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Altenburg Altenburger Land bei Reinigung von Glascontainerplätzen zweigeteilt - "Haltung der Stadt unverständlich"
Region Altenburg Altenburger Land bei Reinigung von Glascontainerplätzen zweigeteilt - "Haltung der Stadt unverständlich"
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11:50 23.11.2011

Per Schreiben hatte die Abfallwirtschaft den Gemeinden mitgeteilt, dass sie sich ab November selbst um die Sauberhaltung der Standorte kümmern könnten (OVZ berichtete). Aus betrieblichen und personellen Gründen könne dies das Landratsamt nicht mehr tun, lautete die Begründung. Hintergrund ist die Personalnot in der Kreisstraßenmeisterei, die gemeinsam mit der Abfallwirtschaft einen kreiseigenen Dienstleistungsbetrieb bildet und sich seit acht Jahren um die Container-Plätze gekümmert hat. Durch Stellenabbau sei dies nicht mehr möglich, informierte Werkleiterin Andrea Gerth die OVZ auf Anfrage. Auch der immer aufwendiger werdende Winterdienst lasse diese Zusatzaufgabe nicht mehr zu.

Daher entstand die Idee, die Reinigung den Gemeinden zu übertragen und ihnen dafür einen Euro pro Einwohner und Jahr zu zahlen. Auch im Werkausschuss des Kreistages sei man davon angetan gewesen, weiß Andrea Gerth. Grund für den Optimismus war die Annahme, dass sich die Gemeinden über das Geld freuen würden und in ihren Bauhöfen relativ einfach Personal für die Reinigung bereitstellen könnten. "Niemand hätte mit einem Widerstand gegen die Pläne gerechnet", sagte Andrea Gerth.

Doch den gab es. Altenburgs Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) stellte gemeinsam mit seinem Parteifreund und Kreistagskollegen Christian Repkewitz die neue Reinigungs-Regel infrage. Beide sahen den Landkreis in der Pflicht, für die Sauberhaltung der Flächen auch weiterhin zu sorgen. Das wird der Kreis in der Skatstadt nun auch tun. Denn die Übertragung war als ein freiwilliges Angebot gedacht, erläutert Andrea Gerth im Nachhinein.

Gebrauch macht davon mehr als die Hälfte der Städte und Gemeinden im Kreis, die sich um 152 Plätze von insgesamt 287 im Kreis kümmern wird. Dazu zählen beispielsweise Schmölln, Lucka und Gößnitz sowie die Verwaltungsgemeinschaft (VG) Pleißenaue und ein Teil der VG Altenburger Land.

Altenburg, Meuselwitz und die VG Wieratal lehnten das Angebot ab. Dies betrifft 135 Plätze, um die sich nun die Abfallwirtschaft kümmern wird, wie Andrea Gerth ankündigt. Ein Mitarbeiter sei seit Anfang November dafür zuständig. Freilich mit einer entscheidenden Einschränkung. Bislang wurden die Plätze wöchentlich gesäubert. Wo sich das Landratsamt kümmert, geschieht dies nur noch zweimal im Monat.

Dies wird man merken. Pro Jahr wurde an solchen Glascontainer-Standorten im Kreis 17 Tonnen Müll eingesammelt. Gerade Altenburger Plätze wurden dabei mit am häufigsten zur wilden Entsorgung missbraucht.

Die zuständige Fachbereichsleiterin im Landratamt, Birgit Seiler, kann daher über die Haltung des Rathauses der Skatstadt nur den Kopf schütteln und bezeichnet sie gegenüber OVZ als völlig unverständlich. "Altenburg hätte für die Reinigung fast 35 000 Euro bekommen. Andere Gemeinden freuen sich über das Geld, weil die Verwaltungen dort praktisch und wirtschaftlich denken", bemerkt sie. Denn mit einer selbstständigen Reinigung habe man Ordnung und Sauberkeit dort auch selbst in der Hand und müsse sich dabei nicht auf andere verlassen.

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