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Altenburg Altenburger Kulturpreis wird an Prinzenraub-Förderverein vergeben - vor halbleerem Saal
Region Altenburg Altenburger Kulturpreis wird an Prinzenraub-Förderverein vergeben - vor halbleerem Saal
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19:17 10.09.2012

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Von Ellen Paul

Denn die Auszeichnung stand von Anfang an unter keinem guten Stern. Nur eine Woche, nachdem der Stadtrat entschied, dem Förderverein den Kulturpreis 2012 zu verleihen, folgte ein böses Erwachen. Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) tat via Pressekonferenz kund, die neue Festspielstaffel aus Geldmangel verschieben zu wollen. Stadträte und Vereinsmitglieder waren gleichermaßen geschockt. Die Vorsitzende Birgit Klaubert sprach von einem Begräbnis erster Klasse.

Inzwischen haben sich die Wogen etwas geglättet. "Der Preis ist an die Verpflichtung gebunden, die Spielfreude der Mitwirkenden zu erhalten. Wir werden auch angesichts vor uns stehender schmerzender Entscheidungen weitermachen. Der Verein wird sich weiter engagieren und sich einmischen", gab sich die Linken-Politikerin am Sonnabend kämpferisch.

Dass dies nicht ohne Veränderung gehen wird, ist Klaubert dabei sehr wohl bewusst. Denn die Aufgabenstellung des 2003 gegründeten, inzwischen 190 Mitglieder zählenden Fördervereins wird künftig eine andere sein.

Vor neun Jahren hatte er sich auf die Fahnen geschrieben, auf möglichst breiter Front das Prinzenraub-Fieber zu entfachen und die Stadt bei der Etablierung der Festspiele zum 550. Jahrestag des legendären Kidnappings 2005 zu unterstützen, wie Karin Kundt-Petters erinnerte. Die inzwischen pensionierte Schauspielerin des Landestheaters hatte nicht von ungefähr das Amt der Laudatorin übernommen. Schließlich war sie auf Seiten der Profis selbst aktiv bei den Festspielen und konnte so die Leistungen der ehrenamtlichen Mitwirkenden auf, vor und hinter der Bühne am besten beurteilen. "Sie sind nicht hoch genug zu würdigen", sagte die Künstlerin.

Was für den Förderverein gleichermaßen gelte. Denn ihm sei es gelungen, die Prinzenraub-Familie zusammenzuhalten, Feste und andere Treffen zu organisieren und finanzielle Mittel zur Unterstützung zu akquirieren. "In acht Jahren sind das immerhin 63 000 Euro gewesen", weiß die Laudatorin, die dem Verein Kraft wünschte, das wunderbare Gemeinschaftsgefühl zu erhalten.

Das erhofft sich auch der Oberbürgermeister. Denn der Verein habe Großes vollbracht. "Die Ehrenamtlichen sind Aushängeschild, Werbe- und Symphatieträger. So etwas braucht die Stadt. Lassen Sie uns die schwierige Zeit bis zu den nächsten Festspielen überbrücken", warb Michael Wolf.

Geschehen soll dies neben regelmäßigen Zusammenkünften vor allem mit der neugegründeten Mitspieler-Akademie, die bereits zwei Stücke herausgebracht hat, die beide am Sonnabend gezeigt wurden: "Prinzenraub on tour" und "Die lustigen Weiber von Windsor" (siehe auch unten stehenden Beitrag). Wobei der Prinzenraub ausnahmsweise mal richtig auf die Schippe genommen und mit vielen Gags gewürzt wurde, was für Heiterkeit und begeisterte Pfiffe beim Publikum sorgte. Dessen Zahl indes lag weiter unter den Erwartungen. Auch von den Stadträten waren gerademal zwei Handvoll gekommen.

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