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Altenburg Altenburger Land: Einbruchsserie in Kleingärten wohl aufgeklärt
Region Altenburg Altenburger Land: Einbruchsserie in Kleingärten wohl aufgeklärt
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00:17 30.01.2016
Die Einbrecher nahmen aus Lauben alles mit, was sich zu Geld machen lässt. (Symbolfoto) Quelle: Leipzig report
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Altenburg

Als die Polizeibeamten am Sonntag gegen 23.25 Uhr bei Lucka einen mit einer Frau sowie drei Männern besetzten Opel Corsa stoppten und Wagen wie Insassen genauer unter die Lupe nahmen, war ihnen schnell klar, dass ihnen hier ein kapitaler Fang geglückt war. Nicht nur, dass der Fahrer ohne Führerschein und noch dazu wohl unter Drogen unterwegs war. Auch die anderen Insassen des Fahrzeugs waren durchweg der Polizei bekannt. Zudem fanden sich im Wagen Großpackungen mit eingefrorenen Lebensmitteln sowie weitere Nahrungs- und Genussmittel, die eindeutig einem kurz zuvor begangenen Einbruch in die Gaststätte „Zur Birke“ in der gleichnamigen Luckaer Gartenanlage zugeordnet werden konnten. „Die vier Fahrzeuginsassen, eine 29-jährige Frau sowie drei Männer im Alter von 35, 29 und 22 Jahren, kamen vorübergehend in Gewahrsam. Wir haben am Montag weiterermittelt, ob die Vier auch für andere Taten in Frage kommen“, sagte am Mittwoch der erste Polizeihauptkommissar und Chef der Ermittlergruppe der Polizeiinspektion, Frank Hummel.

Seit 10. Januar verging kaum eine Woche, in der nicht ein oder mehrere Einbrüche in Gartenanlagen bekannt wurden. Bei den Tatverdächtigen handelt es sich um Deutsche, die in einer gemeinsamen Wohnung im Landkreis leben. Alle sind der Polizei bereits bekannt. Unter anderem auch wegen anderer Einbrüche, aber auch wegen diverser Drogendelikte sowie dem Konsum von Drogen, so Hummel.

Bei einer Wohnungsdurchsuchung am Montag wurden die Beamten wieder fündig: „Gegenstände wurden sichergestellt, die eindeutig mit anderen Einbrüchen in Verbindung stehen“, erklärte der Polizist. Seine Aufzählung reichte von diversen Fernsehern, Werkzeug, einem Notstromaggregat, einem Fahrrad, Benzin, einer Angel sowie Nahrungs- und Genussmittel. „Dinge die zu Geld gemacht oder konsumiert werden können.“

Anhand der Funde könne man den Tatverdächtigen die Einbruchsserien in den Gartenanlagen Neupoderschau, Kriebitzsch, Geraer Straße Altenburg, Falkenhain sowie in den Meuselwitzer Sparten „Glück Auf“ und Gemeinnutz“ zuordnen. Hummel: „Bislang sind wir bei weit über 30 Einzeltaten, in denen die Lauben oftmals rabiat geöffnet wurden, um sie zu durchsuchen.“ Der entstandene Sachschaden übersteigt oftmals den Beutewert um ein Vielfaches, weil Türen oder Fensterläden aufgehebelt oder regelrecht aufgerissen oder Fensterscheiben eingeworfen wurden.

Ob die Zahl der nachgewiesenen Einzeltaten weiter ansteigt, vermag Hummel nicht genau zu sagen. Keiner wisse ja, ob mancher Einbruch noch immer unentdeckt sei und erst später angezeigt wird. Bei den Durchsuchungen hat die Polizei auch Fundstücke sichergestellt, bei denen noch unklar ist, ob die aus einem Einbruch stammen.

Damit scheint zumindest ein Großteil der Einbruchsserie in Anlagen der jüngeren Vergangenheit geklärt zu sein. Unbekannt sind weiter die Täter von zwei bis drei Sparteneinbrüchen im Raum Zehma.

Im konkreten Fall wird gegen das Quartett nun wegen Einbruchdiebstahls, Fahren ohne Fahrerlaubnis sowie unter Drogeneinfluss ermittelt. Alle vier sind zwischenzeitlich wieder auf freiem Fuß.

Von Jörg Wolf

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