sie sind prädestiniert dafür“, sagt die Konditormeisterin.

Übrigens: Der in Berlin angebotene Kuchen ist ein Original aus dem Altenburger Land. „Es ist zumeist Huckelkuchen oder Aufläufer, den es wirklich nur im Altenburger Land gibt und eine regionale wie einzigartige Spezialität ist. Aber auch klassischer Hefekuchen mit Streuseln ist dabei“, erklärt die Expertin. Jeden Tag macht sie sich per Auto auf eine Rundreise durch den Landkreis, um in jeder der beteiligten Bäckereien zwei Bleche mit der frisch gebackenen süßen Einzigartigkeit abzuholen – insgesamt acht Bleche, eine Tagesration in Berlin. „Per Kurier vom Landratsamt geht die Ladung dann täglich nach Berlin“, berichtet Romy Strobel.

Und wie kommt das ostthüringer Leckerchen beim Messepublikum an? „Die Berliner sind dafür bekannt, dass sie nicht so die großen Kuchenesser sind. Aber trotzdem ist das Interesse schon ziemlich groß und wird fleißig probiert.“

Von Jörg Wolf

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