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Altenburger Land: Sammelaktion für Flüchtlinge ins Leben gerufen

Von Kinderwagen bis Männerschuhe Altenburger Land: Sammelaktion für Flüchtlinge ins Leben gerufen

Fahrräder, Kinderwagen, Decken, Männerkleidung und und und – Mathias Geidel könnte zig Dinge aufzählen, die benötigt werden, um Asylbewerbern und Menschen, deren Asylgesuch genehmigt wurde, zu helfen. Geidel betreut die zentrale Sachspenden-Sammelstelle für Flüchtlinge, die die Kreisdiakonie und der kürzlich gegründete Verein Futura ins Leben gerufen haben.

In der Altenburger Otto-Dix-Straße 41 werden Kleiderspenden für Flüchtlinge entgegen genommen. Die ehrenamtlichen Helfer David Müller, Jana Lober, Dolmetscher Farhad Sedighi und Mathias Geidel (v.l.) sortierten am Dienstag einige der Sachen

Quelle: Mario Jahn

Altenburg/Nobitz. „Immer gebraucht werden im Prinzip Männerkleidung in den Größen S, M und L. Größere Anziehsachen bekommen wir nur sehr selten los“, beschreibt er. Auch Schuhe sowie zurzeit Winterkleidung wie dicke Jacken, Schals und Mützen seien gefragt. „Und derzeit ganz dringend benötigen wir Kindersachen für Jungs, in den Größen 86 bis 146.“ Wichtig dabei: Die Kleidung sollte gewaschen und qualitativ so sein, dass man sie auch selbst noch anziehen würde.

Auf einen Blick

Kleidung und kleine Hausratsartikel werden in Altenburg in der Otto-Dix-Straße 41 jeweils Dienstag und Donnerstag zwischen 14 und 15 Uhr sowie 17 und 19 Uhr entgegengenommen. Wer zu diesen Zeiten nicht kann, meldet sich in der Kreisdiakoniestelle unter 03447 8958020 oder bei Mathias Geidel unter 0152 34233096. Unter diesen Nummern werden auch Anfragen für Möbelspenden entgegengenommen.

Für Flüchtlinge in Nobitz werden Sachspenden in der Gemeindeverwaltung in Nobitz oder im Bauhof im Ortsteil Runsdorf entgegengenommen. Die genaue Terminabsprache läuft über Tel. 03447 310813 oder per E-Mail an asyl@gemeinde-nobitz.de.

Die Migrationsbeauftragte des Landkreises, Ivy Bieber, ist unter Tel. 03447 586742 oder asyl@altenburgerland.de zu erreichen.

Neben Bekleidung nimmt die Sammelstelle auch Hausrat entgegen und kümmert sich um die Vermittlung von Möbeln. „Kleiderschränke, Betten und Stühle werden vor allem an Menschen vergeben, deren Aufenthaltsstatus geklärt ist und die somit in eine eigene Wohnung ziehen“, erklärt Geidel. Er weist ebenfalls darauf hin, dass auch Kinderwagen, Fahrräder, Spielzeug und Küchenutensilien gern angenommen und an Flüchtlinge weitergegeben werden. „Decken benötigen wir bei den kalten Temperaturen ebenfalls.“

Wer spenden möchte, kann zweimal in der Woche Sachen in der Sammelstelle abgeben. In Altenburg-Nord werden aber nicht nur Kleidung, Hausrat und Möbel gelagert, sondern die Sachen auch an die Flüchtlinge verteilt. „Deshalb ist unsere Sammelstelle zwar im Prinzip für Flüchtlinge im gesamten Landkreis da, aber da sich die Leute die Sachen bei uns abholen müssen, kommen vor allem welche, die in Altenburg untergebracht sind.“

Genau dies ist einer der Gründe, warum Nobitz als erste Kommune im Landkreis selbst eine Sammelstelle für Flüchtlinge, die in der Landgemeinde leben, eingerichtet hat. In der Gemeindeverwaltung und im Bauhof werden Kleidung, Geschirr und Handtücher entgegengenommen. Wie auch in Altenburg schauen sich die Mitarbeiter Möbel vor der Spende an und holen sie gegebenenfalls auch ab. Vor allem benötigt werden Schuhe für Kinder, Winterkleidung und Geschirr. „Auch Windeln für die Familie mit Baby nehmen wir gern entgegen“, sagt der Leiter des Haupt- und Ordnungsamtes, Ralf Graichen. „Da bei uns mehrere Familien untergebracht sind, ist es besser, wenn die Leute ihre Spenden bei uns abgeben, als sie direkt zu den Leuten zu bringen.“ Zum einen könnten die Sachen so noch einmal überprüft werden, zum anderen könne man sie portionsweise und gerecht verteilen.

Wer allerdings direkt einer Familie, die beispielsweise in der Nachbarschaft wohnt oder von der das Kind in dieselbe Klasse wie das eigene geht, helfen möchte, kann auch den persönlichen Kontakt suchen, sagt Ivy Bieber, Migrationsbeauftragte des Landkreises. „Das ist natürlich ein guter Weg, um mit Leuten ins Gespräch zu kommen.“ Wer konkret spenden möchte, aber lieber anonym, könne sich auch an sie wenden.

Von Jenifer Hochhaus

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