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Altenburger Kulturbund begeistert mit Bahn-Kunstwerken

Jubiläumsausstellung Altenburger Kulturbund begeistert mit Bahn-Kunstwerken

Zum zweiten Mal ist es dem Team der Kulturbundgalerie gelungen, ein überregionales Ausstellungsprojekt nach Altenburg zu holen. War es im Oktober 2012 die Securitas Holding Deutschland, die das vielfältige künstlerische Schaffen ihrer Mitarbeiter vorstellte, ist es 2015 die Stiftung Bahn-Sozialwerk.

Interessiert nehmen die Besucher die ausgestellten Arbeiten in Augenschein.

Quelle: Mario Jahn

Altenburg. Viele Bahnkunden klagen über mangelnde Kreativität der Deutschen Bahn, meinen, solche gäbe es nur bei Preissteigerungen. Doch weit gefehlt! Derzeitige und ehemalige Mitarbeiter der Bahn, die im Sozialwerk organisiert sind, bewiesen den Galeriebesuchern das Gegenteil. Das kulturelle Ereignis im Saal des aufwendig sanierten ältesten Bürgerhauses der Stadt, Brühl 2 – noch dazu noch im Rahmen der 4. Bundeskunsthandwerks-Ausstellung dieser Institution und als 125. Offerte der Kulturbund-Galeristen – beweist es.

Seit Gründung im Jahr 1904 sorgt das Bahn-Sozialwerk mit einem ganzheitlichen Konzept dafür, dass sich die Lebensqualität und Leistungsfähigkeit der Bahnbeschäftigten verbessert. Dabei wird unter anderem viel Wert auf die Kultur- und Freizeitgestaltung gelegt, dazu gehört die Bildende Kunst. So werden Freizeitseminare angeboten, in denen zum Beispiel einige der kleineren in der Ausstellung zu sehenden Exponate entstanden sind. Seit Aufhebung der deutschen Teilung profitieren auch die Bahnbeschäftigten Ostdeutschlands von diesen Angeboten.

In der in der Galerie Brühl 2 gezeigten Schau sind 104 Exponate von 49 Künstlern quer durch Deutschland, jedoch auf die neuen Bundesländer konzentriert, zu entdecken. Sie umfassen Arbeiten aus den Bereichen Schnitzen, Keramik, Metallarbeiten, Klöppeln, Sticken und Häkeln. In der Kategorie freies Gestalten sind unter anderem Kissen, Taschen, Kerzen, Modeschmuck oder Glückwunschkarten zu sehen.

Es ist in diesem Rahmen nicht möglich, auf die Vielfalt der einzelnen Exponate einzugehen. Man sollte sich also selbst auf den Weg in die Galerie Brühl 2 begeben, um sich ein Bild von der Kreativität der Bahnmitarbeiter zu machen. Zu den „Hinguckern“ werden auf jeden Fall die geschnitzte Gewandhaus-Pyramide Zwickau und die mechanisch betriebenen Exponate „Buckelbergwerk“, „Schäferstündchen“ und „Zwickauer Weihnachtsmarkt“ werden.

Wie Günter Flurschütz in einem vorab geführten Gespräch betonte, ist es dem Bahn-Sozialwerk wichtig, die besten Arbeiten zu prämieren. Vergeben werden Medaillen in Gold, Silber und Bronze. Des Weiteren werden auf der Basis von Vergleichen mit ähnlichen Projekten in internationalen Eisenbahngewerkschaften Diplome vergeben sowie selbstverständlich die Teilnehmerurkunde für jeden Aussteller.

Zur Prämierung wurde eine unabhängige Jury Altenburger Kunstschaffender berufen: Inge Popp von den Klöppelmäusen Knau sowie Carla Pinkert und Ulrike Weißgerber vom Studio Bildende Kunst des Lindenau-Museums.

Zur überaus gut besuchten Vernissage waren bundesweit auswärtige Aussteller angereist. Sie wurde musikalisch umrahmt von einer Gitarrengruppe der Musikschule Altenburger Land unter der Leitung von Petra Hetzel. In ihrem Grußwort des Ausstellungs-Kataloges hatte Altenburgs Bürgermeisterin Kristin Moos bereits ihre Freude geäußert, dass unter den Exponaten auch elf Altenburger vertreten sind. Im Rahmen der Vernissage äußerte Günter Flurschütz als Organisator und Mitglied des Arbeitsausschusses „Bildende Kunst“ im BSW seine Freude und Anerkennung über die Zusammenarbeit mit dem Team des Kulturbundes. Dadurch sei die Bundeskunstausstellung ein voller Erfolg geworden. Goldmedaillengewinner derselben wurden Ute Krautwer (Eisenach, Kategorie Keramik), Ute Freudenthal (Altenburg, Kategorie Sticken und Häkeln), Gerhard Rüdiger (Zwickau, Kategorie Schnitzen), Herbert Beinlich (Bad Lippspringe, Kategorie Metallarbeiten). Gleich zwei dieser begehrten Medaillen erhielt Edith Seidler (Zwickau) für ihre Arbeiten im Klöppeln und beim Freien Gestalten.

Von Frieder Krause

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