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Altenburg Altenburger Musikschule trommelt fürs neue Ausbildungsjahr
Region Altenburg Altenburger Musikschule trommelt fürs neue Ausbildungsjahr
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05:00 20.07.2017
Auch Schlagzeugerin Anna Nastasia Hinkelmann macht aus dem Hobby einen Beruf und beginnt ein Studium in Weimar. Quelle: Mario Jahn
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Altenburg

Kooperationen, Wettbewerbe, große Pläne: Gabriele Herrmann, Leiterin der Musikschule des Landkreises Altenburger Land, kann auf ein rundum gelungenes Schuljahr zurückblicken.

„Ein Highlight war natürlich der Regionalausscheid von Jugend musiziert, den wir nach vielen Jahren wieder in Altenburg ausrichten konnten“, sagt sie. Beim Wettstreit in den Kategorien Klavier, Gesang, Schlagzeug, Holzbläser und Akkordeon hatten sich die Musikschüler mit sehr guten Platzierungen hervorgetan. Von insgesamt 25 hiesigen Teilnehmern schafften es neun erst in den Landes- und am Ende gar bis in den Bundeswettbewerb. „Ein sehr guter Schnitt“, bilanziert Herrmann nicht ohne Stolz.

Erneut gut besucht waren auch das traditionelle Konzert der besten Schüler, das erstmals im Teehaussaal über die Bühne ging. „Aber auch die Frühlingskonzerte und der interne Schulwettbewerb liefen wieder sehr gut“, betont Herrmann.

Zufrieden zeigt sich die Direktorin auch damit, dass erneut einige ihrer Schützlinge ihre Fertigkeiten am jeweiligen Instrument künftig akademisch vertiefen wollen. So wird etwa Schlagzeugerin Anna Nastasia Hinkelmann ein Studium in Weimar beginnen, Clara Starzetz widmet sich der Blockflöte ebenfalls weiterhin im universitären Rahmen. „Wo genau, steht noch nicht fest. Sowohl Leipzig, Weimar als auch Salzburg sind Optionen“, teilt Herrmann mit.

Besonders stolz sei man darüber hinaus auf die zahlreichen im vergangenen Schuljahr gestarteten oder weitergeführten Kooperationen mit Partnern in der Skatstadt, mit denen auch der sozialkulturelle Bildungsansatz der Einrichtung gestärkt werde. Nach wie vor großer Beliebtheit erfreuen sich laut Herrmann die Konzerte „Klassik bei Kerzenschein“, bei denen die Nachwuchsmusiker der Schule gemeinsam mit Profis des Philharmonischen Orchesters Altenburg-Gera zum Instrument greifen.

Neu ist dagegen der Gruppenunterricht, den die Musikschule gemeinsam mit der Altenburger Lebenshilfe für Menschen mit Behinderung anbietet. „Das umfasst sowohl die Bereiche Tanz und Instrumente als auch Gesang.“ Ebenfalls taufrisch ist auch eine Zusammenarbeit mit dem Lindenau-Museum. So zieren seit einiger Zeit im dortigen Studio Bildende Kunst von Kindern und Jugendliche angefertigte Bilder die Wände der Musikschule. Beide Kooperationen sollen, so versichert Herrmann, auch künftig fortgesetzt werden.

Das mit Abstand größte Projekt sei allerdings der neu aufgestellte Chor der Musikschule. „Wir sind hier generationsübergreifend unterwegs, Kinder und Jugendliche, aber auch Erwachsene und Senioren singen mit.“ Die Sängerinnen und Sänger haben bereits ein klares Ziel vor Augen: „Wir wollen damit im Dezember beim großen Weihnachtskonzert in der Brüderkirche den ersten Auftritt feiern“, beschreibt Herrmann die Pläne. Auch die Schüler aus der Lebenshilfe sollen hier mit einbezogen werden.

Und auch darüber hinaus ist einiges geplant. So soll im kommenden Jahr wieder ein Konzert der Ehemaligen organisiert werden. Mittelfristig werden auch die Lehrer selbst gemeinsam ihr Können auf der Bühne präsentieren. Das dürfte bei den Schülern dann ganz besonders gut ankommen.

Offiziell gestartet wird das neue Schuljahr mit den Begrüßungskonzerten für neu aufgenommene Musikschüler – im Schulteil Schmölln am 12. August und im Schulteil Altenburg am 19. August. Insgesamt kann man in der Musikschule „Johann Ludwig Krebs“ mit Sitz in der Schmöllnschen Vorstand in Altenburg sowie einem Schulteil in Schmölln und elf Außenstellen in anderen Städten und Gemeinden des Altenburger Landes 23 Instrumente erlernen, darunter so ausgefallene wie Dudelsack, Schlagzeug oder Waldhorn. Aber auch Gesangsunterricht und verschiedene Kurse werden angeboten. So können sich Mädchen und Jungen im Alter von vier Jahren an in einer Ballettgruppe einschreiben. Es gibt Gitarrenkurse für Kindergärtner sowie ein Instrumentenkarussell und einen Musikgarten, um nur einige Beispiel zu nennen.

47 Lehrerinnen und Lehrer – die meisten davon als Honorarkräfte – vermitteln ihr Können an die Wissbegierigen. Die Gebühren richten sich nach Umfang und Art des Unterrichts und reichen von 13 bis 75 Euro monatlich.

Weitere Infos unter www.musikschule-altenburger-land.de.

Von Bastian Fischer und Ellen Paul

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