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Altenburg Altenburger Land hat neue Migrationsbeauftragte
Region Altenburg Altenburger Land hat neue Migrationsbeauftragte
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00:31 31.10.2015
Ivy Bieber ist ab Montag neue Migrationsbeauftragte. Quelle: Mario Jahn
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Altenburg

Ab Montag hat der Landkreis eine neue Beauftragte für Migration und Integration. Ivy Bieber übernimmt die Koordinierungsstelle im Landratsamt, die Anfang des Jahres vom Kreistag gefordert wurde. Sie löst damit Angela Kiesewetter-Lorenz ab, die bislang neben ihrer Tätigkeit als Fachdienstleisterin des Bürgerservice zusätzlich auch Migrationsbeauftragte im Landkreis war. Während sich Kiesewetter-Lorenz künftig nur noch um den Bürgerservice kümmert, ist Bieber ausschließlich für die Belange der Migranten zuständig.

„Die Aufgaben werden ganz verschieden sein“, beschreibt Bieber gegenüber dieser Zeitung ihr künftiges Tätigkeitsfeld. „Das reicht von der Vernetzung der ehrenamtlichen Unterstützungsangebote bis zur Hilfe bei der Arbeitssuche. Ich bin für alles da, wofür das Ausländeramt nicht zuständig ist.“ In den nächsten zwei Jahren, auf welche die Stelle zunächst befristet ist, möchte sie dazu beitragen, dass ein friedliches und verständnisvolles Miteinander im Landkreis selbstverständlich wird. Dafür wird sie sich nicht nur um die Belange der Flüchtlinge kümmern, sondern auch auf die Ängste und Sorgen der Menschen eingehen. „Das funktioniert nur über persönliche Gespräche“, ist Bieber überzeugt. Denn dabei würden die Leute schnell sehen, dass Asylbewerber Menschen sind wie sie selbst, mit den selben Problemen, Ängsten und auch Freuden.

Bieber weiß, wovon sie spricht. In ihrer bisherigen beruflichen Karriere hat sie mehrfach auch mit Flüchtlingen zusammengearbeitet. Als Leiterin eines soziokulturellen Zentrums in Halberstadt organisierte sie zum Beispiel Abende für junge Flüchtlinge, Sprachkurse und Begegnungsmöglichkeiten. Zuletzt war die gelernte Betriebswirtin im Landkreis Leipzig für die dezentrale Unterbringung von Asylbewerbern zuständig. Zudem engagierte sich die Beerwalderin im Altenburger Land als Integrationslotsin und ehrenamtliche Stellvertreterin der bisherigen Migrationsbeauftragten. Dies war auch ein Grund dafür, sich für die Stelle im Landratsamt zu bewerben: „Künftig im eigenen Landkreis zu arbeiten, ist schön. Zudem bin ich noch näher an den Menschen dran.“

Wenn sie sich etwas wünschen dürfte, dann würde auch die Zahl der ehrenamtlichen Integrationshelfer im Landkreis steigen. „Am besten wäre natürlich, wenn jeder ein Integrationslotse wäre. Die Zahl der Asylbewerber wird mehr, die Zahl der Probleme nicht kleiner. Auf je mehr Schultern man es verteilen kann, desto leichter wird es auch.“

Von Jenifer Hochhaus

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