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Altenburger Lindenau-Museum präsentiert seine Schätze in neuem Katalog

Von Botticelli bis Altenbourg Altenburger Lindenau-Museum präsentiert seine Schätze in neuem Katalog

Von italienischer Tafelmalerei bis zu Werken von Gerhard Altenbourg, von antiker Keramik bis zu Gemälden aus dem 20. Jahrhundert – eine neue Publikation präsentiert die Schätze des Lindenau-Museums. Mit „Das Lindenau-Museum – ein Führer durch die Sammlungen“ wird die Altenburger Einrichtung erstmals in seiner Gesamtheit vorgestellt.

Beeindruckende Malereipräsentation: Julia Nauhaus stellt den neuen Katalog des Lindenau-Museums vor.

Quelle: Mario Jahn

Altenburg. „Die Publikation gibt einen guten Über- und Einblick in unser Haus und macht auch neugierig“, sagte Museumsdirektorin Julia M. Nauhaus bei der Vorstellung.

„Die Lindenau’schen Sammlungen werden ebenso ausführlich dargestellt wie die neueren Sammlungen“, beschrieb Nauhaus. Auf mehr als 250 Seiten lernen die Leser so nicht nur die frühitalienische Tafelmalerei, die Gipsabgüsse und Lindenaus Kunstbibliothek, sondern auch die Malerei vom 16. bis 20. Jahrhundert, die plastische und grafische Sammlung sowie die Werkbestände von Conrad Felixmüller und Gerhard Altenbourg kennen. „Es gibt zu jedem Sammlungsgebiet eine kleine Einleitung, dann werden einzelne Werke vorgestellt, um einen kleinen Einblick in den Reichtum der Kollektionen zu geben“, erklärte Nauhaus das Konzept. Im Gegensatz zu Katalogen zu Ausstellungen präsentiert der Museumsführer nicht die ausgestellten Bestände, sondern die Auswahl konzentriere sich auf wichtige und kunsthistorisch bedeutsame Werke.

Ganz wichtig war den Mitarbeitern des Museums, die durch externe Autoren unterstützt wurden, dass die Texte auf dem neuesten Stand der kunsthistorischen Forschung und allgemein verständlich sind. Gut zwei Jahre wurde an der Neuerscheinung gearbeitet. Der letzte Museumsführer erschien Ende der 1990er-Jahre unter der Federführung der damaligen Direktorin Jutta Penndorf und war in den vergangenen zwei Jahren vergriffen. „Damals lag der Schwerpunkt auf den Italienern und den Lindenau’schen Sammlungen“, beschreibt Nauhaus. Die Besucher hätten nicht nur dieses Werk, sondern auch einen Gesamtüberblick immer wieder nachgefragt. Deshalb werden im neuen Museumsführer die Kapitel zu den Sammlungen durch Informationen zur Museumsgeschichte, der Biografie des Museumsgründers und einer Literaturauswahl ergänzt.

Ermöglicht wurde die Publikation durch eine Förderung von der Ernst-von-Siemens-Kunststiftung München. Ein fünfstelliger Betrag floss laut Nauhaus in die Erstellung und den Druck des kunsthistorischen Bandes, der in einer Auflage von 2500 Exemplaren erschienen ist.

Nicht ganz so hoch sind die Auflagen von zwei weiteren Werken über die Sammlungen des Lindenau-Museums, die ebenfalls präsentiert wurden. Das erste wurde anlässlich der Sonderausstellung „Maria – Schätze aus dem Lindenau-Museum“ im Liechtensteinischen Landesmuseum konzipiert und beschäftigt sich mit der frühitalienischen Tafelmalerei. Im zweiten beleuchtet Sarah Kinzel die Gemäldekopiensammlung des Museumsgründers, die Ende der 60er-Jahre verkauft worden war. Zwar konnten zwei Bilder vor zwei Jahren wieder angekauft werden, doch der Großteil der etwa 200 Gemälde ist nach wie vor verschollen.

Von Jenifer Hochhaus

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