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Altenburg Altenburger Mäderschule: Neue Ideen für den Schulalltag
Region Altenburg Altenburger Mäderschule: Neue Ideen für den Schulalltag
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14:05 09.04.2017
Dominik (links) und Niklas zeigen ihre Gestaltungsideen für das Schulgelände. Ab dem kommenden Schuljahr geht es an die Umsetzung. Quelle: Mario Jahn
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Altenburg

Die Freude ist dem 14-jährigen Kyros deutlich anzumerken: „Es war viel Arbeit, wir haben viel Energie reingesteckt, da ist es schön, das Ergebnis zu sehen“, sagt der Achtklässler der Altenburger Erich-Mäder-Schule beim Blick auf die vor ihm aufgereihten Modelle.

Die sind das Resultat einer intensiven Projektarbeit, der sich rund ein Dutzend Schüler gemeinsam mit der Leipziger Architektin und Objektkünstlerin Viktoria Scholz in der ersten Aprilwoche gewidmet haben. Zu sehen sind auf den langen Tischen gleich mehrere Entwürfe für ein Gewächshaus, eine überdachte Sitzecke, einen Fitness- und Wutraum sowie ein ausgefeiltes Klettergerüst aus Steinen. Vorschläge, nach denen sowohl Schulgebäude als auch -gelände aufgewertet werden können, erklärt Kulturagentin Katja Bernhardt, die das Projekt federführend betreut hat.

„Ziel der Woche war es, Wünsche der Schüler aufzunehmen und Möglichkeiten zur Umsetzung zu erarbeiten“, umreißt sie den Hintergrund der Aktion. Dabei kristallisierten sich schnell konkrete Tendenzen heraus, wie Architektin Scholz betont: „Die Natur und Gärten sowie gemeinsame Sitzgelegenheiten und Rückzugsräume stehen ganz hoch im Kurs.“

Nun wird im nächsten Schritt geprüft, was sowohl architektonisch als auch finanziell umsetzbar ist. Ab dem kommenden Schuljahr sollen die Ideen dann verwirklicht werden, erklärt Scholz. Die Schüler jedenfalls hoffen darauf, dass möglichst viele ihrer Wünsche Realität werden – auch um das generelle Klima an der Schule zu verbessern. „Gerade der Wutraum wäre wichtig“, findet Kyros. Zum Beispiel, um bei Zwistigkeiten auf dem Schulhof einen Raum zum Frustabbau in der Nähe zu wissen. Mitschülerin Alina legt vor allem Wert auf Gemeinsamkeit: „Der von allen nutzbare Chill- und Hausaufgabenraum wäre toll“, findet die 16-Jährige.

Wenn es mit den Arbeiten los geht, wollen beide auf jeden Fall zusammen mit ihren Mitschülern selbst Hand anlegen, um das bestmögliche Ergebnis für alle Schüler zu erreichen. „Wir wollen, dass die Leute gerne zur Schule kommen“, unterstreicht Kyros.

Von Bastian Fischer

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